Was taugen dieser Bundestagspräsident, die Altparteien-Abgeordneten und „Qualitätsjournalisten“?

Ein Gastbeitrag von Axel Stöcker

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel habe alle Frauen, die ein Kopftuch tragen, als „Taugenichtse“ diskriminiert, meinte gestern unser amtierender Bundestagspräsident Wolfgang Abschottung lasse Europa in Inzucht degenieren Schäuble und erteilte ihr einen Ordnungsruf. Gegen diesen legte Frau Weidel Einspruch ein, über den der Deutsche Bundestag heute namentlich abstimmte. Hat Wolfgang das waren 100.000 Mark Schäuble Weidel absichtlich missverstanden respektive ihre Worte gezielt verdreht? Axel Stöcker geht den Dingen auf den Grund.

Bundestagspräsident Schäuble erteilt Alice Weidel einen Ordnungsruf

Bekanntlich herrscht seit dem 24. September 2017 wieder Leben im Bundestag. Das hat sich gestern ein weiters Mal bestätigt. Alice Weidel (AfD) eröffnete die Generaldebatte im Parlament mit einer Rede, über die man vieles sagen kann, aber sicher nicht, dass sie die Gemüter kalt gelassen hätte.

Von der Sozialpolitik über verschleierte Risiken im Haushalt zu Lasten späterer Generation (Target2-Salden) bis hin zur Migrationsproblematik wurden zahlreiche Themen angesprochen, die dringend auf die Agenda gehören. Doch steht zu befürchten, dass die Debatte darüber – wieder einmal – verschoben wird, weil hauptsächlich über einen Ordnungsruf diskutiert wird, den Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) der Fraktionsvorsitzenden der AfD erteilte.

Begründung: Frau Weidel habe in ihrer Rede die Formulierung „Kopftuchmädchen und sonstige Taugenichtse“ gebraucht und diskriminiere damit alle Frauen, die ein Kopftuch trügen. Selbst der eher sachliche Robin Alexander (Welt) kommentierte: „Das ist ja wirklich infam. Wie kann man denn Kriminelle und Frauen, die Kopftuch tragen, in einer Reihe nennen und dann sagen, das sind alles Taugenichtse?“

Was ist dran an dem Vorwurf?

Frau Weidel sagte:

„Doch ich kann Ihnen sagen, Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messer-Männer und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.“

Hätte sie die „Kopftuchmädchen“ tatsächlich zu den „Taugenichtsen“ zählen wollen, hätte sie aus dem ersten „und“ allerdings ein Komma machen müssen. Der Satz hätte dann so gelautet:

Doch ich kann Ihnen sagen, Burkas, Kopftuchmädchen, alimentierte Messer-Männer und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand (…) nicht sichern.

Hier wäre klar gewesen, dass sich die Bezeichnung „Taugenichtse“ auf die gesamte Aufzählung und damit auch auf die „Kopftuchmädchen“ bezieht. Durch das Einfügen des Wörtchens „und“ wird die Aufzählung allerdings unterbrochen oder, anders gesagt, aus einer Aufzählung werden zwei: Einerseits a) „Burkas“ und „Kopftuchmädchen“ und andererseits b) „Messer-Männer und sonstige Taugenichtse“, womit die Kopftuchträgerinnen nicht unter den Vorwurf der Nutzlosigkeit fallen. Nur eine Nuance, gewiss, aber wen das nicht überzeugt, der möge bitte eine andere Erklärung liefen, welche Funktion das Wörtchen „und“ an dieser Stelle erfüllen soll.

Fazit

Trotzdem ist der Satz bei oberflächlichem Lesen missverständlich und daher nicht sehr gelungen. Ebenso muss man seinen Inhalt und seine Wortwahl nicht uneingeschränkt goutieren. Möglich auch, dass es sich dabei um eine kalkulierte Provokation gehandelt hat. Kann man alles kritisieren. Wer aber behauptet, darin würden „Kopftuchmädchen“ als „Taugenichtse“ bezeichnet, ist entweder unehrlich oder er kennt die Feinheiten der deutschen Sprache nicht. Beides ist weder für Bundestagspräsidenten noch für Journalisten ein Ruhmesblatt. Und auch nicht für die Abgeordneten von CDU, CSU, SPD, FDP, Linkspartei und Grüne, die den Einspruch von Alice Weidel heute mit 549 zu 85 Stimmen bei 2 Enthaltungen ablehnten.

*

Zum Autor: Axel Stöcker, Jahrgang 1967, hat Mathematik und Chemie studiert und ist Gymnasiallehrer. Auf seinem Blog, die-grossen-fragen.com, arbeitet er sich an den großen Fragen zwischen Naturwissenschaft und Philosophie ab. Doch auch politische Verwerfungen stacheln ihn gelegentlich zu Kommentaren an.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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39 Antworten auf „Was taugen dieser Bundestagspräsident, die Altparteien-Abgeordneten und „Qualitätsjournalisten“?

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  2. Gerro

    Die Empörten sind Profis in der Anwendung der deutschen Sprache, weil sie es tagtäglich manipulativ praktizieren: Der sogenannte Merkelsprech.
    Deshalb kann man sagen:
    Die kennen die Feinheiten der deutschen Sprache und sind zusätzlich unehrlich.

    Idiotensicher sollte frau sagen:
    Doch ich kann Ihnen sagen, Burkas und Kopftuchmädchen zuhause, alimentierte Messer-Männer und sonstige männliche Taugenichtse werden unseren Wohlstand (…) nicht sichern.

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  3. Der Beurteiler

    „„Doch ich kann Ihnen sagen, Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messer-Männer und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.““

    Weidels Worte muss man im Kontext sehen und kann dies nicht mit deutschen Frauen vergleichen, die ein Kopftuch tragen. Es geht hier um „Flüchtlinge“, die als Schmarotzer unser Land ausnutzen und als Dankeschön häufig kriminell vorgehen. Schäuble hört offenbar schlecht, ist ja auch nicht mehr der jüngste Politiker!

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  4. Jojo

    Es wirkt so, als sollte Frau Weidel nicht ungeschoren davon kommen. Es sollte diese Rüge ein Verweis sein ihr deutlich zu machen, wer die Macht inne hat.
    Eigentlich nicht nur ihr, jedem der es anschaut.
    Es zeigt sich ja auch, dass sich die Mainstreammedien speziell hierauf konzentrieren.
    Rhetorische und kommunikative Schachzüge könnte man darin sehen.

    Nun denke ich nicht, dass Frau Weidel das nicht einkalkuliert hätte. Wäre es nicht dieses Wort gewesen dann ein anderes.

    Achso, eigentlich hat sie mEn eben nicht Kopftuchmädchen als Taugenichtse bezeichnet, ihre Aussage war dass nichts zum Wohlstand in D. beigetragen wird.

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  5. 300sel

    Egal ob absichtlich verdreht oder nicht: Entweder ist Wolfgang Schäuble zu alt oder steht zu sehr unter medikamentöser Behandlung oder sonstigen Drogen, um den Anforderungen seiner Aufgabe noch gerecht zu werden oder er ist ein boshafter alter Wicht, dem es an Respekt gegenüber Jüngeren und am Format, ja der Größe, den Job des Bundestagspräsidenten souverän auszufüllen, mangelt. Auf alle Fälle ist er seiner Aufgabe nicht gewachsen.

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    1. Anne

      Selbst wenn beim ersten Hören ein Missverständnis vorgelegen haben sollte, wurde die Rede ja aufgezeichnet. Insoweit konnten alle Abgeordneten sich das Gesagte noch einmal anhören, haben das sicher auch getan. CDU, CSU, SPD, FDP, Linkspartei und Grüne wollten aber wieder „gemeinsam Flagge zeigen“ gegen die AfD. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet.

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      1. Burks

        Frau Weidel hätte das „sonstige“ weglassen sollen, dann wäre es gerichtsfest gewesen. So sind Kopftuchträgerinnen „Taugenichtse“. Kennt Frau Weidel denn diese Kopftuchträgerinnen alle persönlich? Vielleicht sind auch welche dabei die gerne das Kopftuch ablegen würden und sich nur nicht trauen oder weil die zu Hause bedroht werden.

        Dem MdB Curio wäre das nicht passiert.

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  8. Letztes Aufgebot

    Die Aussage ist dermaßen klar formuliert, dass eigentlich keine Missverständnisse aufkommen dürften!
    Das sie einige missverstehen wollen, ist erbärmlich und zeugt ausschließlich von mangelnden Intellekt!
    Schön, dass Axel Stöcker es hier noch einmal leicht verständlich darlegt. Insbesondere für die Herrschaften, die in Bezug auf die deutsche Sprache unsicher sind. Wie z. B. ein Dr. (?) Wolfgang Schäuble.

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  9. Gerd Mäkel

    Man kann Weidel nur raten, wegen Verletzung ihrer Abgeordneten-Rechte aus Art. 38 GG das Bundesverfassungsgericht anzurufen.

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  10. Christian Fuchs

    ? selbstverständlich hat Schäuble recht. Das „und“ von Frau Waidel ist hier ein Junktor und keine untergeordnete Konjunktion. Seltsam darüber überhaupt zu sprechen, denn jede Metapher (Kopftuchmädel) hat ihre Fehler. Das Kopftuch in der deutschen Muselzene steht für das Ausdrücken der Zugehörigkeit einer bestimmten Gemeinschaft. Ich kann man mich noch über das Fisch statt Kreuz Gelaber vor 20Jahren erinnern. Schäuble ist hochintelligent und gebildet, auch wenn er ein De* (bayr.Umgangssprache) ist, er hat mit seinem Strohmann erfolgreich die neuen Konservativen vorgeführt (Thema Konjunktion statt Metapher). Schade das Frau Weidel immer noch auf beleidigte Leberwurst macht, ansonsten überzeugt mich diese Frau und bin froh über die Themen die Sie mit Leidenschaft vorträgt.

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    1. Palimpsest

      . Dr. Weidel hat mit dem Wort “ Kopftuchmädchen “ kene Metapher gebraucht , sondern rein deskriptiv das Erscheinungsbild von weiblichen Sozialstaatsbenutzern bekannter Provenienz exemplaisch erfasst. Fr. Dr. Weidel hat auch nicht “ Kopftuchmädel “ gesagt.
      Diese vorsätzliche Verfremdung wurde vom Siemens Chef Kaeser vorgenommen, um die AFD
      mit einem Naahhziiiiiii -Label versehen zu können.
      Mein Apell : Überlegen, ob die nächste Küche, das nächste Küchengerät, der nächste Staubsauger von Volksverhetzern und Feinden des deutschen Volkes gekauft wird.

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  11. Willi Wacker

    Ich sag´s mal mit Linu Ventura: „Den Dämlichen ist nichts dämlich genug“.

    Ein wiederholt offensichtlich abgekartetes Spiel der Altparteien.
    Diesmal „Inzest Verschwöhrungstheoretiker“ Schäuble als Stichwortgeber. Sonst ist es ja eher die allseits beliebte Vize „Deutschland du mieses Stück Scheisse“ C. Roth, die keine Gelegenheit auslässt ihr Amt zu missbrauchen um gegen die AfD zu agitieren…

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  12. xamterre

    Ich erlaube mir aus Schillers Ode an die Freude zu zitieren:
    Festen Mut in schweren Leiden,
    Hilfe, wo die Unschuld weint,
    Ewigkeit geschwornen Eiden,
    Wahrheit gegen Freund und Feind,
    Männerstolz vor Königsthronen –
    Brüder, gält‘ es Gut und Blut:
    Dem Verdienste seine Kronen,
    Untergang der Lügenbrut!
    Schließt den heilgen Zirkel dichter!
    Schwört bei diesem goldnem Wein,
    Dem Gelübde treu zu sein,
    schwört es bei dem Sternenrichter!

    Dr. Weidel hat Frauenstolz vor Königsthronen bewiesen:
    Den Ordnungsruf von Schäuble fasse ich als Ritterschlag auf!
    Oder wie das Sprichwort sagt: Nur getroffene Hunde bellen!

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  13. K. Faninger

    Der Schuss wird nach hinten losgehen. Eine bessere Publicity kann sich Frau Weidel nicht wünschen, weil sie schließlich die Wahrheit gesagt hat. Ich wünsche ihr jedenfalls viel Glück. Die Altparteien entsorgen sich selbst.

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  14. ruedigerengelhardt

    Ein sehr guter Kommentar von Axel Stöcker.
    Ich persönlich kann allerdings dem Fazit an einer Stelle nicht zustimmen:
    „Trotzdem ist der Satz bei oberflächlichem Lesen missverständlich und daher nicht sehr gelungen.“
    Wer der deutschen Sprache mächtig ist darf mit so einem Satz, selbst oberflächlich gelesen,
    keine Probleme haben.
    Wer allerdings der neuen Primitivsprache anhängt, Denglisch gemischt mit Gender in allen Farbvarianten, der wird immer Schwierigkeiten mit so einem Satz haben, in aller Regel aber beabsichtigt. Das Abstimmungsergebnis dürfte meine Ansicht unterstützen.
    Der Fehler war diese Rüge vom Mann mit dem großen Spendenkoffer anzufechten.

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    1. Palimpsest

      Fr. Dr. Weidel sollte bei nächster Gelegenheit im Deutschen Bundestag vom Rednerpult für die cerebral geschwächten Altparteiler, z. Teil ohne Schulabschluss – geduldig die Sprachfeinheiten erläutern.
      Danach im Anschluss den rügenden parteiischen Herrn Dr. Schäuble, den mit dem Köfferchen,
      zur Ordnung rufen und an seine Pflicht zur Neutralität gemahnen.
      Ob ihm das dann nahegeht, ist bei seinem Vorleben alledings fraglich.
      Und trotzdem muß dieser Vorgang coram publico am Ort der Tat gesühnt werden.

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  15. Christel Bachmann

    Das Abstimmungsergebnis ist m. E. reine Willkür, da sieht man mal wieder, welchen Geistes diese Politiker der Altparteien bzw. Blockparteien sind, denn Frau Dr. Weidel hatte ihnen mit ihrer Rede zuvor ja ordentlich eingeschenkt.

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    1. kdm

      Es erinnert auch in bissl an die Anfangszeit der Grünen in den Parlamenten,
      die wurden von den Altparteien ebenso mies behandelt.
      Nur statt „Alles Naz*s“ waren das damals latürnich „Alles Kommun*sten“.

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  16. 300sel

    Niemand hätte sich echauffieren können, wenn Alice Weidel das erste „und“ durch ein „sowie“ ersetzt hätte oder die Kopftuchmädchen ganz einfach aus ihrer Alliteration herausgelassen hätte. Ihre Rede war auch so wortgewaltig und ins Schwarze treffend genug. Ich gehe aber davon aus, dass die Provokation durchaus gewollt war. Die Öffentlichkeitswirkung ist entsprechend. Schade nur, dass dadurch der Rest ihrer m.E. brillanten Rede so in den Hintergrund tritt. Daran sieht man einmal mehr, wie hervorragend sich die Eröffnung von Nebenkriegsschauplätzen eignet, von den eigentlichen Problemen abzulenken. Daher ja auch die ganze Islamdebatte, während Deutschland an den Kosten seines feudalistischen Umverteilungssozialismus zu Grunde geht und die Demokratie gleich mit.

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  17. geggy01

    Also die Rede an sich ist ja schon sehr gut, die Stelle mit den Kopftuchmädchen dabei ist davon das beste weil sie in meinen Augen eine bewußte Provokation war und auch prima so geklappt hat, wenn man sich den Verlauf mal genauer anschaut.
    Phase 1
    Frau Weidel beginnt Ihre Rede als erstes. Ihr Tonfall ist ruhig und die Gestik passt gut und wir kommen zu der Stelle mit den Kopftuchmädchen.
    Phase 2
    Die Reaktion war schon vorhersehbar, die Empörung ist schnell vorhanden. Bei den Grünen braucht es ja sowieso nicht viel.
    Phase 3
    Frau Weidel beendet ihre Rede souverän und wird erst danach von Schäuble zur Ordnung gerufen. Hat wahrscheinlich erstmal selber überlegen müssen ob er jetzt einen Ordnungsruf ausspricht oder nicht.
    Phase 4
    Ordnungsruf wegen Kopftuchmädchen und sonstigen Taugenichtsen ist erteilt.
    Den Medien freuts haben sie ja gleich was zu schreiben über AfD und Diskriminierung von Frauen mit Kopftücher. Die Rede von Merkel interessiert gar nicht mehr so, weil die Schlagzeile mit der AfD mehr hergiebt.
    Phase 5
    Frau Weidel legt natürlich gleich Einspruch gegen den Ordnungsruf ein und klärt das ganze als Irrtum auf. So ist das nicht gemeint gewesen wenn man sich die Mühe macht mal den ganzen Satz in Ruhe durchzulesen. Man könnte sich zwar noch entschuldigen das ganze etwas unglücklich formuliert zu haben braucht man aber nicht läuft ja alles nach Plan.
    Phase 6
    Am nächsten Tag muss nochmal über den Einspruch entschieden werden und wird wie erwartet von den Altparteien abgelehnt.
    Insgesamt ein guter Plan, der auch sehr gut funktioniert hat. Die AfD wurde mal wieder missverstanden. Den schwarzen Peter haben die Altparteien inklusive Schäuble und man war für zwei Tage in den Medien präsent.
    Der Begriff Kopftuchmädchen hört sich auch nett und harmlos an. Soll ja auch Frauen mit Kopftuch geben gibt aber nicht so viel her als Mädchen.
    Das der Inhalt der eigentlichen Rede dabei etwas untergeht kann man so auch nicht sagen. Das Video gibt’s ja überall im Internet. Klicken sich Tausende von Nutzern rein weil sie ja neugierig geworden sind. Auch Leute die sich eigentlich wenig oder gar nicht für die AfD interessieren können dadurch auch erreicht werden.
    Der Ordnungsruf war wahrscheinlich nicht so geplant. Macht aber nichts ist sowieso nur eine Verwarnung und keine Strafe.
    Kam früher öfters mal im Bundestag vor. Herbert Wehner zum Beispiel hat stattliche 57 solcher Verwarnungen bekommen, bei Joschka Fischer waren es immerhin auch 12 Stück.

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    1. Ingrid Janzen

      Zu Phase 6 würde ich noch bemerken, die da alles ablehnen was die AFD einreicht, sind eine ungebildete Masse, die zu hilflosen Sklaven der Deutschen Bundesregierung gemacht wurden.

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    2. Palimpsest

      Volle Zustimmung. Fein systematisch aufgelistet und die Wirkmechanismen beschrieben.
      Und das war auch nötig.

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  18. Gabriele Kremmel

    Wenn Reden der AfD in den Medien nur dann erwähnt werden, wenn es Zwischenfälle zu vermelden gibt, dann hat ein Ordnungsruf ja auch einen gewissen Wert, egal ob er nun gerechtfertigt war oder nicht.

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  19. Carolus

    Dem Beitrag stimme ich voll und ganz zu;
    im Übrigen hätte Weidel, um auch die Kopftuchmädchen zu inkludieren, in aktuellem Genderdeutsch wohl sagen müssen: „… und sonstige Taugenichtse/*Innen …“ 🙂 (c Gitarero bei PP)

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  20. Volker Kleinophorst

    Streit um des Kaisers Bart. Was ist an dem Begriff „Kopftuchmädchen“ auszusetzen. Wie soll man die sonst nennen? In Harburg kurven die, ein Kind an der Hand, eines im Luxus-Kinderwagen und eines im Bauch, in Massen durch die Gegend. Diskriminierend ist das Kopftuch auch eher den „ungläubigen“ Frauen gegenüber, die man so als Huren markiert, während man selbst ja „Rechtgläubig“ ist. Provokativ gefragt: Warum sind Kopftuchmädchen keine „Taugenichtse“? Außer als Gebärmaschinen taugen sie zu nichts.

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  21. Jürg Casanova

    Wenn man sieht, wie sich die Abgeordneten der etablierten Parteien mit steinernen Mienen oder hochroten Köpfen oder auch mit demonstrativer Langeweile und Lachgrimassen den Reden der AfD-Leute, insbesondere jene der souveränen Alice Weidel anhören bzw. gezielt danebenhören, wundert es nicht, dass auch ein Herr Schäuble nicht richtig zuhört und in seiner präsidialen Arroganz meint, ein ungezogenes Kind massregeln zu müssen, ein alter Herr, der gut daran getan hätte, nach dem Desaster der letzten Wahl zurückzutreten und sein hohes Ruhegehalt zu geniessen. Er ist seiner Aufgabe nicht gewachsen, ebenso wenig wie Frau Roth, die überhaupt noch nie etwas Vernünftiges zustande gebracht hat und zumeist nicht einmal weiss, wovon sie spricht. Rechtsverdreher und Rechtsbeuger verstehen ihr Geschäft blendend, mit ihren Nebelpetarden von den wahren Problemen des Landes abzulenken.

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  22. Wolfgang Scharff

    Alice Weidel sagte:
    „Doch ich kann Ihnen sagen, Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem den Sozialstaat nicht sichern.“
    Daraus filtrierte die VK (Vereinigte Kloakenpresse), Abt. SPIEGEL folgendes Lügenzitat:
    „Kopftuchmädchen und andere Taugenichtse“
    – und überschrieb damit sogar einen Artikel.
    Wie primitiv!

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  23. Eichhörnchen

    die Meute darf Frau Weidel als Nazi-Schlampe bezeichnen. Darüber erregt sich keiner dieser Gutmenschen. ABer wenn sie „Kopftuchmächen“ sagt, heulen diese auf. Welches Wort ist wohl schlimmer? Und welches trifft wohl zu?
    Frau Weidel ist keine Nazi-Schlampe, aber die Kopftuchmädchen kann jeder sehen.

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    1. kdm

      Gemach, gemach…
      Vor drei, vier Jahrzehnten wäre sie nicht als Nazi-Schlampe sondern – z.B. als junge Grüne – als Kommunisten-Sau verunglimpft worden; so ändern sich die Zeiten und politischen Moden.

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  24. Pingback: Alice Weidel als Erstsprecherin in der Generalaussprache zum Bundeshaushalt (16.5.) | Kreidfeuer

  25. Udo der Schreckliche

    Der Satz von Frau Weidel war absolut zutreffend. Alle vorangeschriebenen Umdeutungsversuche sind Blödsinn; hermeneutische Verrenkungen mit dem Versuch das Gesagte im Nachhinein zu relativieren.
    Aber das ist gar nicht nötig.
    Die „Kopftuchmädchen“ sind nämlich tatsächlich religiös verbrämte Islamist**innen. Rückständige, bisweilen einfach gestrickte und vor allem einfältige Gebärmaschinen für den Islam. Also ist die Zuordnung zu den Taugenichtsen völlig korrekt.
    Politisch nicht korrekt, in der Sache aber absolut zutreffend.
    Auch wenn der geistig verwirrte Herr Schäuble schäumt, hat Frau Weidel nichts als die Wahrheit gesagt, dafür wird man heute eben abgestraft.
    So haben die Wähler entschieden.

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