Wie die totalitäre Demokratie ihre Opponenten zu liquidieren trachtet

Ein Gastbeitrag von Michael Klonovsky

Wie die totalitär gewordene Demokratie ihre Opponenten dermaleinst liquidieren werde, bisweilen ohne ihnen dabei ein Haar zu krümmen, beschrieb Alexis de Tocqueville bereits vor 180 Jahren. Michael Klonovsky zeigt an dem Exempel Martin Sellner auf, wie just dieses Verfahren im Jahre 2018 exekutiert wird. 

Tocqueville über die Demokratie

Ein berühmtes Zitat aus Tocquevilles Großessay Über die Demokratie in Amerika beschreibt mit Falkenblick in die Zukunft die Art und Weise, wie die totalitär gewordene Demokratie ihre Opponenten dermaleinst liquidieren werde, ohne ihnen dabei ein Haar zu krümmen, nämlich durch den bürgerlichen Tod:

„Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich, oder du stirbst‘, er sagt: ‚Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten: aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nicht mehr nützen; denn wenn du von deinen Mitbürgern gewählt werden willst, werden sie dir ihre Stimme verweigern, ja, wenn du nur ihre Achtung begehrst, werden sie so tun, als versagten sie sie dir. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.'“

Ein Exempel des Vollzugs: Martin Sellner

Soweit die inzwischen fast schon zweihundert Jahre alte Prognose. Nun zu einem Exempel ihres Vollzugs. Martin Sellner, der Chef der identitären Bewegung, von der wir lesen, dass sie ganz furchtbar sein soll, aber mir ist keine einzige Gewalttat dieser Leute gegen Leib und Leben von anderen bekannt wie etwa bei der Antifa, ist als bürgerliche Existenz binnen weniger Tage ausgemerzt worden: Linksfaschisten haben sein Auto angezündet, drei Banken haben seine Konten gekündigt, twitter, youtube und facebook haben sein Profil gesperrt, amazon hat sein Buch aus dem Sortiment genommen.

Dergleichen geschieht ohne jede Begründung. Feile Lumpen in den Medien haben den Aktivisten monatelang ohne jedes Maß verunglimpft und zur Jagd freigegeben, und nun beschweigen sie mit dem innerem Frohlocken des versetzten Sadisten die soziale Vernichtung eines jungen Mannes, dem keine Straftat zur Last gelegt werden kann und auch sonst kein Delikt oberhalb der Nichtbefolgung von Gleichschritt und Maulkorbpflicht. Dass die Nazi-Mentalität inzwischen mit amerikanischen Weltkonzernen kooperieren darf, ist eine Schande für das land of the free, aber wahrscheinlich nur ein Anfang. Das einzige, was hier helfen kann, sind die Kräfte des freien Marktes.

So sieht es auch der Exkommunizierte, der erstaunlich optimistisch ist und ein schönes Beispiel dafür abgibt, was sich hinter dem von Feiglingen und Opportunisten gekaperten Terminus „Zivilcourage“ eigentlich verbirgt. Er kommt in diesem kleinen publizistischen Widerstandsnest ausführlich zu Wort: Alle gegen Sellner.

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Dieser Text erschien zuerst auf dem sehr empfehlenswerten Blog von Michael Klonovsky Acta diurna, der nur so vor Gedanken, Ein- und Quersichten sprüht. Sollten Sie sich unbedingt öfters ansehen. Er erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des geschätzten Autors.

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Zum Autor: Michael Klonovsky, 1962 im Erzgebirge geboren, ist Romanautor und PublizistAufgewachsen in Ostberlin. Maurerlehre. Abitur. Seit 1990 Journalist. “Wächterpreis der Tagespresse” für die „Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen durch die DDR-Justiz und den Staatssicherheitsdienst“. 1992: Wechsel zum Focus, zunächst als Redakteur, später als Chef vom Dienst bzw. Textchef, Leiter des Debattenressorts, sodann als Autor. Am 31. Mai 2016 endete die Ehe mit Focus, die Partner hatten sich auseinandergelebt. Von Juni 2016 bis Anfang 2017 war er parteiloser Berater von Frauke Petry, von Juni bis November 2017 Sprecher der von Jörg Meuthen geführten Landtagsfraktion der AfD Baden-Württemberg. Michael Klonovsky ist Autor mehrerer Bücher.

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Titelbild: Youtube-Screenshot

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14 Antworten auf „Wie die totalitäre Demokratie ihre Opponenten zu liquidieren trachtet

      1. Franziska Schortz

        Ist schon interessant was sie Martin anzutun.. Ich werd dies nicht akzeptieren und auch nicht befolgen. Ausgeschlossen werden ist grundsätzlich schon schite. Aber denk er hat genug Menschen die sich nicht gegen ihn entscheiden. Gehör ich außerdem auch dazu

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  1. anvo1059

    Nun das funktioniert schon seit undenklichen Zeiten. Die kleinen hat man einfach gehängt und die Großen kaputt gespielt. In unserer „Gewaltfreien“ Neuzeit muss man eben auf solch diffizile Methoden zurückgreifen um sich politischer Gegner zu entledigen. Das hat Tradition und zieht sich durch Alle Diktaturen die es in der jüngeren Geschichte gab.
    Aber genau daran sollte man eine Menschen feindliche Diktatur erkennen : Wenn andauernd die Begriffe Meinungsfreiheit, Demokratie, Volkswohl (über) strapaziert werden und man dann genau das Gegenteil tut und „Gesetze“schafft, die das legitimieren sollen (NewdGe)

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  2. marlene ott

    nun bei 12.6 prozent hat das nichts genutzt auch herr malenki, herr sellner und der volkslehrer erfreuen sich breiter unterstützung

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  4. 1234567

    „Der Machthaber sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich, oder du stirbst‘, er sagt: ‚Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten: aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nicht mehr nützen; denn wenn du von deinen Mitbürgern gewählt werden willst, werden sie dir ihre Stimme verweigern, ja, wenn du nur ihre Achtung begehrst, werden sie so tun, als versagten sie sie dir. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.’“

    Vergleichbares, SCHLIMMERES
    kann einem auch bei/mit totalitären Christen in Deutschland passieren nach Ausstieg aus einer Freikirche (oder Sekte): Neben sozialer Isolation, „Verbannung“, Stigmatisierung sind aber oft noch finanzielle Verluste, Krankheit, verheerende Folgen für die Kinder uvam
    zu beklagen;
    und sie drehen es so, dass es „Gottes Strafe“ sei.
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/einsamkeit-wenn-das-soziale-netz-reisst.976.de.html?dram:article_id=360640

    mal googeln: soziale Isolation nach Sektenausstieg.

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  5. Caro DeClerk

    Shalömchen aber auch!

    Kaum sind Super-Zion Sellner und seine getreuen Jung-Krummnasen dabei, unser „jüdisch-christliches“ Abendland („europe“) vor den anbrandenden Genital-Schnipplern und Kinderfickern zu „defenden“, während ihre Zentral-Ratten zugleich die ultimative Fickilanten-Flutung unserer Heimat nicht nur fordern, sondern massivst fördert, und schon werden sie von diesem mörderischen Regime verfolgt?

    Hundsgemein.

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