Exquisite Empfehlungsliste alternativer Medien

Ein Gastbeitrag von Lutz Kirschner

Ein Schlüssel zur Erhaltung oder eben Zerstörung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, unserer einzigartigen Kultur und Zivilisation bilden die Medien. Denn wie sollen die Staatsbürger sich sonst informieren, was im Lande und in der Welt passiert? Da sich die Massenmedien längst fast vollständig in den Händen eines unfassbar mächtigen Kartells befinden, das sich zum Ziel gesetzt hat, die eingangs genannten Dinge zunächst zu untergraben, dann ganz allmählich völlig abzuschaffen, sind alternative Medien wichtiger denn je. Inzwischen gibt es einige Empfehlungslisten hierzu. Eine bessere als diese hier von „Kontrapunkt“, habe ich bislang nicht gesehen.

Von der Diskurs- zur Ja-Sager-Gesellschaft?

Meine und die Auffassung vieler Menschen, dass die alternativen Medien in Deutschland eine wichtige Rolle zur Aufklärung der Bürger spielen und einen großen Beitrag zu differenzierter Meinungsbildung leisten, wird von den übermächtigen Netzwerken und unserer politischen Führung leider nicht geteilt. Seit den 01.01.2018 ist das „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken“ (Netzwerkdurchsetzungsgesetz – NetzDG, bisweilen auch Mass-Zensurgesetz genannt) in Kraft und es zieht ein wahrhaftiger Feuersturm der Säuberung durch die Netzwerke, der unsere Kultur der Diskursfähigkeit in eine Gesellschaft der Ja-Sager umerziehen soll.

Kontrapunkt – ein neues soziales Netzwerk

Aus diesem Grund habe ich am 01.01.2018 eine Webseite online gestellt, mit dem Ziel kritische Stimmen nicht untergehen zu lassen. Kontrapunkt  ist ein kleines soziales Netzwerk, dass keine Gewinnabsicht hat und auf Grund der Größe oder Reichweite keine zwei Millionen registrierte Nutzer haben kann. Somit fällt dieses Netzwerk nicht in den Zuständigkeitsbereich des NetzDG.

Ja, ich weiß. Ein solch kleines soziales Netzwerk kann und wird nie eine Konkurrenz zu Facebook und Co. sein. Aber von Kontrapunkt aus besteht die Möglichkeit alle Inhalte in vielen anderen sozialen Netzen weiter zu verteilen. Somit besteht die Chance, auf diese Art und Weise ein kleiner Stachel im Fleische der Meinungsbestimmer zu sein.

Linkliste alternative Medien

Auf dieser Webseite habe ich unter dem Link AlterMedia Links eine Linkliste erstellt mit erstklassigen alternativen Medien.

Lutz Kirschner, Gründer von Kontrapunkt

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Titelbild: © Logo von Kontrapunkt

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13 Antworten auf „Exquisite Empfehlungsliste alternativer Medien

  1. Tante Otter

    Wie wichtig alternative Medien sind, konnte ich heute morgen mal wieder erleben! Der Tagesspiegel brachte eine Meldung über einen Terroranschlag in der südthailändischen Provinz Yala. Drei Menschen starben, 18 wurden verletzt. In dieser Meldung stand malwieder nicht der wichtigste Aspekt! Den konnte man dann in der Bangkok Post lesen. Der Anschlag eines islamistischen Terroristen galt dem Marktstand, der Schweinefleisch verkaufte!
    Pfui Teufel deutsche Lückenpresse!

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  2. Furor teutonicus

    Erst einmal will ich dazu plädieren, dass wir das ganze anders nennen. Ein Vorschlag von mir wäre: Freie Medien!
    Unter der Rubrik Alternative Video-Channels auf Youtube empfehle ich den Kanal: Der Volkslehrer! bitte schaut euch diesen Kanal an. !

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    1. lutzkirschner

      Ich habe lange Zeit nach einem adäquaten Begriff für alternative Medien gesucht, du hast ihn gefunden. Leider ist diese Linkliste schon unzählige male woanders verlinkt worden, so das sich das nachträgliche Ändern recht schwierig gestaltet. Das würde zu vielen toten Links führen. Aber trotzdem vielen Dank für diese Idee.

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    2. maru

      Ja, ich finde „freie Medien“ auch viel besser. „Alternative Medien“ klingt irgendwie nach einem Eintopf aus Bio-Gemüse und „alternativen Fakten“. Und hat einen grünen Unterton, der mir nicht schmeckt.

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    3. lutzkirschner

      Gute Nachrichten. Wir haben es geschafft, dass die Liste jetzt unter „Freie Medien“ erreichbar ist, ohne die Linkstruktur zu zerschießen. Vielen Dank nochmal für den Vorschlag.

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  3. lutzkirschner

    Erst einmal herzlichen Dank an Jürgen Fritz, für das Veröffentlichen dieses Artikels. Meine Intention diese Webseite ins Leben zu rufen, steht im wesentlichen ja schon im Artikel. Ich bin der Meinung das es noch viel zu wenige alternative, oder freie Medien (danke Furor teutonicus) in unserem Land gibt. Die Überlebensfähigkeit einer Gesellschaft definiert sich doch auch durch die Fahigkeit der politischen und gesellschaftlichen Kontroverse, die ich in zunehmendem Maße in Deutschland vermisse. Die Folgen der Unfähigkeit dazu, können wir an der DDR oder an der Sowietunion sehen. Sie haben nicht überlebt. Deshalb diese Webseite mit dem unterschwelligen Aufruf: “ Wehrt euch, schwimmt gegen den Strom“. Wenn die schweigende Mehrheit weiterhin den Ton angibt, werden wir bald auch keine Stimme mehr haben.

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    1. Klartexter

      Verstehe ich das richtig? Sie meinen, DDR und Sowietunion haben wegen fehlender politischer und gesellschaftlicher Kontroverse nicht überlebt?
      Und ich dachte immer, gerade diese Kontroversen haben, nicht zuletzt durch fleißige Eskalationshilfe von Außen, zum Ende von DDR und Sowietunion geführt.

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      1. lutzkirschner

        Mit Ihrer Antwort bestätigen Sie doch meine Aussage. 39 Jahre lang gab es in der DDR keine Kontroverse, keine Meinungsvielfalt und keine freie Meinungsäußerung. Die Bürger wurden in ihrem Land eingesperrt und überwacht. Auf Grund des Verbots anderer Meinungen als die, die die Staatsführung vorgab, war die logische Folge für dieses System einfach absehbar. Dort wo alle immer nur einer Meinung sind oder sein dürfen, gibt es keinen Nährboden für Fortschritt und Innovation. Aus gemachten Fehlern kann, weil ja alle der gleichen Meinung sind, nicht gelernt werden. Weil aus Fehlern nicht gelernt wird, tritt diese Gesellschaft auf der Stelle. All das geht eine Zeit lang gut, bis ein gewisser Grenzwert erreicht wird. Die Bevölkerung wird immer unzufriedener, bis zu dem Zeitpunkt an dem sich die Unzufriedenheit entlädt in z.B wöchentliche Montagsdemos, bei denen Hunderttausende auf die Strasse gehen und ihren Unmut herausschreien. Das 40. Jahr der DDR war dann der Anfang vom Ende für die DDR. Erst da hat die DDR-Führung gemerkt das sie es nicht mehr unter Kontrolle bekommen und haben Honecker und Konsorten entmachtet. Der Weg war geebnet für politische und gesellschaftliche Veränderung. Fazit: Es gab 39 Jahre lang keine Kontroverse in der DDR und das führte mittelbar zu ihrem Untergang.

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  4. Pingback: Exquisite Empfehlungsliste alternativer Medien – Leserbriefe

  5. Heinz-Albert Veraart

    Sehr geehrter Herr Fritz,

    warum kann ich den Link, der zu den alternativen Medien führen soll nicht öffnen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Heinz-Albert Veraart

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