Merkel übernimmt politische Führung: Reproduktionsfaktor weiter nach unten drücken

(Dokumentation, 21.04.2020) Nach der Sitzung des Corona-Kabinetts gab Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin in einer Pressekonferenz zuerst eine Erklärung ab und stellte sich dann den Fragen der Journalisten. Merkel machte zum ersten Mal deutlich, was das Ziel der Bundesregierung ist: der Reproduktionsfaktor soll nicht nur bei knapp unter 1 gehalten werden, um ein erneutes exponentielles Wachstum zu verhindern, er soll vielmehr „möglichst bald“ weiter nach unten gedrückt werden. Denn man dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass „wir noch lange nicht über den Berg sind“. JFB dokumentiert die gesamte Mitschrift der Pressekonferenz, sowohl der Erklärung als auch der Fragen und Antworten.

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Warum so viele den Ernst der Lage bei der Corona-Pandemie unterschätzen

(Jürgen Fritz, 29.03.2020) „The greatest shortcoming of the human race is our inability to understand the exponential function“ (Die größte Schwäche der Menschheit ist ihre Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen), meinte der 2013 verstorbene Physiker Albert Allen Bartlett. Und in der Tat sind wir von der Evolution wohl nicht mit der Fähigkeit ausgestattet, uns exponentielles Wachstum vorstellen zu können. Liegt hierin vielleicht begründet, dass so viele nicht wirklich erfassen, inwieweit die Corona-Pandemie tatsächlich eine reale, ernsthafte Gefahr darstellt?

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Werden wir von Ignoranten und Begriffsstutzern regiert?

(Jürgen Fritz, 07.04.2021) Seit mehr als einem Jahr werden in der Coronakrise die gleichen Fehler immer und immer wieder begangen und das obschon von vielen Wissenschaftlern immer wieder erklärt wurde, wie die COVID-19-Pandemie funktioniert, wie sich SARS-CoV-2 ausbreitet und wie man es eindämmen kann. Somit stellt sich immer mehr die Frage: Werden wir von Ignoranten und Begriffsstutzern regiert? Rückblick auf ein ungeheuerliches Politikversagen.

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Corona: Deutschland überholt Italien und die USA im Sterben

(Jürgen Fritz, 10.01.2021) In Australien starben in den letzten sieben Tagen null Menschen an COVID-19. In Südkorea und in Japan waren es pro eine Million Einwohner drei, in Italien 56, in den USA 67, in Deutschland aber über 73, mehr als 10,4 pro Tag pro eine Million Einwohner. Das heißt, es sterben bei uns inzwischen jeden Tag im Schnitt 850 bis 900 Menschen an COVID-19, erstmals mehr als 6.000 in einer Woche. Beim Impfen jedoch gehören wir anders als beim Sterben nicht zur Spitzengruppe.

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Harter Lockdown ab Mittwoch: Das wird kommen

(Jürgen Fritz, 13.12.2020) Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der 16 Bundesländer haben angesichts der nicht fallenden, inzwischen sogar wieder steigenden Infektions- und Todesfallzahlen heute einen harten Lockdown beschlossen, der ab Mittwoch, den 16. Dezember in Kraft treten soll. Hier die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie im Überblick.

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Merkels emotionalste Rede: Ich glaube an die Kraft der Aufklärung

(Dokumentation, 10.12.2020) In der Generaldebatte des Haushaltsentwurfs für 2021 im Deutschen Bundestag hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern die vielleicht emotionalste Rede ihrer gesamten Kanzlerschaft. Deutschland müsse seine Stärken in der Pandemie bewahren. Mit Blick auf die Corona-Infektionszahlen appellierte sie erneut, Kontakte zu beschränken und die Empfehlungen der Wissenschaft ernst zu nehmen. JFB dokumentiert die gesamte Rede in Text, Bild und Ton.

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Wo der blinde, dumpfe Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen herkommt

(Jürgen Fritz, 09.11.2020) Was wir bei der COVID-19-Pandemie sehen, sind meines Erachtens zwei Dinge, die zusammen eine gefährliche, höchst brisante Mischung ergeben. Erstens versteht ein Teil der Bevölkerung diese Pandemie schlicht nicht. Manche können das kognitiv nicht erfassen, was unter anderem mit fehlenden mathematischen Grundlagen respektive fehlendem mathematischem Verständnis zusammenhängt. Es kommt aber ein zweiter entscheidender Faktor hinzu: Vertrauensverlust.

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COVID-19: Zahl der Todesfälle steigt auf über 750.000

(Jürgen Fritz, 14.08.2020) Ich möchte heute zunächst einmal eine Teil-Entwarnung geben, zugleich aber auch warnen. Wie das? Im folgenden werde ich versuchen aufzuzeigen, dass über eine dreiviertel Million Todesfälle zwar nicht wenig sind, bei ca. 7,8 Milliarden Menschen aber doch bei weitem viel weniger, als es zunächst den Anschein hat. Zugleich möchte ich erläutern, warum umgekehrt kein Anlass besteht zu völliger Sorglosigkeit oder gar der Auffassung, das Ding sei schon gelaufen. Das ist es leider noch nicht. Aber es ist auch weit weniger dramatisch, als wir das vor vier, fünf Monaten befürchten mussten.

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COVID-19: Strategiepapier des Bundesinnenministeriums

(Dokumentation, 06.04.2020) Seit Ende März gibt es ein Strategiepapier des Bundesinnenministeriums, das den Umgang mit der Corona-Pandemie beschreibt. Kein großes Medium hat das 17-seitige Dokument bisher komplett veröffentlicht, dessen Lektüre manch einen Leser umhauen dürfte. Diese Analyse ist aber insofern wichtig, weil sie verdeutlicht, in welcher Lage wir uns befinden. Schon im ersten Absatz des Papiers ist unter der Überschrift „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ zu lesen: Wenn nichts unternommen würde, wäre in Deutschland mit mehr als einer Million Toten allein in diesem Jahr zu rechnen. Nur in 2020. Plus unabsehbare Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. JFB dokumentiert das komplette Papier, um zu verdeutlichen, was eigentlich auf dem Spiel steht, was es zu vermeiden gilt.

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Der Weg aus der Coronakrise: Stellungnahme der vier großen Forschungsorganisationen

(Jürgen Fritz, 13.05.2020) In der Corona-Debatte ist immer wieder zu hören, die Fachwissenschaftler wären sich untereinander nicht einig, wie groß die Gefahr sei, die von dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ausginge, welches die richtige, die beste Strategie wäre, dieses einzudämmen. Doch das stimmt nur sehr bedingt. Die allermeisten Fachleute sind sich hier durchaus einig. So etwa die vier großen Forschungsorganisationen, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft. Ende April veröffentlichten diese eine gemeinsame Stellungnahme, wie die Corona-Epidemie konsequent eingedämmt werden kann.

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