Sind sie nicht ein schnuckliges Pärchen? David Berger und Alice Weidel gewinnen Mister- und Misswahl

Von Jürgen Fritz

David Berger und Alice Weidel wurden von der Berliner Aktivistengruppe „Enough is enough“ zu Mister und Miss Homophobia 2017 gewählt. Das Aberwitzige dabei: Beide sind selbst bekennende Homosexuelle, die ihre sexuelle Orientierung offen und ganz normal, ja gutbürgerlich ausleben. Was steckt in Wahrheit hinter dieser Wahl?

David Berger und Alice Weidel – Sind sie nicht ein schnuckeliges Paar?

Letztes Jahr gewann den von der Berliner Aktivistengruppe „Enough is enough“ erfundenen Titel, dem eine Abstimmung mit deutlich frauenfeindlichen Tönen einherging, noch die AfD-Politikerin Beatrix von Storch. Das war den Homofanatikern jedoch noch nicht genug. Dieses Jahr kürte man deshalb gleich zwei offen mit ihrer Homosexualität umgehende Persönlichkeiten. Und zum ersten mal auch einen Mann: Alice Weidel und David Berger, „Miss und Mister Homophobia“.

Miss Homophobia

Unsere Super-Demokraten von Enough is enough gaben zur Kür der Preisträger folgendes bekannt:

„Ihr habt sie gekürt: Die offen lesbische AfD-Politikerin und der offen schwule Publizist und Theologe sind die Gewinner*innen des „Titels der Schande“. An der finalen Abstimmung zum Titel nahmen 9339 Menschen teil. Mit 31,66% der abgegebenen Stimmen gewann David Berger haushoch. Auf Alice Weidel entfielen immerhin noch 19,8% aller Stimmen. Mit 15,2% landete Vorjahressiegerin von Beverfoerde auf dem dritten Platz. 13,9% aller Stimmen bekam die Bundeskanzlerin, Beatrix von Storch noch 9,92% und Alexander Gauland 9,43% der abgegebenen Stimmen.“

Philosophia perennis hatte sich über die ganze Aktion schon im Vorfeld lustig gemacht und selbst zur Wahl von David Berger aufgerufen

Die große Masse der Homosexuellen interessiert sich allerdings für deren häufig von neurotischem Hass geprägten Aktivitäten nicht oder distanziert sich deutlich von diesen. So kommt es auch, dass an der Abstimmung nicht einmal 10.000 Menschen teilgenommen haben. Bei den ca. 4 Millionen in Deutschland lebenden Homosexuellen sind das kaum mehr als 0,2 Prozent der Homosexuellen. Stellt man dann noch in Rechnung, dass David Berger, der sich mit seinem Redaktionsteam einen Spaß aus diesem Schwachsinn machte, von seinem Blog aus zur Wahl seiner Person aufgerufen hat und ein großer Teil seiner knapp 3.000 Stimmen von dort gekommen sein dürfte, dann wird klar, dass die Wahlbeteiligung ansonsten noch wesentlich geringer gewesen sein dürfte.

Was meint David Berger zu seiner Wahl zum „Mister Homophobia“?

„Im Sommer 2013 war ich Chefredakteur des Schwulenmagazins ‚Männer‘ geworden. Im Sommer 2014 kamen dann immer mehr Nachrichten von der Hinrichtung schwuler Männer durch den »Islamischen Staat«. Damals suchte mich auch Nasser X. auf, ein 17-jähriger Libanese aus Neukölln. Er berichtete mir, wie er von seiner Schwester zwangsgeoutet und vom Vater mit Benzin übergossen wurde, der ihn unter dem Ruf »Allahu Akbar« anzünden wollte. Nasser entkam. Und mir wurde klar: Homophobie im real existierenden Islam konnte noch gefährlicher sein als in meiner Kirche heute. Ich schrieb eine Reportage über Nasser. Doch allen Zeitungen, denen ich sie anbot, war sie entweder zu heikel, oder sie verlangten, dass ich das Wort »Islam« streiche.

Letzteres setzte sich fort: Bei Interviews, die ich zu Religion und Homosexualität gab, wurden oft meine Aussagen über den Islam gestrichen. Das Signal: Solange ich über Homophobie in der Kirche urteilte, war ich ein gern gesehener Experte. Zum Islam wollte man lieber nichts von mir hören …

Das ganze Gerede von ‚Homophobie ist in 90 Prozent aller Fälle genauso unsinnig wie jenes von ‚Islamophobie‘. Mit der Wahl zweier offen lebender Homosexueller, die vor der dem tödlichen Homohass im Islam warnen, zu den schlimmsten Homophoben Deutschlands dürfte endgültig klar geworden sein, dass der Begriff „homophob“ zur nichtssagenden Leerformel verkommen ist und die linken, dem Islam-Appeasement verpflichteten Homoaktivsten zu einer echten Gefahr für homosexuelle Männer und Frauen.“

Was nun, Enough is enough?

Nun hat der Veranstalter dieses homophoben Hassevents „Enough is enough“ allerdings ein Problem. Er wird jetzt wohl der International Gay and Lesbian Association erklären müssen, warum er einen ihrer Preisträger als ‚homophob‘ verleumdet. David Berger ist nämlich „Orfeo Iris“ Preisträger 2016 des International Lesbian and Gay Cultural Network. Der Preis wird verliehen für „herausragende Forschung und Information“ über die Verfolgung von LGBTs.

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Weitere Berichte zu diesem fulminanten Ereignis finden Sie auf Philosophia perennis hier und hier.

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Bild: Alice Weidel (AfD) mit David Berger auf dem Neujahrsempfang der „Jungen Freiheit“ in Berlin – Januar 2017 (c) philosophia-perennis.com

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6 Antworten auf „Sind sie nicht ein schnuckliges Pärchen? David Berger und Alice Weidel gewinnen Mister- und Misswahl

  1. bibinka

    Man weiß gar nicht , was man zu viel Hirnlosigkeit sagen soll, aber all diese Typen, die jetzt nicht reagieren, werden sehen , was passiert, wenn man dem Islam zu Nahe kommt. Denen kann ich nur zurufen, schaut euch in islamisierten Ländern um, da seht ihr die Wahrheit!
    Was müssen das nur für arme Würstchen sein!

    Gefällt 1 Person

  2. davidbergerweb

    Hat dies auf philosophia perennis rebloggt und kommentierte:
    Nun hat der Veranstalter dieses homophoben Hassevents „Enough is enough“ allerdings ein Problem. Er wird jetzt wohl der International Gay and Lesbian Association erklären müssen, warum er einen ihrer Preisträger als ‚homophob‘ verleumdet. David Berger ist nämlich „Orfeo Iris“ Preisträger 2016 des International Lesbian and Gay Cultural Network. Der Preis wird verliehen für „herausragende Forschung und Information“ über die Verfolgung von LGBTs.

    Gefällt mir

  3. Clemens Bernhard Bartholdy

    Und ein „alter weißer und böser“ heterosexueller Mann landet auf dem letzten Platz… nicht, dass Herr Gauland nun wirklich homophob oder gefährlich für Schwule oder Lesben wäre, aber … irgendwie ja doch eine Volte, die sich Kishon oder Kafka hätten ausdenken können.

    Wenn sich die schwulesbische Gemeinschaft da mal nicht selbst mit einer Art „intellektueller Autoimmunkrankheit“ zerlegt derzeit.

    Gefällt 2 Personen

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