Der Feminismus der dritten Welle ist ein sophistischer Existenzialismus

(Claudia Simone Dorchain, 28.04.2020) Magische Sprechakte und das Postulat des Willens: Feminismus stand ursprünglich für gleiche Menschen- und Bürgerrechte der Frau. Auf die politischen Forderungen folgte in einem zweiten Durchgang die Zielsetzung der Gleichstellung auch im beruflichen und privaten Bereich. Die dritte Welle des Feminismus aber basiert auf zwei philosophisch sehr fragwürdigen Traditionen, die keine substanziell haltbaren Konstrukte darstellen: dem Existenzialismus und der Sophistik, so dass die dritte Welle des Feminismus keine Grundlage hat und sich nicht mehr in der Tradition einer aufgeklärten Reflexion und humanistischer Ziele bewegt, wie die Philosophin Claudia Simone Dorchain deutlich macht.

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Albert Camus: Mit Sisyphos gegen das Absurde

(Stefan Groß-Lobkowicz, 23.02.2020) „Etsi deus non daretur“ – zu Leben als ob es Gott nicht gäbe. Für Dietrich Bonhoeffer war es die Lebensmaxime eines bekennenden Christen. Für Albert Camus, den Denker des Absurden, ist es die Herausforderung des Lebens, das in einer sinnlosen Welt nur die Revolte proben kann, dem aber alle metaphysischen Rückversicherungen unmöglich bleiben. Stefan Groß-Lobkowicz setzt gegen den Terror von Hanau Camus‘ menschliche Wärme: Im Anblick der Grausamkeiten dieser Welt bleibt Camus‘ menschliche Wärme und zündet Kerzen an, wo das Absurde in die Brunnenstuben des Bösen gestiegen ist und die Gesellschaft an den Grundfesten erschüttert.

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