Weshalb die Homo-Ehe eine historische Fehlleistung darstellt

Von Jürgen Fritz

Wer Ungleiches grundsätzlich gleich behandeln möchte, hat entweder nicht verstanden, was Gerechtigkeit bedeutet oder aber er ist ein ungerechter Mensch.

Grüne (2)

Vorbemerkung: Die Krankheit unserer Zeit

Die Mehrzahl der „Bürger“, inzwischen bis hinein in die Sphäre der Politik und dort bis hinein in höchste Staats- und Regierungsämter, wo sich dies widerspiegelt, sind gar keine echten Staatsbürger mehr. Denn sie sind gar nicht mehr fähig oder willens, gesamtgesellschaftlich zu denken und entsprechend zu handeln. Viele „Bürger“ sind im Grunde reine Privatmenschen, darunter viele, die den Staat als etwas ansehen, das sie gefälligst rundum zu versorgen habe. Sie sind keine Staatsbürger, die um die Dialektik aus Privatperson und Teil des Souveräns sein wissen und die fähig wären, in Kategorien wie Gemeinwohl und Nachhaltigkeit sowie langfristiger Erhalt der freien, rechtsstaatlichen Republik und deren Voraussetzungen zu denken und dementsprechend verantwortungsbewusst Entscheidungen zu treffen. Genau daran werden unsere Gesellschaft und unsere einmalige Kultur, die immer mehr Zeitgenossen gar nicht mehr verstehen, untergehen.

„Ehe für alle“

Was mich an der gegenwärtigen Diskussion um die Gleichstellung der Homo-Ehe mit der Hetero-Ehe am allermeisten stört, ist die Namensgebung bei der Propaganda für die „Ehe für alle“. Warum sagt man nicht „Schwulen- und Lesbenehe“ oder „Homo-Ehe“, wenn man doch nur das meint? Darüber kann man ja zumindest diskutieren.

Mein Verdacht: Man möchte mit dem Ausdruck „Ehe für alle“ hier vielleicht doch bereits etwas anderes vorbereiten: die Viel- und Kinderehe und damit den Umbau unserer Gesellschaft in eine islamische. Dann könnte man nämlich mit dem gleichen Ausdruck „Ehe für alle“ weiteragieren und argumentieren: „Wir waren doch alle gemeinsam mehrheitlich für die Ehe für alle. Warum seid ihr jetzt plötzlich dagegen. Das ist ja widersinnig! Wollt ihr jetzt doch wieder zurück in die miefigen 1950er?“ Geht es also doch um mehr als „nur“ die Homo-Ehe und daher dieser unsägliche Ausdruck „Ehe für alle“?

Natürlich müssen homosexuelle Partnerschaften umfangreiche Rechte haben, aber warum die Gleichstellung?

Ich hab mir die letzten Tage alle möglichen Argumente vollkommen undogmatisch angehört und komme zu dem Ergebnis, dass ich die Entscheidung des Bundestages für falsch halte. Natürlich müssen homosexuelle Paare umfangreiche Rechte und nicht nur Pflichten haben. Diese haben sie aber inzwischen schon und zwar sowohl beim Erbrecht als auch der Unterhaltspflicht und auch dem Ehegattensplitting. Eine völlige Gleichstellung mit der Ehe zwischen und Mann und Frau und den verfassungsmäßigen Schutz sowie genau die gleichen Rechte bei der Adoption halte ich für falsch. Warum? Bei der Begründung kommt man ohne jeden spekulativen religiösen Bezug aus, der ja ohnehin von vielen nicht mehr geteilt wird. Die Begründung kann rein sachlich erfolgen. Warum also eine Bevorzugung der Ehe zwischen Mann und Frau?

Fakten – Fakten – Fakten

Ich zitiere im folgenden aus dem Deutschen Ärzteblatt: „Homosexuelle Partnerschaften sind zumeist promiskuid. Marcus fand schon 1988 heraus, dass weniger als fünf Prozent der befragten homosexuell lebenden Männer in ihren Beziehungen als monogam eingestuft werden konnten. Und keine einzige Beziehung blieb länger als 60 Monate monogam (Marcus, 1988). Tatsächlich ist unter homosexuell lebenden Männern die Wahrscheinlichkeit lebenslanger Treue winzig (4,5 Prozent), bei (Hetero-)Ehepaaren liegt sie zwischen 75 und 90 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass selbst „verbindliche“ homosexuelle Beziehungen eine grundlegende Unfähigkeit zu sexueller Treue und derjenigen Verbindlichkeit haben, die zum Selbstverständnis der Ehe dazugehört.

Eine neue Studie aus Amsterdam (Mai 2003) belegt, dass Partnerschaften zwischen homosexuell lebenden Männern im Durchschnitt nicht länger als 1,5 Jahre halten. Innerhalb dieser angeblich monogamen Partnerschaften, so die Studie, hat in diesen 1,5 Jahren jeder Partner durchschnittlich noch zwölf andere Sexualpartner (acht Sexualpartner im Jahr).

In einer Studie waren von 49 Fällen, in denen Lehrer Schulkinder missbrauchten, 33 Prozent homosexueller Natur, was einer in etwa 15-mal höheren Wahrscheinlichkeit entspricht, für sexuellen Missbrauch verantwortlich zu sein, als es die Häufigkeit von homosexuell Lebenden in der Bevölkerung erwarten lässt.

Insgesamt ist nach einer Analyse von 19 Einzelstudien die Wahrscheinlichkeit, ein Kind sexuell zu missbrauchen, bei homosexuell Lebenden zwölfmal höher als bei heterosexuell Lebenden. Bei bisexuell Lebenden ist sie sogar 16-mal höher . . . was jedes Adoptionsrecht von Kindern für homosexuelle Männer zu einer unbedingt zu vermeidenden Gefährdung für die adoptierten Jungen macht!“ Soweit das Deutsche Ärzteblatt (2009; 106(49): A-2468 / B 2120 /C 2060).

Fazit: Wenn also tausend Kinder von homosexuellen Paaren adoptiert werden und tausend andere Kinder von heterosexuellen Ehepaaren, dann kommen auf ein missbrauchtes Kind bei dem Hetero-Paar zwölf (!) missbrauchte Kinder bei dem Homo-Paar. Ist das Homo-Paar bisexuell, dann sogar 16. Die Gefahr des Missbrauchs ist also um 1.100 bzw. 1.500 Prozent höher.

Gerechtigkeit bedeutet Gleiches gleich behandeln und Ungleiches nicht gleich behandeln

Über den Aspekt des Schutzes des Kindeswohls, was alleine schon ausreichen würde, um Homo-Ehen rein sachlich begründet abzulehnen, kommt noch ein weiteres schlagendes Argument hinzu. Der noch höhere Schutz der getrennt geschlechtlichen Ehe ist sachlich gerechtfertigt, weil die Gemeinschaft ein Interesse an ihrem eigenen Fortbestand haben muss. Nicht nur als Privatperson zu denken, sondern als Staatsbürger, der das Gemeinwohl immer miteinbezieht in seine Überlegungen und das auch noch in längeren zeitlichen Dimensionen, fällt vielen inzwischen offensichtlich sehr schwer.

Kinder entstehen aber nur zwischen Mann und Frau. Somit verdient diese Kombination einen noch höheren Schutz als die homosexuelle Verbindung. Dass manche Ehepaare keine Kinder bekommen, spielt keine Rolle. Sie könnten dies aber und es kann ja bis zu einem gewissen Alter immer noch geschehen. Bei homosexuellen Paaren ist dies dagegen rein biologisch von vorneherein ausgeschlossen. Ohne einen Dritten von außen können sie kein Kind zeugen. Das ist ein gravierender sachlicher Unterschied, der eine verschiedene Behandlung nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar notwendig macht. Denn Gerechtigkeit bedeutet: Gleiches gleich behandeln und Ungleiches nicht gleich behandeln. Insofern war die Entscheidung des Deutschen Bundestages keine gute solche.

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Bild: Youtube-Screenshot

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7 thoughts on “Weshalb die Homo-Ehe eine historische Fehlleistung darstellt

  1. Pingback: Weshalb ich die Bundestagsentscheidung zur Homo-Ehe für falsch halte – Alternativnews

  2. Hans Kolpak

    Die utopischen Begriffe Gleichheit und Gerechtigkeit stammen aus den politischen Lügenkatalogen der gebrochenen Wahlversprechen.

    http://www.dzig.de/Ausbeutung-oder-Selbstverwaltung
    Unstrittig ist wohl, dass die Bürokratie in Umverteilungsstaaten und in Sozialstaaten enorm aufwendig ist – trotz Computer. Steuervorteile, Subventionen und Förderungen wollen verwaltet werden. Andererseits sind Begriffe wie Sozialismus, Demokratie und Genossenschaft befrachtet mit allen gegenwärtigen und vergangenen Erfahrungen. Die einen profitieren von solchen Systemen, die anderen fühlen sich benachteiligt.

    Das Ei des Columbus ist halt, die möglichen Ausbeutungssysteme von Gemeinden, Regionen und Staaten in Schach zu halten. Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt keine Gleichheit und es gibt keine Verfahren, die den Bedürfnissen von zwei Menschen gleichzeitig entsprechen können. Mir gefällt ein Spruch von Roland Baader: „Das Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit ist erreicht, wenn wir alle als Penner durch die Städte irren.“

    Es wird nie materielle Gleichheit geben können. Der eine spart viel Geld, der andere isst zwei Teller Suppe statt einen, weil er Holz gehackt hat. Die kleine Frau ist nur 1,50 Meter groß, der große Mann nur 2,00 Meter klein. Also: Utopien haben wir eigentlich schon genug.

    Jeder Mensch für sich ist einzigartig mit individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Verantwortungsbereitschaft. Der eine will führen, der andere lieber geführt werden. Der eine gebraucht seine Macht, der andere missbraucht sie. Es gibt kein Rezept. Weltweit sind die Vorstellungen und Möglichkeiten so zahlreich wie die Menschen selbst. Jeder sieht sich selbst anders, als andere ihn wahrnehmen.

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