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CDU-lerin stopft sich die Taschen mit staatlichen Geldern für „Flüchtlinge“ voll

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Von Jürgen Fritz

Bei unseren Anhängern der grenzenlosen Willkommenskultur handelt es sich immer und ausschließlich um völlig selbstlose, zutiefst moralische Menschen, die aus reiner Nächstenliebe, wenn nicht sogar aus einem kategorischen Imperativ heraus handeln und ihr persönliches Wohl vollkommen zurückstellen, um unter Hintanstellung ihrer persönlichen Interessen den Ärmsten der Armen zu helfen. Glauben Sie nicht? Na dann lesen Sie mal das hier.

Wie einige sich auf Kosten der deutsche Steuerzahler eine goldene Nase an den „Flüchtlingen“ verdienen

Vorgestern berichtete ich bereits, dass die Stadt Köln für eine einzige irakische „Flüchtlingsfamilie“ 81.000, bald 91.000 Euro pro Jahr an Miete für eine Einzimmerwohnung mit 30 bis 35 Quadratmetern an ein sogenanntes Boardinghouse (Berherbungsbetrieb) bezahlt. In dem Haus wohnen laut WDR-Recherchen aktuell insgesamt 157 Personen und die Miete wird nicht nach Quadratmetern, sondern nach Personen berechnet. 28 Euro pro Person pro Nacht, berechnet der Betreiber dort, so dass er bei 157 Personen auf ca. 4.400 Euro pro Tag, auf über 1,5 Millionen Euro pro Jahr kommt. Im Kommentarbereich zu dem Artikel hatte vorgestern schon ein Leser geschrieben: „Mich würde allerdings auch nicht überraschen, wenn die beschriebene Immobilie – natürlich rein zufällig – auch noch einem Beamten aus der Kölner Stadtverwaltung gehört“. Wie jetzt herauskam, ist es an anderer Stelle sogar noch unglaublicher.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn man sich in den letzten Jahren eingehender mit Politik beschäftigte und hier und da anfing zu graben respektive an einigen Stellen hinter die Kulissen schaute, dann stellt sich allmählich das Gefühl ein, dass diesen „Volksvertretern“ teilweise alles zuzutrauen ist. Natürlich nicht allen, es gibt überall, in jedem Berufszweig immer auch hochanständige, sehr engagierte und ehrliche, integere Personen. In der Politik und wahrscheinlich nicht nur da werden diese aber zunehmend rarer, hat man irgendwie doch den Eindruck.

In einem anderen Haus zahlt die Stadt Köln sogar 35 Euro pro Tag pro Person

Jedenfalls erregte der WDR-Bericht vom Mittwochabend doch einiges Aufsehen. David Berger war wohl einer der ersten, wenn nicht der erste überhaupt, der den Fall am Donnerstag auf Philosophia perennis aufgriff und darüber berichtete. Bild und Focus wurden dann wohl auch aufmerksam und berichteten ebenfalls darüber. Dann ging der Kölner Express der Sache nach und fand noch mehr heraus, worüber er dann vorgestern Abend berichtete. Halten Sie sich jetzt bitte gut fest.

Das Boardinghouse, welches für eine einzige irakische „Flüchtlingsfamilie“ von der Stadt ca. 6.800 Euro mtl, über 81.000 Eur p.a., bald 91.000 Euro kassiert, ist nur eines von acht solcher Häuser oder „Hotels“, in denen alleine die Stadt Köln „Flüchtlinge“ unterbringt. Ein anderes solches ist das „Hotel zum Bahnhof“ in Köln-Dellbrück, siehe Bild. Dieses verfügt laut eigenen Angaben über zehn Zimmer (vier Doppelzimmer und sechs Zweibettzimmer).

„Hotel zum Bahnhof“, Bild von eigener Homepage

Und hier zahlt die Stadt Köln nicht „nur“ 28 Euro pro Tag pro Person, sondern sogar 35 Euro (nochmals 25 Prozent mehr)! Derzeit sollen in den zehn Zimmern 31 „Flüchtlinge“ untergebracht sein. Somit kassiert die Betreiberin pro Tag 1.085 Euro. Im Monat über 32.500 Euro, fast 400.000 Euro im Jahr. Das macht sie natürlich alles aus reiner Nächstenliebe. Daher verlangt sie ja auch nur 3.255 Euro mtl. pro Zimmer und nicht 4.000, 5.000, 6.000 oder 10.000 Euro.

Wieso schließt die Stadt noch Ende 2017 neue Verträge mit solchen „Hotels“ ab, wenn doch angeblich kaum noch „Flüchtlinge“ kommen?

Inzwischen soll die Betreiberin, wohl weil das Geld mit den „Flüchtlingen“ hier nur so sprudelt, sogar um eine Kapazitätserweiterung gebeten haben. Sie will nun auch das Restaurant zu einem Wohnraum für weitere „Flüchtlinge“ umbauen. Nun, damit lässt sich wohl deutlich mehr verdienen als mit dem Verkauf von Schnitzeln und Bier. Der Vertrag mit der Stadt soll im Oktober 2017 unterschrieben worden sein. Das wirft Fragen auf. Wieso schließt die Stadt noch Ende 2017 neue Verträge mit solchen „Hotels“ ab, obwohl doch angeblich schon lange kaum noch „Flüchtlinge“ kommen, die Zahl der von der Stadt untergebrachten „Flüchtlinge“ von knapp 15.000 auf 9.600 gesunken ist und die Hotel-Unterbringung so schnell wie möglich beendet werden soll?

Es sei davon auszugehen, dass auch mittelfristig ein geringer Teil an Hotelunterbringungen notwendig sein wird, um flexibel auf Unterbringungsbedarfe, insbesondere für besonders schutzbedürftige Geflüchtete, reagieren zu können, teilte die Stadt dem Kölner Express auf Anfrage mit.

Wie sich eine CDU-Politikerin seit Jahren gnadenlos selbst bereichert

So und nun raten Sie bitte mal, wer die Betreiberin des „Hotels zum Bahnhof“ ist. Es handelt sich um die CDU-Politikerin Andrea Horitzky. Diese gehört zum Vorstand der Kölner CDU. Im Mai 2017 hatte Horitzky noch stolz für den Landtag kandidiert und sich als schnitzelbratend in ihrem Restaurant im Erdgeschoss ihres Hotels präsentiert.

„Ich war wie vom Donner gerührt, als wir nach der Landtagswahl erfahren haben, dass Frau Horitzky das Hotel zur Flüchtlingsunterkunft gemacht hat“, sagt CDU-Parteichef Bernd Petelkau. „Begeistert bin ich davon nicht. Ich fordere generell den schnellstmöglichen Ausstieg der Stadt aus der Hotel-Unterbringung.“ 

Frau Horitzky selbst hat übrigens kein moralisches Problem damit, als Politikerin, die die Geschicke der Stadt mitbestimmt, von der Not bei der Flüchtlingsunterbringung zu profitieren, und das zu nutzen, um sich die eigenen Taschen vollzustopfen.

„Das Hotel ist mein Beruf und damit meine Privatsache. Das andere ist mein ehrenamtliches Engagement in der CDU. Ich will für die Kölner was tun“, sagte die pfiffige Dame. Ich habe es bestimmt nicht des Geldes wegen gemacht.“

Nein, natürlich nicht. Aus reiner Barmherzigkeit, wie es sich für eine Christenmenschin gehört. Daher, Frau Horitzky, haben Sie ja auch nur 35 Euro pro Tag pro Person verlangt, was in fünf Jahren nicht mal zwei Millionen Euro macht. Also im Grunde kaum der Rede wert. Gerechnet ohne den zusätzlichen „Flüchtlingsraum“, der jetzt noch dazu kommt, weil das Restaurant umgebaut wird. Alles nur aus reiner Nächstenliebe, versteht sich. Ach, es geht doch nichts über unsere „christliche Union“. Was würden wir nur machen, wenn wir die nicht hätten?!

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Titelbild: Pixabay, CC0 Creative Commons

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