Sicario: eine Allegorie auf den Zustand der westlichen Welt?

(Jürgen Fritz, 15.08.2021) In Sicario tritt die Haupt- und Identifikationsfigur, die idealistische FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) eine Reise ins Herz der Finsternis an. Dabei droht sie, jede Orientierung zu verlieren. Vor allem in der Figur des ehemaligen kolumbianischen Staatsanwaltes und jetzigen Auftragskillers (Benicio del Toro) stellt sich ihr immer mehr die Frage, wie weit man gehen darf, um das Böse zu bekämpfen. Eine Allegorie auf den Zustand der westlichen Welt?

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Moderne Grundlegung des Begriffs der Nation durch Emmanuel Joseph Sieyès

(Jürgen Fritz, 13.08.2021) Emmanuel Joseph Sieyès‘ Schrift Qu’est-ce que le Tiers État? (Was ist der Dritte Stand?) vom Januar 1789 ist bis heute die auflagenstärkste politische Flugschrift aller Zeiten. Sie gilt als programmatisch für den modernen Begriff der Nation, da Sieyès darin alle Menschen, gleich welcher Herkunft, die sich den Idealen der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – verpflichtet fühlen, dem dritten Stand = der Nation zurechnet.

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Die zehn Gebote der postmodernen Sozialisten

(Jürgen Fritz, 06.08.2021) Merke: 1. Frau = gut, divers/nicht-binär/genderqueer = sehr gut, Mann = nicht so gut, es sei denn, er ist ein Feminist und zwar ein moderner Feminist (dritte Welle), kein klassischer (erste und zweite Welle) oder er ist homosexuell, wenigstens aber bi und genderqueer-affin und zeigt das auch täglich in seinem Verhalten. 2. Heterosexuell = …

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Die Klimasekte

(Jürgen Fritz, 22.07.2021) In archaischen Zeiten „erklärten“ die Priester Naturkatastrophen als Strafen der Götter. Seit der jüdischen Erfindung, ihrer christlichen Umformung und der Migration dieser Vorstellungen – beginnend mit Paulus, später durch Mönche – nach Europa, wo bis dahin solch monokausales Denken eher fremd war, waren die Naturkatastrophen dann im Mittelalter, bis hinein in die frühe Neuzeit eine Strafe des einen und einzigen Gottes, also dieser aus dem …

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Wahrheit oder Gefühl – Wie die Herrschaftsverhältnisse sich immer weiter verschieben

(Jürgen Fritz, 13.07.2021) Die meisten Menschen interessiert nicht so sehr, was der Fall ist, sondern sie interessiert vor allem und zuallererst, welche Vorstellungen ihnen angenehm sind, welche ihnen in irgendeiner Weise wohltun und Vorteile verschaffen. Wahrheiten, die dieses Kriterium erfüllen, sind willkommen, die anderen nicht, genauso wie Unwahrheiten einmal willkommen sind, das andere mal nicht, gemessen an dem gleichen Kriterium.

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Die Schlüsselfrage in der Migrationsproblematik, die keiner stellt

(Jürgen Fritz, 28.06.2021) Die in der Migrationsproblematik entscheidende Frage wird quasi von keinem gestellt: Ist derjenige, der Einlass begehrt und in die Gemeinschaft aufgenommen werden will, die ihm seine Menschenrechte zugesteht und achtet, die ihm ein Maß an Sicherheit bietet, wie er das noch nie erleben durfte und wie er das natürlich auch gerne hätte, die ihm auch ungeahnte ökonomische Aussichten bietet, welche zum Großteil überhaupt nur …

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Was unterscheidet psychisch gestörte Europäer von Gestörten aus zwei anderen Weltregionen?

(Jürgen Fritz, 27.06.2021) Psychisch Gestörte gibt es in jeder Gesellschaft, wenn auch nicht gleich oft. Die Schlüsselfrage dürfte sein: Was machen psychisch gestörte Europäer und was machen Gestörte aus zwei ganz bestimmten anderen Weltregionen? Und wie oft machen sie das jeweils? Das wäre gleichsam die Faktenfrage: Was ist tatsächlich der Fall? Und wenn es hier empirisch feststellbar sehr gravierende Unterschiede gibt, wenn dies …

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Warum „Allah“ nicht mit „Gott“ übersetzt werden sollte

(Jürgen Fritz, 26.06.2021) Ich bitte alle Übersetzer und auch alle Journalisten, „Allah“ nicht in „Gott“ zu transformieren. Denn dies ist nicht nur nicht richtig, es ist irreführend und wirkt verschleiernd statt erhellend. Ich will auch gerne begründen, warum dem so ist. Dazu müssen wir ein wenig in die Grundlagen der Sprachphilosophie und der Logik eintauchen, insbesondere in die Prädikationstheorie, welche grundlegend ist für die Linguistik.

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Ethik: ein Überblick

(Jürgen Fritz, 21.06.2021) Ethik oder Moralphilosophie könnte man umschreiben als die rationale, kritische Überprüfung der Legitimität von moralischen Geltungsansprüchen. Sie ist mithin die Wissenschaft, welche als Untersuchungsgegenstand die Moral hat, ähnlich wie die Rechtsphilosophie das Recht oder die Religionsphilosophie die Religion. Hier ein erster Überblick über die Bereiche der Ethik.

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Zum Evidenzbegriff

(Jürgen Fritz, 08.06.2021) Was versteht man eigentlich unter Evidenz? In jüngerer Zeit hat sich in bestimmten Wissenschaftszweigen eine andere, teils gegensätzliche Wortbedeutung als traditionell in der Philosophie etabliert: In Medizin, Pharmazie und Wissenschaftstheorie wird unter Evidenz der empirische Nachweis für einen Sachverhalt oder eine Behauptung verstanden. In der Philosophie bezeichnet Evidenz dagegen klassischerweise etwas anderes.

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Nicht Pädophilie, sondern: Störung der Sexualpräferenz

(Jürgen Fritz, 04.06.2021) Noch immer wird von „Pädophilie“ gesprochen, der Ausdruck stammt von einem Psychiater aus dem späten 19. Jahrhundert. Dabei ist dieses Wort denkbar ungeeignet zu beschreiben, worum es hier tatsächlich geht. Denn mit Philia, der Freundesliebe, hat das, was hier geschieht, ja gerade nicht zu tun. Doch gehen wir den Dingen ein wenig auf den Grund.

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Gleichberechtigung – Gleichwertigkeit – Gleichstellung

(Jürgen Fritz, 29.05.2021) Gleichberechtigung, gleich wertvoll (Gleichwertigkeit) und Gleichstellung sind drei verschiedene Dinge, drei verschiedene Begriffe. Altlinke, denen wir die Errungenschaften der Aufklärung, die universalen Menschenrechte, die freiheitliche Demokratie, die Abschaffung der Ständegesellschaft mit ihren privilegierten Ständen (Klerus und Adel), das weltweite Verbot der Sklaverei und vieles mehr zu verdanken haben, kämpften für Gleichberechtigung.

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Der erzwungene Kuss

(Jürgen Fritz, 25.05.2021) … der nicht einfach so flüchtig dahingeküsst wird, sondern der, in dem etwas aufblitzt, in dem etwas zum Ausdruck kommt, in dem etwas sich Gestalt verschafft, in dem etwas berührt wird, was seinen Grund in der Tiefe hat. Dies hat übrigens durchaus mit Philosophie zu tun, denn ein Kuss wie dieser hier zieht uns ganz tief in eine andere ontologische Dimension, die unserer Gefühle, unserer Innenwelt.

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