Ich fürchte, an genau so eine Richterin werde ich geraten

Von Jürgen Fritz, Mo. 3. Sep. 2018

Wie mir mein Anwalt Dr. Christian Stahl mitteilte, fallen die Urteile in Facebookprozessen extrem unterschiedlich aus. Die Bandbreite der gerichtlichen Entscheidungen sei mittlerweile riesig, von sehr gut bis katastrophal schlecht. Offensichtlich ist es sehr davon abhängig, an welchen Richter man gerät. Sowohl hinsichtlich Kompetenz als auch Professionalität und politische Gesinnung, die nicht immer außen vor gelassen wird bei der Urteilsfindung, scheinen Welten zu klaffen. Hierzu passend zum Start in die neue Woche ein, wie ich finde, wunderbarer Witz, einer der besten, die ich kenne.

Der Witz

Gerichtsverhandlung: Szene in einem Gerichtssaal. Die nicht wenig grün-links angehauchte, besonders einfühlsame, aber nicht immer streng an der Logik orientierte Richterin stellt dem Gutachter, einem Mediziner, der als Zeuge vereidigt ist, im Kreuzverhör ein paar Fragen, und bekommt keine so recht passenden Aussagen, die den Angeklagten entlasten könnten.

Richterin: Herr Doktor, wie viele Autopsien haben Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn an Toten vorgenommen?

Arzt: Alle meine Autopsien nehme ich an Toten vor.

Richterin: Ach so, ja. Nun zu dem konkreten Fall. Erinnern Sie sich an den Zeitpunkt der Autopsie?

Arzt: Die Autopsie begann gegen 8:00 Uhr.

Richterin: War Herr Meier zu diesem Zeitpunkt schon tot?

Arzt: Nein, er saß auf dem Tisch und wunderte sich, warum ich ihn autopsiere. (Das hat die Richterin noch überhört.)

Richterin: Hmm. Herr Doktor, bevor Sie mit der Autopsie anfingen, haben Sie da den Puls gemessen?

Arzt: Nein.

Richterin: Haben Sie den Blutdruck gemessen?

Arzt: Nein.

Richterin: Haben Sie die Atmung geprüft?

Arzt: Nein.

Richterin: Ist es also möglich, dass Herr Meier noch am Leben war, als Sie ihn autopsierten?

Arzt: Nein.

Richterin: Wie können Sie da so sicher sein, Doktor?

Arzt: Weil sein Gehirn in einem Glas auf meinem Tisch stand.

Richterin: Hätte Herr Meier trotzdem noch am Leben sein können?

Arzt: Ja, das wäre in der Tat möglich, dass er noch am Leben war und irgendwo als Richterin bei Gericht tätig war.

Diese Antwort kostete den Arzt 3.000 Euro Strafe wegen Ehrenbeleidigung. Er hat sie wortlos, aber mit großer Genugtuung bezahlt.

Hoffentlich entpuppt sich die Realität nicht als Witz

Soweit also dieser köstliche Witz. Wollen wir hoffen, dass solche Richterinnen oder Richter noch die große Ausnahme bilden und ich in meinem Prozess an andere gerate.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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