Vertikalität: Aphorismen

(Jürgen Fritz, 24.07.2020) Der Kluge hält immer Ausschau nach einem Klügeren, von dem er lernen kann, und sucht dessen Nähe. Manchmal tut es auch ein ebenbürtiger oder leicht überlegener Kontrahent, der einem gestattet, an ihm zu wachsen. Die anderen sind zufrieden mit sich selbst und wollen so bleiben, wie sie sind (Basislager-Problem).

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Aphorismen zum Thema Gerechtigkeit

(Jürgen Fritz, 21.07.2020) Die schönste Frucht der Gerechtigkeit sei Seelenfrieden, meinte Epikur (341 v. Chr – 270 v. Chr.). Und Oscar Wilde ergänzte, es gebe nur eines, das schlimmer sei als Ungerechtigkeit: Gerechtigkeit ohne Schwert in der Hand. Wenn Recht nicht Macht sei, sei es Übel. Zwei kurze Anmerkungen zum Thema Gerechtigkeit.

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Aphorismen und Gedankensplitter

(Jürgen Fritz, 22.07.2018) Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein. Doch fürchtet er die Freiheit bisweilen und flüchtet vor ihr. Damit jedoch flieht er gleichsam vor sich selbst. – Hier weitere Aphorismen und Gedankensplitter von Jürgen Fritz.

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Historische Singularität

(Jürgen Fritz, 21.07.2020) Wir erleben derzeit etwas, was es wohl nie zuvor in der Menschheits-, ja überhaupt in der Naturgeschichte gab. Wir sehen eine Kultur, die mehr ist als das: eine Zivilisation, welche für hunderte Millionen so attraktiv ist, dass sie an den Früchten dieser Zivilisation, welche sie selbst hervorzubringen, nicht fähig sind, gerne partizipieren möchten. Diese Zivilisation hat aber zugleich einen Grad der Verfeinerung erreicht, dass sie nun gleichsam beginnt, sich nicht gegen das Unzivilisierte zu wenden, sondern gegen sich selbst. Wie ist das möglich? Wie konnte es soweit kommen?

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Eine trostlose säkulare Religion: die Greta-Apokalypse kennt keine Erlösung

(Alexander Meschnig, 28.09.2019) Wieder einmal hat die Stunde der Apokalyptiker geschlagen. Hysterie mischt sich mit der Lust an der Katastrophe (Balzac). Vor allem aber haben die totalitären Sozialisten im Klimagau ein neues Projekt gefunden, um alle Kräfte zum letzten großen Kampf zu mobilisieren um nichts Geringeres als die Rettung der Welt. Die Natur ersetzt gleichsam das Proletariat. Doch dies ist eine trostlose säkulare Religion, wie Alexander Meschnig wunderbar aufzeigt, eine ohne Aussicht auf Erlösung. Darum geht es den neuen Jakobinern aber auch gar nicht, denn in Wahrheit verfolgen sie ein ganz anderes Ziel, sind sie getrieben von etwas ganz anderem.

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Der tägliche Dummenfang: Zwei „Wissenschaftler“ haben herausgefunden, dass die AfD politische Ziele verfolgt

(Michael Klonovsky, 07.08.2019) Wissenschaftler betreiben in ihrem jeweiligen Bereich einen methodischen Prozess intersubjektiv nachvollziehbaren Forschens und Erkennens der Wirklichkeit. Ziel dieser methodischen Erforschung ist es, ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen hervorzubringen. Wissenschaft bezeichnet somit ein zusammenhängendes System von Aussagen, Theorien und Verfahrensweisen, das strengen Prüfungen der Geltung unterzogen wurde und mit dem Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist. Für diese höchst anspruchsvolle Tätigkeit werden Wissenschaftler von der Gesellschaft finanziert. Doch gibt es auch in diesem Bereich schwarze Schafe. Dazu ein Kommentar von Michael Klonovsky.

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Parteiensterben von seiner schönsten Seite? Es wird nur ein rotes Antiquariat aufgelöst

(Michael Klonovsky, 04.06.2019) „Der Umgang mit der scheidenden SPD-Chefin sorgt im Berliner Politikbetrieb für Entsetzen“, schwallt Spiegel online. „Von Scham und Schande ist die Rede.“ Scham – genauer: Fremdscham – war mein spontanes Empfinden bei jedem öffentlichen Nahles-Auftritt, vor dem ich Auge und Ohr nicht rechtzeitig in Sicherheit zu bringen vermochte, und eine Schande ist ja das halbe SPD-Personal, von Kahrs bis Schulz und von Maas bis an den Dämel, einschließlich des peinlich parteiischen Phrasendreschflegels Steinmeier – „Nicht der Mensch ist zu klein, das Amt ist zu groß“ (Montesquieu).

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Der Bruch mit der Zivilisation durch die Linken

(Michael Klonovsky, 26.05.2019) Der Begriff „Zivilisationsbruch“ ist im öffentlichen Gebrauch gemeinhin auf die Shoa beschränkt. Es gibt aber auch andere, unscheinbare Zivilisationsbrüche, gewissermaßen Haarrisse im zivilisatorischen Gefüge. Ein solcher geht nunmehr von einem Ort aus, der bislang als exemplarisch für den freien westlichen Geist galt: von der Harvard Universität. Michael Klonovsky berichtet und macht deutlich: Nicht nur Deutschland schafft sich ab, der gesamte Westen geht baden. Die großartigste Kultur aller Zeiten erdrosselt sich gerade selbst.

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Macron und Merkel werden fallen wie Kegel – Was mich betrifft, ich freue mich darauf

(Michael Klonovsky, 29.03.2019) Es kann sein, dass an den nächsten Wochenenden die Gelbwestenproteste richtig übel ausgehen. Der innenpolitisch auf dem letzten Loch pfeifende Macron hat das Militär gegen die Protestler aufgeboten. Dieser Beau, der seinen eigenen Laden nicht in Ordnung bringen kann, meldet die Führungsrolle in der EU an, die er in einen von Frankreich geführten, von Deutschland bezahlten und von ihm als Obergockel repräsentierten Bund umwandeln will. Er hat zwar außer Merkel und dem Trinker keine Verbündeten mehr, aber es verwundert schon, dass er auf der sogenannten europäischen Bühne nicht ausgelacht wird. Michael Klonovsky zu den Ereignissen in Frankreich.

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Michael Klonovskys Achermittwochsrede

(Dokumentation, 27.03.2019) „Hinten Willkommenskultur, vorne tolerant“, mit diesen knappen Worten beschreibt Michael Klonovsky in seiner Aschermittwochsrede die deutsche Fußballnationalmannschaft, pardon!, einfach nur: die Mannschaft. „Die besagte Mannschaft hat Deutschland noch besser repräsentiert als die drei letzten Bundestagspräsidenten. Keine Abschottung des Tores, keine gnadenlose Verteidigung des angeblich Eigenen, keine dumpfen Aggressionen, kein dummer Stolz, kein krankhafter Ehrgeiz. Stattdessen auch noch während des Spiels perfekt sitzende Frisuren. Ein wunderbares Abbild unseres Landes.“ Hören Sie hier Klonovskys komplette Rede.

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Die Hydra hat viele Köpfe, sie sind überall und wachsen permanent nach

(Michael Klonovsky & Jürgen Fritz, 14.03.2019) Anfang März gab Macron seine Vorstellungen einer zentralistischen EU zum Besten. Einige Tage später antwortete dann Alexander Gauland auf die Pläne Macrons in einem Gastkommentar in der Welt. Fast noch interessanter als diese Antwort waren die Reaktionen hierauf. Denn diese lassen tief blicken und zeigen, worum es denen, die seit langem die Hegemonie an sich gerissen haben, inzwischen ausschließlich geht. Michael Klonovsky und Jürgen Fritz berichten.

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Das große Ziel: die Herrschaft erwünschter Illusionen

(Michael Klonovsky, 18.02.2019) „Teuflisch ist, wer das Reich der Lüge aufrichtet und andere Menschen zwingt, in ihm zu leben. (…) Der Teufel ist nicht der Töter, er ist Diabolos, der Verleumder, ist der Gott, in dem die Lüge nicht Feigheit ist, wie im Menschen, sondern Herrschaft. Er verschüttet den letzten Ausweg der Verzweiflung, die Erkenntnis, er stiftet das Reich der Verrücktheit, denn es ist Wahnsinn, sich in der Lüge einzurichten.“ – Arnold Gehlen

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Philosophischer Start in den Tag: Die Rückkehr der Religion

(Aphorismen, 02.02.2019) „Als die Mauer fiel und der Ostblock zusammenbrach, war ich erleichtert, weil eine große Bedrohung verschwunden schien. Die Hoffnung von Francis Fukuyama, nun sei ‚Das Ende der Geschichte‘ erreicht, fand ich zwar voreilig, denn menschliche Irrtümer, Bosheit und Unvernunft kommen niemals an ihr Ende, ebenso wenig wie der technische Fortschritt und die natürliche Evolution. Aber nach dem Zusammenbruch des Kommunismus glaubte ich an das allmähliche Ende eines unaufgeklärten religiösen Glaubens und war der festen Überzeugung, dass alle großen Religionen irgendwann den Weg gehen, der für das Christentum durch die Reformation vorgezeichnet wurde: nämlich das Sichbeugen vor den Gesetzen der Logik und des wissenschaftlichen Denkens – mit der Folge, dass Religion immer abstrakter, immer entfernter und folglich auch immer gleichgültiger wird. Da hatte ich mich offenbar gründlich getäuscht.“ (Thilo Sarrazin)

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Philosophischer Start in den Tag: Der neue Totalitarismus

(Aphorismen, 01.02.2019) „Es gibt natürlich keinen Grund, warum der neue Totalitarismus dem alten gleichen sollte. (…) Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre einer, worin die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrschen, die gar nicht gezwungen zu werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben. Ihnen die Liebe zu ihr beizubringen, ist in heutigen totalitären Staaten die den Propagandaministerien, den Zeitungsredakteuren und Schullehrern zugewiesene Aufgabe.“ (Aldous Huxley, britischer Schriftsteller, 1894 – 1963, Vorwort zur Neuausgabe von Schöne neue Welt, 1946)

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