Generalstaatsanwalt: In Chemnitz hat es keine Hetzjagden gegeben

Ein Gastbeitrag von Jörg Meuthen, Di. 4. Sep 2018

Die Wahrheit sei das erste Opfer des Krieges, sagt ein bekanntes, durchaus tiefsinniges Sprichwort. Mit der Wahrheit nehmen es unsere Regierung, die Parteien, die diese tragen und unterstützen, sowie die Massenmedien immer weniger genau. Ja mehr als das, während Immigranten aus zwei ganz bestimmten Kulturkreisen Woche für Woche ihre Opfer in der deutschen Bevölkerung finden, scheinen die zuvor Genannten nun ihr erstes Opfer gefunden zu haben. Doch gegen wen führen sie Krieg? Jörg Meuthen mit einigen mehr als interessanten Fakten.

Die Bundeskanzlerin behauptet öffentlich, in Chemnitz habe es „Hetzjagden“ und „Zusammenrottungen“ gegeben

Seit dem Messermord an dem Chemnitzer Familienvater Daniel H. ist der politisch-mediale Komplex Deutschlands außer Rand und Band. Allerdings nicht etwa vor Trauer und Betroffenheit über einen weiteren ermordeten Deutschen, der durch Asylbewerber aus dem noch jungen Leben gerissen wurde, sondern aufgrund von Panik vor den allzu berechtigten Protesten von hochgradig besorgten Bürgern. An die Spitze der Hysterie stellte sich relativ schnell die Kanzlerdarstellerin höchstpersönlich. Nicht auszuschließen, dass bei ihr gewisse Reminiszenzen an den Herbst 1989 wach wurden, in dem die Bürger im unterdrückten Teil Deutschlands gegen die SED und ihre Blockflötenparteien aufbegehrten und sich die Freiheit erkämpften.

Die damalige DDR-Presse schrieb in diesem Zusammenhang gerne von „Zusammenrottungen“, die es seinerzeit zum Entsetzen der SED vermehrt gab. Dieses Vokabular dürfte jener ehemaligen FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda namens Merkel durchaus noch geläufig sein; genau diesen Begriff hat Merkel nun vor einigen Tagen auch verwendet:

„Wir haben Videoaufnahmen darüber, dass es Hetzjagden gab, dass es Zusammenrottungen gab […].“

Frau Merkel, wie darf man das verstehen: Bürger, die sich zum grundgesetzlich garantierten Demonstrieren zusammenfinden, „rotten“ sich also in Ihrem politischen Weltbild „zusammen“?

Es gab gar keine Hetzjagden

Noch viel schlimmer aber ist, dass diese Frau von Hetzjagden sprach, die es gegeben habe. Auch unzählige Medien sendeten diesen schwerwiegenden Vorwurf in Endlosschleife, so dass weltweit ein Bild von Chemnitz als Hort der Finsternis entstand.

(Anmerkung Jürgen Fritz: Noch vehementer als Merkel selbst sprach Bundesjusitzministerin Katarina Barley, SPD, immer wieder von „Hetzjagden“, so sogar von „Menschenjagden“, nur weil einem andere „vom Aussehen her nicht passen“.)

Regelmäßige Leser meiner Seite werden sich erinnern: Als auch zwei Tage nach den vermeintlichen Vorfällen immer noch keine Videoaufnahmen zu sehen waren (außer einer wackeligen, nicht zuordenbaren Sequenz, getwittert von einem mutmaßlichen Antifanten), erlaubte ich mir an Frau Merkel die Frage zu stellen, wo denn nun die Beweisvideos jener Hetzjagden seien, von denen Merkel höchstpersönlich behauptete, ihrer Regierung lägen diese vor.

Seit dem Wochenende ist nun glasklar: Diese Aussage ist schlicht nicht haltbar – es gibt keine solchen Videos. Weil es nämlich gar keine Hetzjagden gab.

Exakt dies hat nämlich nun die sächsische Generalstaatsanwaltschaft auf Nachfrage klargestellt. Wolfgang Klein, der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen, gegenüber Publico:

„Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben“

(Anmerkung von Jürgen Fritz: Damit bestätigt Klein, was vorher schon die Polizei Chemnitz feststellte, außerdem der Chefredakteur der Freien Presse Torsten Kleditzsch, dessen Mitarbeiter am Sonntag das Geschehen beobachtet hatten, während keine überregionalen Teams unterwegs waren.)

Merkel und Illner verbreiten gezielt Fake News

Also keine einzige Hetzjagd. Vom Plural ganz zu schweigen! Mit anderen Worten: Merkel und unzählige Journalisten haben unser Land in den vergangenen zehn Tagen mit Fake News von erheblicher Tragweite überzogen. Und mehr noch: Im Prinzip wurde die gesamte öffentliche Diskussion zu Chemnitz auf Basis dieser vermeintlichen Hetzjagden geführt.

Nochmal für Merkel und ihre Unterstützer zum Mitschreiben: Es gab solche Hetzjagden NICHT! Die Meldung war schlicht und einfach frei erfunden, und Merkel hat sie dann den Deutschen als bare Münze verkauft.

Übrigens nicht nur Merkel, sondern beispielsweise auch Maybrit Illner. Noch am Donnerstagabend, als längst absehbar war, dass es keine Videos und eben auch keine Hetzjagd gegeben hatte, betitelte sie ihre jüngste Sendung (die selbstverständlich erneut ohne einen AfD-Politiker stattfand): „Hetzjagd in Chemnitz – Bewährungsprobe für den Rechtsstaat“Allein dieser Titel ist ein Skandal: Wie manch anderer trug er dazu bei, das Ansehen der traditionsreichen Stadt Chemnitz in der Welt in den Schmutz zu ziehen und tausende aufrechte Bürger zu diskreditieren.

Vielleicht sollte das ehemalige SED-Parteimitglied Maybrit Illner (eingetreten 1986 noch während des Studiums, ausgetreten im Wendejahr 1989) bei ihrer nächsten Sendung Abbitte leisten, und zwar bei den Sachsen im Allgemeinen, den Chemnitzern im Besonderen und überdies bei Millionen von zwangsbeglückten GEZ-Zuschauern, die durch den Titel dieser Sendung desinformiert wurden. Mit dem Zweiten sah man – Fake News.

ARD schiebt dem AfD-Trauermarsch völlig falsche Bilder zu von grölenden „Adolf Hitler-Hooligans“

Abbitte musste nun übrigens auch die ARD leisten: Sie hatte doch tatsächlich in die Tagesthemen vom Samstag, in welchem auch über unseren Schweigemarsch in Chemnitz berichtet wurde, Bilder eingebaut, die weder von diesem Schweigemarsch noch überhaupt vom Samstag stammten, sondern vielmehr vom vergangenen Montag – Bilder, auf denen grölende „Adolf Hitler-Hooligans“ zu sehen waren, die aber gar nichts mit einer Veranstaltung unserer Partei zu tun hatten. Ein „Irrtum“ sei hier passiert, sagt man bei der ARD. (Die Junge Freiheit berichtete darüber.)

Fake News aller Orten also in Deutschland – Merkel, Medien, Staatsfunk, alle mischen kräftig mit, wenn es darum geht, unsere aufrechte Bürgerpartei in eine Ecke zu stellen, in die sie nicht gehört.

Und sie verstehen einfach alle zusammen nicht, dass sie damit nicht weiterkommen: Laut INSA sind wir, die AfD, nun bereits mit einem Prozentpunkt Abstand vor der SPD zweitstärkste Kraft in Deutschland: 17 Prozent der Wähler würden uns nun ihre Stimme geben, Tendenz steigend. Zeit für das Ende der Fake News – und von Merkels Kanzlerschaft.

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Dieser Text erschien zuerst auf der Facebookseite von Jörg Meuthen. Einleitung (Teaser), Ergänzungen, Hervorhebungen, Zwischenüberschriften und Bildauswahl von Jürgen Fritz.

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Zum Autor: Prof. Dr. Jörg Meuthen ist studierter, promovierter und habilitierter Wirtschaftsswissenschaftler und Politiker. Seit Juli 2015 ist er einer von zwei Bundessprechern der AfD. Von Juli 2015 bis Oktober 2016 war er einer von drei Landessprechern der Partei in Baden-Württemberg. Er war Spitzenkandidat der AfD Baden-Württemberg für die Landtagswahl 2016 und ist seit Mai 2016 Landtagsabgeordneter, seit 2017 zusätzlich als Nachrücker Mitglied im Europaparlament. Bis zum November 2017 war Jörg Meuthen AfD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg.

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Titelbild: ZDF-Screenshot

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