Das Geheimnis der höchsten Göttin

(Jürgen Fritz, 07.11.2018) Die Göttin der Vernunft, von den Griechen Athene, den Römern Minerva genannt, zwar schon erahnt, aber noch nicht gänzlich erkannt, steht weit über allen anderen Göttern, auch wenn drei von diesen, von denen ein jeder behauptet, er wäre der einzige überhaupt, zwei sogar höchst aggressiv danach trachten, alle Erdlinge unter ihre Gewalt zu bringen, auf dass sie nur noch ausschließlich vor ihnen auf die Knie sinken, und die sich gegenseitig bekämpfen. Zwar spricht die höchste Göttin stets nur mit leiser Stimme, daher können sie nicht alle gleich gut vernehmen, weil der Erdlinge Gehör sehr unterschiedlich ausgeprägt, gleichwohl ist sie doch die mächtigste, vor allem aber die edelste und reinste von allen. Doch was ist nun ihr Geheimnis?

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Wo die Toleranz des Humanisten im Gegensatz zu der des Idioten endet

(Jürgen Fritz, 26.10.2018) „Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.“ – „Suche nicht andere, sondern dich selbst zu übertreffen.“ – In diesen beiden Zitaten von Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.) kommen die beiden Momente des Humanismus wunderbar zum Ausdruck. Doch was genau bedeutet Humanismus im Gegensatz zur Humanität und zum Humanitarismus und wo endet die Toleranz des Humanisten gegenüber der des Idioten?

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Die Traumtänzer und die Querulanten

(Jürgen Fritz, 11.10.2018) Man stelle sich folgende Situation vor, dann bekommt man in etwa einen Begriff, in welcher Situation wir uns befinden: Auf einem Schiff bekommen einige Matrosen von der Kapitänin persönlich, die sich zuvor mit ihren höchsten Offizieren beraten hat – kein einziger von diesen widersprach klar und deutlich -, den Befehl, sie sollen mehrere Löcher in den Schiffsboden schlagen, so dass Wasser ungehindert eindringen kann. Gesagt getan. Die Matrosen schlagen das eigene Schiff leck, das Wasser strömt nur so ein. Die Mannschaft und die Passagiere des Schiffes aber jubeln zum Großteil und freuen sich über das eindringende Wasser, ja führen regelrechte Freudentänze auf. Zumindest anfangs.

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Die Anfänge der Hochkultur: Wie alles begann

(Jürgen Fritz, 05.10.2018) Mit dem Entstehen der ersten Hochkulturen wird der Übergang vollzogen von der Ur- zur Weltgeschichte. Die ersten Hochkulturen entwickelten sich an Flüssen. Vor ca. 10.000 Jahren werden erstmals nomadisierende Sammler und Wildbeuter zu sesshaften Fischern, Viehzüchtern, Ackerbauern und schließlich seit rund 5.000 Jahren zu Hochkulturschaffenden. Wie alles anfing.

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Adieu, Charles Aznavour!

(Jürgen Fritz, 02.10.2018) Fast 200 Millionen verkaufte Platten weltweit. In über 70 Filmen wirkte er mit, unter anderem in Truffauts „Schießen Sie auf den Pianisten“. Er war der Altmeister des Chanson, Liedtexter, Komponist und Filmschauspieler. Daneben war er armenischer Botschafter in der Schweiz und ständiger Vertreter Armeniens bei den Vereinten Nationen in Genf. Gestern verstarb die Stimme Frankreichs im Alter von 94 Jahren.

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2045: Das Jahr der Apokalypse?

(Michael Nitsche, 22.09.2018) Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Diese Grundfragen des Seins beschäftigen Menschen seit Jahrtausenden. Jeder dystopisch-literarische Text oder Roman hat zum Ausgangspunkt die Apokalypse, eine globale Katastrophe der Menschheit. Wobei die Warnung vor solchen Untergangsszenarien ja immer in der Hoffnung geschieht, diese doch noch abwenden zu können. Michael Nitsche erklärt, warum 2045 ein Schlüsseljahr sein könnte, beschreibt eine sehr realistische Apokalypse und vollzieht dabei den Übergang von der dystopischen Vision, also einer solchen mit negativem Ausgang, hin zur Utopie einer schöneren Welt.

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Adieu, Daniel Küblböck, ich schicke Dir ganz viel Liebe!

(Eva Herman, 20.09.2018) Daniel Küblböck ist offenbar tot. Es heißt, er sei wohl von einem Luxus-Kreuzfahrtschiff ins Meer gesprungen. Die Sucharbeiten wurden eingestellt. Man hatte über 4.000 Quadratkilometer des Meeres abgesucht, doch man fand ihn nicht. Ich habe Daniel Küblböck persönlich kennengelernt und mir ein eigenes Bild von ihm gemacht. Eva Herman mit sehr einfühlsamen Abschiedsworten, die einem unter die Haut gehen.

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Kommt raus, kommt raus, wir kämpfen für unser Land – Hand in Hand für den Widerstand

(Julia Juls, 16.09.2018) „Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen. – Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist. Wenn das gewährt ist, folgt alles weitere. – Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten, wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit. – Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit. – Das wirklich beängstigende am Totalitarismus ist nicht, dass er Massaker begeht, sondern dass er das Konzept der objektiven Wahrheit angreift … – In Zeiten globalen Betrugs gilt es als revolutionäre Tat, wenn man die Wahrheit sagt.“ – George Orwell

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Prometheus

(Jürgen Fritz, 16.09.2018) Auf Zeus‘ Befehl schuf Prometheus Menschen und Tiere. Als aber Zeus sah, dass der Tiere weit mehr waren als der Menschen, befahl er ihm, einige Tiere zu Menschen umzuformen. Prometheus tat wie ihm geheißen, und so kommt es, dass mancher zwar eine menschliche Gestalt hat, aber eine tierische Seele. – Aesop, um 550 v. Chr.

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Da braut sich was zusammen

(Jürgen Fritz, 09.09.2018) „Ich bin froh, dass du es bist, der mich umbringt“, sagt die 17-Jährige. „Es tut mir sehr leid, dass ich dich offensichtlich irgendwie gereizt oder verärgert habe“, fügt sie hinzu. „Wahrscheinlich war ich zu wenig aufmerksam ihm gegenüber“, denkt sie sich. „Bestimmt hat er sich etwas gewünscht und ich habe es nicht gleich bemerkt, bin dem Wunsch nicht schnell genug nachgekommen oder habe ihm zu wenig Beachtung geschenkt. Das wird ihn gekränkt haben.“ Aber dann befällt die Sterbende doch noch eine Sorge.

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Wie die Flüchtlingskrise falsche Freunde entlarvt

(Jürgen Podzkiewitz, 26.08.2018) Während ich heute, am 24. August 2018, spätabends gemütlich vor dem Computer sitze, war es vor exakt 26 Jahren um die gleiche Zeit doch eher ungemütlich für mich. Rostock-Lichtenhagen, Sonnenblumenhaus. Überall Rauch, Feuerschein, der durch die Fenster drang, Gejohle des entfesselten Pöbels vor dem Haus. Vietnamesen rannten hektisch und panisch durch die Flure. Sie hatten Angst um ihre Familien. Einer von Ihnen hatte eine Axt gefunden. Wir, das ZDF-Fernsehteam, versuchten in dieser Prähandyzeit über ein monströses Funktelefon Hilfe herbeizurufen. Ich war der Kameramann, meine damalige Freundin moderierte im Fernsehen das Geschehen, ohne zu wissen, dass ich ebenfalls im Haus festsaß.

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Asylanspruch für Ausländer: noch zeitgemäß?

(Jürgen Fritz, 07.08.2018) Politisch Verfolgte haben das Recht, in anderen Ländern Asyl zu suchen, heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diese verpflichtet aber keinen Staat, Verfolgten auch tatsächlich Asyl zu gewähren. Eine solche Verpflichtung kann es, abgesehen von der rechtlichen Seite, welche ja immer Ausfluss der Moralvorstellungen bzw. Moralerkenntnisse der Zeit ist, aus ethischer Sicht auch gar nicht geben. Weshalb nicht?

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Schach für Weiß

(Michael J. Glück, 02.08.2018) „Du mußt steigen oder sinken, Du mußt herrschen und gewinnen, Oder dienen und verlieren, Leiden oder triumphieren, Amboß oder Hammer sein“, heißt es in Goethes Cophtischem Lied. Doch Weiß hat aufgegeben, Hammer zu sein. Aus der Sicht kritischer Soziologen sind die meisten Nachkriegs-Deutschen regelrecht dehostilisiert, „entfeindet“. Die Immigranten sind es in aller Regel nicht.

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Der Fall des Lars Steinke, der nicht zum Fall der AfD werden sollte

(Jürgen Fritz, 02.08.2018) Claus Schenk Graf von Stauffenberg sei kein Held gewesen, sondern ein „Verräter, der bereit war, Millionen von Leben zu riskieren und zu opfern – ohne erkennbaren Nutzen für das deutsche Volk“, soll ein junger AfD-Politiker in Niedersachsen auf seinem Privataccount auf Facebook geschrieben haben. Der 20. Juli 1944 wäre „kein Glanzstück“ gewesen, sondern „der beschämende Versuch eines Feiglings, die eigene Haut vor dem kommenden Sieger zu retten“. Wer ist der, der solches notierte? Hat er es wirklich geschrieben und wenn ja, was ist davon zu halten? Vor allem aber: Was bedeutet das für die AfD?

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