Welcher Gott ist stärker?

(Jürgen Fritz, 14.04.2019) Fußballweltmeisterschaft. Endspiel. 89 Minuten sind vorüber. Es steht noch immer 0:0. Das Match ist hochklassig. Taktisch sind beide Mannschaften exzellent eingestellt. Vor allem in der Defensive und in der Laufarbeit liefern sie jeweils eine Meisterleistung ab. Auch technisch alles vom Feinsten. Das Einzige, was fehlt, ist das längst überfällige Tor, denn trotz der jeweils überragenden Defensivarbeit gab es doch einige sehr schön herausgespielte Torchancen, wenngleich noch keine zwingende. Jetzt aber in der 90. Minute schafft es die Mannschaft A, der Gastgeber der WM, sich in einem Konter durchzuspielen. Der Mittelstürmer von A läuft alleine auf den Torwart von B zu. Niemand ist mehr zwischen ihnen. Keiner kann den Stürmer von hinten mehr einholen.

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Märchen und Comics statt heilige Schriften, faire Sieger statt heilige Krieger und Verlierer

(Jürgen Fritz, 11.04.2019) Gebt euren Kindern keine „heiligen Schriften“ aus dem Morgenland zu lesen, sondern lest ihnen, wenn sie noch klein sind, Märchen vor. Gebt ihnen später Sagen und Comics zu lesen, zum Beispiel von DC und Marvel. Märchen, Sagen und Comics helfen, einen Sinn für richtig und falsch, für gerecht und ungerecht, für gut und böse zu entwickeln und zu schärfen. Und sie zeigen noch etwas auf.

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Die vier Sorten von Menschen: Erbauer, Bewahrer, Verluderer und Zerstörer

(Jürgen Fritz, 09.04.2019) In dieser Welt gebe es nur zwei Sorten Menschen, intelligente Menschen ohne Religion und religiöse Menschen ohne Intelligenz, meinte der arabische Dichter und Philosoph Abu’l-Ala-Al-Ma’arri (973 – 1057). Nun bin ich ja bekanntlich ein durchaus scharfer Kritiker all der religiösen Illusionen und Verblendungen, gleichwohl muss ich hier Abu’l-Ala-Al-Ma’arri widersprechen. Ganz so einfach sind die Zuordnungen und die Dinge nicht. Entscheidend ist letztlich etwas anderes und es gibt nicht nur zwei, sondern vier Sorten von Menschen.

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Was ist das Gute?

(Jürgen Fritz, 05.04.2019) Angenommen du hast ein Kind und möchtest es vor der Wirklichkeit der Welt schützen, da du befürchtest, dass es diese, zumal es ein sehr sensibles Kind ist, nicht aushalten, dass es an ihr zerbrechen könnte. Also erzählst du ihm von Anfang an Lügen. Nicht aus böser Absicht, sondern um deinen kleinen Schatz, der dir so sehr am Herzen liegt, ja welchen du mehr liebst als dein eigenes Leben, zu schonen, um ihn zu beschützen vor dieser schrecklichen, ja manchmal geradezu grausamen und ungerechten Welt.

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Mein Gott, ist das kompliziert und wirr mit diesem einen Gott

(Jürgen Fritz, 04.04.2019) Der Gott der Juden hat keinen Sohn. Der Gott der Araber auch nicht. Der Gott der Christen hat einen. Dieser soll zugleich irgendwie zu ihm dazugehören. Der Sohn soll göttlich und zugleich eine eigenständige Person sein, irgendwie aber doch nicht, weil es ja nur einen Gott geben darf. Da ist sich der Christ mit dem Juden und dem „gläubigen“ Araber zumindest im Grundsatz einig. In vielen anderen Punkten sind sich die drei aber völlig uneins. Von dem einen Gott wird dies behauptet, von dem anderen das und von dem dritten wieder etwas anderes. Zugleich behaupten alle drei, es gebe nur einen. Wie passt das alles zusammen? Oder passt es gerade nicht zusammen? Gehen wir den Dingen doch mal auf den Grund.

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Wird ein wahrer Satz erst durch seinen Beweis wahr?

(Jürgen Fritz, 31.03.2019) „Nicht darum nämlich, weil unsere Meinung, du seiest weiß, wahr ist, bist du weiß, sondern darum, weil du weiß bist, sagen wir die Wahrheit, indem wir dies behaupten“, analysierte Aristoteles messerscharf. In diesem einen Satz stecken viele Erkenntnisse, zum Beispiel eine über den Ort der Wahrheit, wo diese überhaupt zu finden ist: a) in unseren Meinungen über das Sein, die wahr oder falsch sein können, und b) in unseren Behauptungen über das Sein, für die das Gleiche gilt. Ein wahrer Satz beschreibt die Wirklichkeit richtig, hat also – eine Einsicht, die in einigen modernen Wahrheitstheorien verlustig gegangen ist und das mit schwerwiegendsten Folgen – einen Bezug zur Realität. Doch welcher Art ist die Beziehung zwischen Wahrheit und Beweis dieser? Wird ein wahrer Satz erst durch seinen Beweis wahr?

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Die sechs Säulen des Islam und seiner Ausbreitung

(Jürgen Fritz, 30.03.2019) Der Islam gilt als eine der großen „Weltreligionen“ und zwar diejenige solche, die bezogen auf die Anzahl ihrer Anhänger mit großem Abstand am schnellsten wächst, doppelt so schnell wie alle anderen Weltreligionen. Worauf zielt der Islam letztlich aber überhaupt ab und wie versucht er dieses Ziel zu erreichen? Welche Rolle spielt dabei insbesondere der Dschihad und welcher Säulen bedient sich dieser? Eine strukturelle Tiefenanalyse.

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Die ideologisch Verblendeten

(Jürgen Fritz, 28.03.2019) Manches könne uns nur dann blenden, wenn wir schon verblendet sind, meinte der deutsche Dichter und Aphoristiker Peter Sirius. Was aber, wenn just jene Verblendete sich selbst für Erleuchtete, alle anderen aber für das halten, was sie selbst sind? Gibt es ein Kennzeichen, woran man insbesondere ideologisch Verblendete erkennen kann und ist diesen irgendwie beizukommen oder sind sie letztlich unwiederbringlich verloren?

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Warum die geistig offene Gesellschaft sich nach außen schützen muss

(Jürgen Fritz, 22.03.2019) Kennen Sie das: jemand hat etwas für sich innerlich als gut oder schlecht bewertet und möchte nun überhaupt nichts sehen oder hören, was sein einmal gefasstes Urteil in Frage stellen könnte? Gegen jedes andere Urteil, gegen alle Fakten und Argumente kapselt er sich regelrecht ab und würde am liebsten allen, die seine Sicht in Frage stellen, den Mund verbieten, um selbst nicht hören zu müssen. Wo rührt dieses Muster her, was liegt ihm im Innersten zu Grunde und inwiefern ist dies eine riesige Gefahr für die geistig offene Gesellschaft?

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Die Rückkehr der Religion und die Heimsuchung Westeuropas aus dem Süden und Südosten

(Jürgen Fritz, 20.03.2019) Ein alterndes Europa, dessen Immunabwehr gegen das Fremde von unten viel geringer ist als die dortige Abwehr gegen alles von oben. Demografische Gewichtsverschiebungen von ungeheurer Dynamik, wie sie die Welt selten, wenn überhaupt je gesehen hat. Wird die muslimische, weibliche Gebärmutter, die fast vollständig von muslimischen Männern kontrolliert wird, über das europäische, männliche Gehirn, die Biologie über den Geist siegen, weil die Europäer im Schuldkult und Selbstzweifeln zergehen, sich mehrheitlich gar den eigenen Untergang herbeisehnen?

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15 Stufen des Geistigen

(Jürgen Fritz, 16.02.2019) Ein mittelmäßiger Tischtennisspieler käme kaum auf die Idee, von einem sehr guten Spieler zu verlangen, er solle mit ihm ein Match bestreiten, dabei aber nicht auf seinem normalen, sondern auf dem Niveau des mittelmäßigen Spielers zu spielen. Das wäre absurd und das leuchtet den meisten sofort ein. Doch wie ist es im geistigen Bereich? Wie ist es im Bereich des Diskutierens und Argumentierens? Sind Argumente nicht universell gültig oder ist es hier im Grunde doch auch ähnlich, weil der sehr viel Schwächere an die Bälle des sehr viel besseren Spielers  gar nicht herankommt?

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Im Anfang war der präzise Gedanke

(Jürgen Fritz, 12.02.2019) Präzises Sprechen hat zur Voraussetzung präzises Denken. Ohne dieses ist jenes nicht möglich. Wer präzise denkt, kann beides, er kann genau und ungenau, zum Beispiel poetisch oder einfach so dahin sprechen. Wem die Präzision im Geiste fehlt, der kann nur eines: ungenau sprechen. Und noch eines kommt hinzu …

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Philosophieren bedeutet Widerstand leisten

(Jürgen Fritz, 10.02.2019) Philosophieren und seine Gedanken der Öffentlichkeit aussetzen, bedeutet, sich dem ehernen Gesetz von Angebot und Nachfrage zu widersetzen. Es bedeutet, nicht das anzubieten, was nachgefragt wird, sondern das zu sagen respektive schreiben, was gesagt werden muss. Es bedeutet, aus einer anderen Sphäre zu sprechen. In diesem Punkt ähnelt es der Kunst.

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