Jamaika wird kommen – vier zum Regieren verdammt

Von Jürgen Fritz

Das Wahlergebnis liegt vor. CDU/CSU haben schwer federn lassen müssen. Fast 9 Prozent Verluste. Die SPD will und kann nicht mehr. Ist völlig am Ende. Also müssen jetzt FDP und Grüne ran, sich mit CDU und CSU irgendwie arrangieren, ja sind zum Regieren verdammt. Aber kann das gut gehen und vier Jahre halten?

flag-34591

Eine historische Zäsur und riesige Chance

Der 24. September 2017 war eine historische Zäsur. Unser Land wird sich ab nun über Jahre und Jahrzehnte vollkommen verändern. Das Abdriften in den schlimmsten Totalitarismus, den die Welt jemals gesehen hat, in die völlige Entmachtung des Volkes, die Degradierung freier Staatsbürger in Arbeitsameisen und entkultultivierter Konsumente, in den schleichenden Abbau der Demokratie, des Rechtsstaates, der Grund-, Bürger- und Menschenrechte für das eigene Staatsvolk, der Verrat der eigenen einzigartigen europäischen Kultur ist noch längst nicht gestoppt und vom Tisch. Aber seit gestern besteht zumindest wieder die Chance, dass doch noch nicht alles verloren ist, respektive diese ist drastisch gestiegen. Doch wie wird es jetzt kurzfristig weitergehen?

Die SPD völlig am Ende

Die SPD muss aus der Regierung raus. Die einstige 40-, 45-Prozent-Partei ist inzwischen auf 20,5 Prozent gefallen. Noch eine GroKo und es bestünde die Gefahr, dass es Richtung 15 Prozent ginge und die AfD schon beim nächsten Mal deutlich an den „Sozialdemokraten“ vorbeizöge. Die SPD will und kann nicht mehr. Somit gibt es nur noch eine andere Option. Weder für Schwarz-Grün (41,8 Prozent), Merkels Wunschoption seit Jahren, noch für Schwarz-Gelb (43,6 Prozent) reicht es auch nur annähernd für eine Mehrheit. Also müssen alle vier zusammengehen: CDU + FDP + GRÜNE + CSU, eine sogenannte Jamaika-Koalition. Aber wie soll das zusammenpassen? Und vor allem: kann das vier Jahre halten?

CDU, FDP, Grüne und CSU zu Jamaika verdammt

Jamaika wird kommen. Warum? Weil alle vier ein Ziel haben, das über allem steht: alle vier wollen unbedingt regieren. Denn sonst besteht für alle vier das Risiko, mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Und man würde ihnen Vorwürfe machen, sie hätten in einer schweren Stunde Land und Bevölkerung im Stich gelassen. Ob das Wahlvolk ihnen das im Falle von Neuwahlen verzeihen würde? Davor haben sie Angst, dass es dies nicht täte, und das erhöht die Koalitionsbereitschaft enorm. Das wissen alls vier. Jetzt geht es nur darum, den Preis für einen Koalitionsvertrag hoch zu treiben, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Doch wie passen diese vier Parteien programmatisch zusammen?

Wie passen die vier zusammen?

Um es kurz zu machen: Es wird schwierig. Sehr schwierig. Was den wichtigsten Punkt anbelangt, den Abbau der Grund-, Bürger- und Menschenrechte über das Facebook-Zensurgesetz (in stalinschem Sprachduktus „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ genannt), welches uns die „Sozialdemokraten“, die neuen Totalitaristen par excellence, beschert haben, so stehen CDU und CSU diesem durchaus nicht negativ gegenüber, haben sie es doch selbst mit verabschiedet. Grüne sehen es eher skeptisch, aber doch nicht so richtig. FDP hat furchtbar dagegen gewettert, hatte vollmundig verkündet, dieses Gesetz wieder kippen zu wollen, wird aber selbst wie so oft umkippen und hier klein beigeben. Das wird viele FDP-Wähler vor den Kopf stoßen. Wozu hat man die FDP denn gewählt, eine vorgebliche liberale Partei, wenn diese nicht einmal die Einhaltung der Grundrechte der eigenen Staatsbürger durchsetzen kann?

Grüne: je mehr Immigranten, desto besser – CSU: aber nicht mit uns!

Was die grenzenlose Massenimmigration Kultur-, Demokratie- und Aufklärungsfremder anbelangt, so stehen Grüne hier für ein Immer-weiter-so. Je mehr Nicht-Europäer, Nicht-Abendländer in Deutschland, desto besser, aus Sicht der Grünen. Die CDU hat sich die letzten Jahre dieser Position immer mehr angepasst. CSU und FDP sehen das wesentlich kritischer. Die FDP wird auch hier wenig Durschlagskraft haben, aber hier könnte sich die CSU noch stärker durchsetzen als bisher, da Seehofer – oder auch sein Nacholger – angesichts der Landtagswahl im Herbst 2018 in Bayern enorm unter Druck steht. Dies wird vor allem die Grünen-Anhänger enttäuschen.

Grenzenlose Transferunion?

Die Grünen werden dafür noch mehr Transferunion fordern. Griechenland, Italien, Frankreich und viele andere sollen noch viel mehr Milliarden aus Deutschland zufließen. Die Deutschen haben doch genug und müssen lernen, noch mehr mit anderen zu teilen. So das grüne Credo. CSU und FDP halten von solch einem ökonomischen Irrsinn gar nichts. Die CDU, die hier näher bei CSU und FDP steht, könnte hier wankelmütig werden. Oder aber, man schafft es auch hier die Grünen zu sich rüber zu ziehen. Dafür werden sie dann in anderen Bereichen umso mehr fordern.

Elektroautos statt Diesel und Benziner auf Teufel komm raus?

Die Grünen werden den Fortgang der vermurksten Energiepolitik fordern. Ebenso eine Mobilitätswende. Die Automobilwirtschaft soll planwirtschaftsmäßig umgebaut werden. Dem Diesel soll der Gar ausgemacht werden, Elektroautos so schnell wie möglich kommen, auch unter schwerem Schaden der deutschen Automobil-, ja überhaupt der deutschen Wirtschaft. Der FDP sind all diese Pläne ein Graus. Auch die CSU wird sich dagegen stemmen. Die CDU wird auch hier eine Mittelposition einnehmen.

Die Grünen werden für noch mehr soziale Umverteilung plädieren, will in der Gesundheitspolitik eine „Bürgerversicherung“ einführen. Die FDP wird sich dem mit aller Macht entgegenstellen. Ähnlich CSU und CDU. Hier werden die Grünen wieder klein beigeben müssen. Usw. usf.

Fazit

Unterm Strich passen diese vier Parteien nicht wirklich zusammen. Zwei Dinge werden sie aber einen: a) die Angst vor Neuwahlen, b) die Angst vor einem weiteren Erstarken der AfD. Daher werden sie viele Kröten schlucken, was zu erheblichem Verdruss an den jeweiligen Basen führen wird. Ergebnis: dieses Viererbündnis wird äußerst fragil sein.

Ob es vier Jahre halten wird, wird man sehen müssen. Bei der nächsten Wahl aber drohen allen vier Parteien auf Grund der schwer zu verdauenden Kompromisse, die große Unzufriedenheit erzeugen wird bei den jeweiligen Wählern, weitere Stimmverluste, ganz besonders der FDP, die wie schon 2009 bis 2013 eine einzige Enttäuschung für ihre Anhänger werden könnte.

SPD ab in die Reha – AfD ab ins Parlament – Merkel ab in die Rente

Dies könnte zum Einen der SPD zu Gute kommen, die sich in der Opposition erholen und von zweimal vier Jahren Merkel regenerieren können wird. Vor allem aber könnte die AfD davon profitieren. Sollte die es schaffen, ihre innerparteilichen Kämpfe und Streitereien einigermaßen im Zaum zu halten und allmählich etwas zu glätten, dann kann sie bei der nächsten Wahl sehr viel mehr als ein gutes Achtel der Stimmen für sich gewinnen. Eines aber ist sicher: Das Ende der Merkel-Ära ist längst eingeläutet und tritt nun in seinen letzten Akt.

*

Spendenbitte: Wenn Sie diesen Blog und meine Arbeit finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig (Patenschaft) einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen. Ich freue mich auch über kleine Beträge von z.B. ein oder zwei Euro monatlich.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog.

Bundestagswahl: Wie sehr lagen die Umfrageinstitute daneben?

Von Jürgen Fritz

Umfrageinstitute genießen keinen sehr guten Ruf. Zu Recht oder zu Unrecht? Wahl-O-Matrix, Deutschlands führendes Meta-Analyse-Tool, gegründet von Jürgen Fritz, hat untersucht, wie sehr stark die einzelnen Umfragen dieses Mal vom Wahlergebnis abwichen. Wer bietet die beste Orientierung und wessen Umfragen sind eher mit Vorsicht zu genießen?

bundestagswahl-2680395

Umfrage nicht gleich Prognose, aber die Abweichung sollte nicht zu groß sein

Bei der Trump-Wahl und auch bei der Brexit-Abstimmung lagen die Demoskopen deutlich daneben, hört man immer wieder. Auf die Umfragen sei überhaupt kein Verlass. Diese seien sehr stark von politischen Interessen geprägt. Wer eine Umfrage in Auftrag gebe und bezahle, der möchte auch entsprechende Ergebnisse sehen.

Die Meinungen über die Meinungsforschungsinstitute sind nicht die besten. Teilweise zu Recht, teilweise aber auch zu Unrecht. Das von mir gegründete Meta-Analyse-Tool Wahl-O-Matrix untersucht regelmäßig, wie glaubwürdig und treffsicher Umfragen sind.

Wichtige Unterscheidung hierbei: eine Umfrage ist keine Prognose. Letztere ist eine Vermutung über die Zukunft während ein Umfrageergebnis einen Ist-Zustand zum Zeitpunkt der Befragung festhält. Gleichwohl sollte natürlich ein Zusammenhang erkennbar sein zwischen einer Befragung zum Zeitpunkt X und dem entsprechenden Wahlergebnis wenige Tage später. Klaffen diese zwei Dinge mehrfach sehr weit auseinander, so stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit der Erhebung. Daher ist es sinnvoll die Abweichung zwischen der jeweils letzten Umfrage der verschiedenen Institute mit dem Wahlergebnis abzugleichen und die Differenzen zu berechnen.

Wahl-O-Matrix nimmt die Umfrageergebnisse unter die Lupe

Genau das hat Wahl-O-Matrix getan, sodann alle Abweichungen aufsummiert und dann durch sieben geteilt, weil es sieben relevante Werte waren, nämlich die Stimmanteile von: 1. CDU/CSU, 2. SPD, 3. AfD, 4. FDP, 5. LINKE, 6. GRÜNE und 7. sonstige Parteien. Auf diese Weise erhält man die mittlere absolute Abweichung, die im Idealfall unter ein Prozent liegt, auf jeden Fall aber unter zwei Prozent liegen sollte. Wer also sieben Mal um nur einen Prozentpunkt daneben liegt, hat eine mittlere Abweichung von 1,0.

Unter ein Prozent schaffte dieses Mal niemand, aber es lag auch niemand über zwei Prozent Abweichung mit einer Ausnahme: das Spezialmodell von YouGov. Zweimal konnte die 1,1 % unterschritten werden, was ein sehr gutes Ergebnis darstellt, nämlich von INSA, dem Meinungsforschungsinstitut, welches hauptsächlich für die BILD tätig ist, und von Wahl-Matrix, welches wie schon bei NRW-Wahl eine sehr gute Wahlprognose abgab.

Recht gut waren erneut die Wahlbörsen PESM und Prognosys-Master-Vote mit mittleren Abweichungen von 1,1 bis 1,2. Gute Werte sehen wir auch bei den beiden Umfrageinstituten von Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) und Infratest dimap (ARD), die ebenfalls noch unter 1,2 % liegen.

Emnid (Bild am Sonntag) lag mit 1,24 % noch besser als der Durchschnitt aller Umfragen mit 1,35 %. Alle anderen Institute waren schlechter, wobei Forsa zumindest noch unter 1,5 % mittlere Abweichung lag. Die restlichen Institute erzielten keine sonderlich guten Ergebnisse mehr. Regelmäßig wurde die CDU/CSU deutlich höher angegeben als es dann bei der Wahl der Fall war, während die AfD bei allen außer bei INSA in den Umfragen und Prognosen niedrigere Werte aufwies als sie dann de facto erhielt.

Etwas aus der Reihe fällt Science files mit seiner Wahlprognose, welches die AfD als einzige viel zu hoch ansetzte mit 15,5 statt 12,6 Prozent, die SPD und die Grünen aber deutlich zu niedrig. Die Linkspartei dann aber wieder um einiges zu hoch, so dass das Gesamtergebnis mit 1,63 % das zweitschlechteste war. Nur YouGov war mit seinem „normalen“ Modell über 1,8 % noch schlechter und mit seinem „Spezialmodell“ nochmals deutlich ungenauer. Hier das Ganze im Überblick:

Mittlere absolute Abweichung

  1. INSA (BILD): 1,05 %
  2. Wahl-O-Matrix (Jürgen Fritz): 1,09 %
  3. PESM-Wahlbörse: 1,12 %
  4. Prognosys-Master-Vote-Wahlbörse: 1,15 %
  5. Forschungsgruppe Wahlen (ZDF): 1,16 %
  6. Infratest dimap (ARD): 1,17 %
  7. Emnid (Bild am Sonntag): 1,24 %
  8. Dawum-Durchschnittsbildung von zehn Umfragen: 1,35 %
  9. Forsa (RTL/stern): 1,38 %
  10. Trend Research Hamburg: 1,52 %
  11. Allensbach (FAZ): 1,52 %
  12. Civey (Spiegel-Online, TAZ): 1,52 %
  13. pollytix-Wahltrend (Durchschnittsbildung von über 20 Umfragen) : 1,53 %
  14. GMS: 1,59 %
  15. Science Files-Prognose: 1,63 %
  16. YouGov: 1,81 %
  17. YouGov-Spezial: 2,38 %

Fazit

Zum Einen lässt sich feststellen: Die Umfrageinstitute sind besser als ihr Ruf. Abgesehen von dem neuen YouGov-Modell mit seinen katastrophalen Ergebnis von fast 2,4 % Abweichung im Schnitt pro Partei, hatte niemand mehr als zwei Prozent mittlere Abweichung. Zum Anderen kann konstatiert werden, dass Wahl-O-Matrix erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielte, erneut alle anderen Prognosen, die beiden Wettbörsen und alle Umfrageinstitute schlug bis auf eines: INSA. Der INSA-Meinungstrend wird daher auch zukünftig mit voller Gewichtung in Wahl-O-Matrix eingehen, ebenso wie Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap, während insbesondere Trend Research Hamburg, Allensbach, Civey, GMS und YouGov weiterhin nur mit 0,5 gewichtet werden. YouGov-Spezial bleibt weiterhin völlig außen vor.

*

Spendenbitte: Wenn Sie diesen Blog und meine Arbeit finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig (Patenschaft) einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen. Ich freue mich auch über kleine Beträge von z.B. ein oder zwei Euro monatlich.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog.

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Bundestagswahl

Von Jürgen Fritz

Hier das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl vom 24.09.2017 nach Auszählung aller 299 Wahlkreise.

Endergebnis

Über 76 Prozent Wahlbeteiligung

Wahlberechtigte: 61.675.529
Tatsächlich gewählt haben: 46.973.799 (76,2 %)
Davon ungültige Zweitstimmen: 466.942 (1,0 %)
Gültige Zweitstimmen: 46.506.857 (99,0 %)

Die gültigen Zweitstimmen entfielen wie folgt auf die Parteien

  1. CDU/CSU: 32,9 % – (CDU: 26,76 %, CSU: 6,17 %)
  2. SPD: 20,5 %
  3. AfD: 12,6 %
  4. FDP: 10,7 %
  5. DIE LINKE: 9,2 %
  6. GRÜNE: 8,9 %
  7. Sonstige: 5,0 %

Endergebnis

Gewinne und Verluste gegenüber der letzten Bundestagswahl

  1. AfD: + 7,9 %
  2. FDP: + 5,9 %
  3. DIE LINKE: + 0,6 %
  4. GRÜNE: + 0,5
  5. Sonstige: – 1,2 %
  6. SPD: – 5,2 %
  7. CDU/CSU: – 8,6 %

Gewinne-Verluste

Weitere Einzelheiten finden Sie hier: Bundeswahlleiter.

*

Spendenbitte: Wenn Sie diesen Blog und meine Arbeit finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig (Patenschaft) einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen. Ich freue mich auch über kleine Beträge von z.B. ein oder zwei Euro monatlich.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog.

Innerer Monolog einer Merkel-Wählerin

Ein Gastbeitrag von Sandra Kristin Meier

Sie können nicht verstehen, wie jemand nach den letzten Jahren CDU/CSU, SPD oder Grüne wählen kann. Sie wollen wissen, wie der politische Gegner tickt, was in seinem Kopf so vor sich geht. Sandra Kristin Meier erklärt es Ihnen. Aber bitte nicht schmunzeln! Wir wollen doch unsere Gegner ernst nehmen, nicht wahr?

1

Youtube-Screenshot von Lena Meyer-Landrut, die eine bekennende Merkel-Wählerin ist, deren Entscheidung aber sicherlich auf VÖLLIG anderen Überlegungen beruht als den hier explizierten

Ich glaub, ich nehm‘ doch wieder die Merkel

Also, ich wähl‘ ja jetzt doch wieder die Merkel. Ich fand die ja schon immer gut. Zwischendurch wollte ich ja fast mal den Schulz wählen. Damit der auch mal drankommt. Zur Abwechslung. Dachte, der bringt frischen Wind rein. Hat ja auch sehr gut angefangen. Aber dann hat er irgendwie nachgelassen. Schade, er ist ein Mann der kleinen Leute. Kommt aus einfachen Verhältnissen. Ein Arbeiterkind. Kein Studierter wie alle. Soziale Gerechtigkeit finde ich ja gut.

Merkel ist aber besser. Die hat uns doch sicher durch die letzten zwölf Jahre geführt. Wer soll es auch sonst machen? Es ist doch kein anderer da. Die hat doch alle weggebissen. Und das als Frau. Finde ich ja toll. Klar, immer diese Hosenanzüge. Hm. Die Blazer, na ja. Aber die Frisur ist schon besser geworden.

Herr Sauer ist mir sympathischer als Schulz

Ich mag auch den Herrn Sauer. Wär‘ ja auch blöd für den, wenn Angela nicht gewinnt. Das hat er nicht verdient. Ich fand es auch gemein, wie alle über ihn gelacht haben, nur weil er in Bayreuth sein Jackett falsch zugeknöpft hatte den ganzen Tag. Also, da bin ich ja solidarisch. Dann erst recht. Außerdem hat Angie studiert und Schulz nicht. Das ist vielleicht doch ein kleiner Vorteil, wenn’s mal zur Krise kommen sollte. Man weiß ja nie bei Trump und Putin. Und wir wollen ja in Sicherheit leben. Dafür steht die CDU. Das habe habe ich auf dem CDU-Wahlplakat in unserer Straße selbst gelesen.

Für Flüchtlinge machen ja beide sehr viel. Schulz ist sogar noch mehr für soziale Gerechtigkeit. Das finde ich gut. Deutschland ist ein reiches Land. Es ist genug für alle da. Auch für alle Flüchtlinge. Es wird ja keinem etwas weggenommen. Und wir müssen das Teilen wieder lernen. Das ist christliche Menschenpflicht. Und es werden ja noch viel mehr kommen.

AfD, hmm, ich weiß nicht

Klar, Merkel ist jetzt schon lange dran. Aber sie ist halt auch alternativlos. Die Rechten mit der Petry bringen’s doch auch nicht. Die streiten doch nur und sagen schlimme Worte wie der Gauland. Außerdem hatten wir das doch schon alles. Früher unter Adolf. Die Petry hat jetzt fünf kleine Kinder und geschieden ist die auch noch. Und die Weidel … was man da so hört… Da sag‘ ich mal nix zu. Na ja, AfD geht ja sowieso nicht wegen diesem Bernd Höcker. Das sagen doch alle. Der ist rechts. Der ist gefährlich.

Die Grünen sind natürlich auch nicht schlecht

Die Grünen hätten es eigentlich auch mal verdient. Die waren noch nie dran. Umweltschutz ist wichtig. Aber Klima macht ja Merkel gleich mit. Das ist Pech für die. Außerdem verlieren die Grünen doch gerade Stimmen und diese Göring-Eckhardt ist doch auch geschieden. Außerdem nehmen die alle Drogen. Sowas macht man doch nicht. Nee, nee, lieber nicht.

Hauptsache nicht die Rechten

Klar, die Wagenknecht von den Linken ist ziemlich schlau. Aber dieses rote Kostüm immer und dann mit dem alten Knacker Oskar zusammen. Na ja, weiß nicht. Die ist sowieso in der falschen Partei, sagt mein Mann. Da hätte ich schon eher den Schulz genommen. Trotz Bart. Obwohl, hm. Bart geht eigentlich gar nicht. Der wird dann eben Vizekanzler unter Merkel. Das ist sowieso am besten, wenn alle in einem Boot sind in der Regierung. Das ist auch gut, damit die Rechten nicht dran kommen und sich nichts ändert. Uns geht’s doch gut.

Es ist doch sowieso schon entschieden. Im Fernsehen sagen sie, dass Merkel es sowieso wieder wird. Und das ist auch gut so. Das ist das beste für unsere Demokratie.

*

Spendenbitte: Wenn Sie diesen Blog und meine Arbeit finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig (Patenschaft) einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen. Ich freue mich auch über kleine Beträge von z.B. ein oder zwei Euro monatlich.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog.

Allahs Wahlempfehlung für die Bundestagswahl

Von Jürgen Fritz

Vor kurzem erst hatte der türkische Großsultan Recep Tayyip Erdoğan dazu aufgerufen, nicht CDU, SPD oder Grüne zu wählen. Doch nun hat sich im letzten Augenblick sein Vorgesetzter persönlich zu Wort gemeldet und eine unmissverständliche Anordnung erteilt. Das anstrengende Selbstdenken und die mühsame eigene Urteilsbildung entfallen nun doch noch zum Glück. Lesen Sie hier, was der Eine und Einzige empfiehlt.

S. Chebli

Youtube-Screenshot von Sawsan Chebli

Sawsan Chebli, die hoch Gebildete und perfekt Integrierte

„Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen“, meinte die hoch gebildete, sehr intelligente und perfekt integrierte Sawsan Chebli (SPD) noch vor einem Jahr.

Zum Zeitpunkt des Interviews war Chebli noch stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes. 2014 hatte der damalige Außenminister und jetzige Bundespräsident – isser doch noch, oder? – Frank-Walter Steinmeier (SPD) sie als erste Muslimin überhaupt in dieses Amt berufen. Im Dezember 2016 wechselte Chebli als Staatssekretärin für Koordination von Bundesangelegenheiten unter Michael Müller (SPD) als Regierender Bürgermeister von Berlin in die dortige Senatskanzlei. Die Sozis können sehr gut mit unseren muslimischen Freunden hatte man den Eindruck und sie bekamen wohl jahrelang bei Wahlen auch die meisten muslimischen Stimmen.

Sozis und Islam – das passte immer gut zusammen

Auf diese Allianz war irgendwie Verlass, was inbesondere für langfristige Parteiplanungen von nicht geringer Bedeutung war angesichts der deutlich höheren Geburtenraten unserer muslimischen Freunde und der ständigen weiteren Zufuhr von außen, welche gerade die „Sozialdemokraten“ ständig weiter zu steigern suchten und sich so immer neue potentielle Wähler quais in einem Schöpfungsakt ganz eigener Art selbst zu kreieren vermochten.

Vor einigen Wochen hat nun aber der türkische Großsultan diese Allianz irgenwie gestört, als er öffentlich dazu aufrief, genau die, die immer besonders gut mit den Türken und den Muslimen konnten, nämlich die Grünen und die Sozis, inzwischen aber auch immer mehr die CDU nicht zu wählen. Ja was denn nun? Die Verwirrung war für viele nicht gering. Sollte man jetzt etwa die AfD wählen oder was? Gerade rechtzeitig hat sich nun heute der Eine und Einzige im letzten Augenblick selbst zu Wort gemeldet mit einer klaren Ansage, wie unsere Freunde das am liebsten haben.

Mein persönlicher Wahlaufruf an alle Wahlberechtigten

Liebe Mitbürger, die Ihr jetzt neu hier seid, aber auch Ihr, die Ihr schon länger hier lebt, bitte gebt Eure Stimme bei der immens wichtigen Wahl heute der SPD, damit Cheblis perfekt integrierter, ja vollständig assimilierter Vater auch nach Jahrzehnten niemals ein Wort Deutsch und niemals lesen oder schreiben lernen muss. Alles Teufelszeug!

Denn Allah selbst hat angeordnet, dass die SPD gewählt werden muss. Und da die ganze Welt Allah gehört, der Mensch nur sein Sachwalter hier auf Erden ist (Sure 33,72), gehört selbstverständlich auch Deutschland Allah, so dass seinen Anordnungen auch hier Folge zu leisten ist. Und zwar von allen! Von denen, die hier neu sind, aber auch von denen, die schon länger hier leben.

Allah hat verfügt: Musse mach deine Sichel bei SPD

Wie die hochwissenschaftliche islamische Überlieferung zweifelsfrei nachweisen konnte, gibt es einen Hadith (normsetzende Aussprüche und Handlungen des Propheten, Friede sei mit ihm), der von den höchsten islamischen Autoritäten, die sogar ein ganz klein wenig lesen und schreiben können, als authentisch eingestuft wird und der belegt, dass schon der Prophet, Friede sei mit ihm, sagte:

„Muslim musse mach nich Kreuz, sondern deine Sichel immer bei Sozi. SPD, noch besser SED einzige Partei und Meinung, so wie Allah einzige Gott. Allah habe gesagt persönlich mich. Nich Wort von Prophet, Wort von Allah! Wer du sein, könne stell in Frag Allah oder Prophet ihm von?

Wenn nix Sozi in Nähe, könne auch mach deine Sichel bei grüne Spinner, wo Muslim könne führ an Nas herum leichtest am. So Knecht musse mach, was Prophet sag. Geh und wähle SPD! Wenn nix könne find SPD auf Zettel von Wahl, dann nehme grüne Spinner, noch dümmer. Allahu akbar.“

Wissenschaftlicher Beweis der Echtheit des Hadiths

Ibn Abbas hat erzählt, dass Abu Huraira berichtet hat, Hammam ibn Munabbih habe ihm gesagt, dass Anas berichtet habe, Abu Aiyub al-Ansari habe kundgetan, wie Qatada verbürgte, dass Ubai ibn Kab ihm erzählt habe, Anas hätte berichtet, dass Salman al-Farsi gesagt habe, Abu Darr wäre zugegen gewesen, als der Prophet, Friede sei mit ihm, dies verkündete.

*

Spendenbitte: Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, Sie diesen Blog und meine Arbeit wichtig finden und finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig (Patenschaft) einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog.

So wird die Bundestagswahl ausgehen

Von Jürgen Fritz

Hier die Wahlprognose von Wahl-O-Matrix, dem führenden Meta-Analyse-Tool, welches bereits bei der NRW-Wahl genauer lag als alle Umfrageinstitute und Wettbörsen.

Wahljubel

Youtube-Screenshot

Gewinner und zugleich größter Verlierer: die Union

CDU/CSU werden natürlich wieder als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgehen, aber sie werden gegenüber 2013, als sie bei 41,5 Prozent landeten, auch die größte Verluste hinnehmen müssen von voraussichtlich um die 6 Prozent. Vor allem die CDU wird kräftig federn lassen und wird ca. jeden sechsten Wähler verlieren.

Neuer historischer Tiefpunkt für die SPD

Diese Verluste werden aber nicht der SPD zu Gute kommen. Im Gegenteil, auch die Genossen werden deutliche Einbußen hinnehmen müssen von voraussichtlich um, vielleicht sogar über 4 Prozent. Die SPD wird ihr schlechtes Ergebnis von 2013 mit 25,7 Prozent nicht annähernd halten können. Ja, sie wird sogar ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten seit Bestehen der Bundesrepublik von 2009 – damals unter dem Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier – mit 23,0 Prozent nochmals unterbieten. Sogar die 22 Prozent könnten gerissen werden.

Riesentriumph für die AfD – klare Nr. 3

Der große Wahlsieger wird ganz eindeutig die AfD sein, die a) nur viereinhalb Jahre nach ihrer Gründung in einem Triumphzug in den Deutschen Bundestag einziehen wird. b) Die Fünfprozent-Hürde, an der sie 2013 mit 4,7 Prozent knapp scheiterte, wird die Alternative für Deutschland dieses mal nicht nur locker, sondern sogar doppelt übersteigen und wird zwischen 10 und 13 Prozent landen, wahrscheinlich zwischen 11 und 12, eher Letzteres. Damit wird die AfD klar die drittstärkste Partei im gesamtdeutschen Parlament sein.

Kampf um Platz 4 noch offen – Grüne abgeschlagen auf Platz 6

Wer hinter der AfD auf Platz 4 landen wird, ist vollkommen offen. Die Linkspartei und FDP werden sehr eng beieinander liegen, wahrscheinlich beide zwischen 9 und 10 Prozent. Nochmals deutlich hinter der Linkspartei und der FDP werden die Grünen liegen, die maximal 8 Prozent erzielen werden, eher weniger. Sie werden aber den Einzug in den Bundestag schaffen mit mehr als 6, wahrscheinlich zwischen 7 und 8 Prozent.

Das Ganze im Überblick

  1. CDU/CSU: 34 – 37 %
  2. SPD: 20 – 23 %
  3. AfD: 10 – 13 %
  4. LINKE: 8 – 11 % nahezu gleichauf mit
  5. FDP: 8 – 11 %
  6. GRÜNE: 6 – 8 %
  7. Sonstige: 3,5 – 5 %

Um sich auf jeweils einen halb- oder ganzzahligen Wert festzulegen:

BTW-Prognose

Prognostizierte Gewinne / Verluste gegenüber 2013

  1. AfD: + 7,3 %
  2. FDP: + 4,7 %
  3. LINKE: + 0,9 %
  4. GRÜNE: – 0,9 %
  5. Sonstige: – 1,7 %
  6. SPD: – 4,2 %
  7. CDU/CSU: – 6,0 %

BTW-Prognose-G-V

Wie Wahl-O-Matrix arbeitet

Bei Wahl-O-Matrix handelt es sich um ein von mir gegründetes Meta-Analyse-Tool, das ähnlich einem Fondspicker die Umfrageinstitute langfristig genau beobachtet, deren veröffentlichten Ergebnisse mit den späteren tatsächlichen Wahlergebnissen abgleicht und mathematisch auswertet. Anschließend werden die verschiedenen Institute je nach Treffsicherheit, Verlässlichkeit, aber auch Parteilichkeit und Glaubwürdigkeit einer Bewertung unterzogen, die sich dann wiederum in einer Gewichtung der Umfragen niederschlägt, wobei hier auch die Aktualität der Befragung mit einbezogen wird. Aus all diesen Daten wird dann mit mathematischen Formeln eine Prognose erstellt, die mit einem ganz kleinen Schuss Intuition je nachdem um maximal 0,5 bis 1 Punkt nach oben oder nach unten abgerundet wird.

Wahl-O-Matrix kann auf diese Weise zum Einen die Verzerrungen einzelner Umfrageinstitute – bei einigen ist das parteipolitische Interesse klar erkennbar – stark abmildern. Zum Anderen ist die Datenbasis wesentlich größer. Neun von zehn Instituten befragen nur 1.000 bis 2.000, maximal 2.500 Personen, was das absolute Minimum darstellt. Wahl-O-Matrix hat eine Datenbasis von fast 25.000 befragten Personen.

*

Spendenbitte: Wenn Sie diesen Blog und meine Arbeit finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig (Patenschaft) einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen. Ich freue mich auch über kleine Beträge von z.B. ein oder zwei Euro monatlich.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog.

Als EU-Parlamentspräsident bezog Schulz in 5 Jahren fast 1,5 Mio. netto

Von Jürgen Fritz

110.960 EUR pro Jahr on top. Steuer und abgabenfrei. Das erhielt der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz als EU-Parlamentspräsident zusätzlich zu seinem Monstergehalt, welches bereits höher war als das des deutschen Bundeskanzlers. 304 EUR täglich an 365 Tagen im Jahr oben drauf. Nach 27 Monaten ließ er diese Zusatzzahlungen aber einstellen, wie Schulz nachweisen konnte. Das aber nur für 38 Tage, wie sich inzwischen herausstellte. Dann rollte der zusätzliche Rubel weiter. Und rollte und rollte.

Sitzungspauschalen-Abkassierer

Youtube-Scrennshot

Umverteilung von unten nach oben

Martin Schulz gibt sich gerne als einfacher Mann aus dem Volk für das Volk und spricht am liebsten über “soziale Gerechtigkeit”. Mit 100 Prozent Zustimmung haben ihn die Genossen zum SPD-Vorsitzenden gewählt und als Kanzlerkandidat bestätigt. Doch wie glaubwürdig ist der Saubermann der SPD und Sozi-Millionär wirklich?

Martin Schulz gehörte mehr als 20 Jahre lang zum vollkommen bürgerfernen EU-Establishment, der Organisation, die wie keine andere die Demokratie in Europa abbauen, die Bürger sukzessive entmündigen möchte. In einem Punkt ist die EU aber absolut Spitze: was die Bezüge ihrer Protagonisten anbelangt. Und an der Spitze stehen dabei der EU-Kommissionspräsident, der Luxemburger Jean-Claude Juncker, ein dicker Kumpel von Martin Schulz, und der EU-Parlamentspräsident. Dieses Amt übte Martin Schulz fünf Jahre lang aus und verdiente sich dabei – nein, nicht dumm und dämlich -, er wurde einfach reich, steinreich. Und das aus dem Geld der Steuerzahler, also aus staatlichen Zwangsenteignungen. Eine Umverteilung von unten nach oben quasi.

Wie viel verdiente Schulz denn?

Martin Schulz‘ Jahresverdienst als EU-Abgeordneter lag zunächst bei

  • brutto etwas über 99.000 EUR jährliches Grundgehalt. Dies dürfte im Falle von Schulz  über 60.000 EUR netto bedeuten, also über 5.000 EUR im Monat netto.
  • Hinzu kam eine sogenannte „allgemeine Kostenpauschale“ von über 51.500 EUR pro Jahr. Steuer- und sozialabgabenfrei! Diese ist offiziell vorgesehen z.B. Büroeinrichtung oder Kfz-Kosten in Deutschland. Nachweise hierfür mussten aber keine vorgelegt werden.
  • Doch damit nicht genug. Schulz erhielt als EU-Parlamentspräsident auch noch eine Residenzzulage in Höhe von ca. 44.000 EUR jährlich. – Auch diese Zulage, Sie ahnen es schon, war steuer- und abgabenfrei, also zu hundert Prozent netto.
  • Doch auch damit noch nicht genug. Ein Präsident des Europäischen Parlaments muss diese ja auch adäquat repräsentieren. Also erhielt Schulz auch noch eine Repräsentationszulage in Höhe von über 17.000 EUR pro Jahr. – Natürlich steuer- und abgabenfrei.

Insgesamt 170.000 bis 180.000 EUR netto – ohne Sitzungspauschale!

Rechnen wir das jetzt mal alles zusammen, dann kam Martin Schulz abgesehen von all den Vergünstigungen, Büroräumen, Dienstwagen, Fahrer, persönliche Mitarbeiter, die nur ihm zuarbeiteten (über 30 plus zwei Dienstwagen und zwei Chauffeure) auf Nettobezüge von über 170.000 EUR jährlich. Doch das reichte dem „Sozialdemokraten“ noch lange nicht. Schließlich stand ihm ja noch viel mehr zu und warum sollte ein Sozi nicht nehmen, was ihm zusteht? Die Bürger zahlen es ja und die wissen doch gar nicht, wo ihr Geld hinfließt und was der EU-Parlamentspräsident davon einstreicht. Das ist ja gerade das Schöne an Brüssel.

Zum Vergleich: Martin Schulz verdiente als EU-Mann fünf Jahre lang mehr als Angela Merkel, mehr als Gerhard Schröder, als Helmut Kohl, als Helmut Schmidt, als Willy Brandt usw. – Doch auch das reichte ihm noch nicht.

Sitzungspauschale von 111.000 EUR p.a. on Top

Zusätzlich zum a) Grundgehalt, b) der allgemeinen Kostenpauschale, c) der Residenzzulage, und d) der Repräsentationszulage erhielt er ab 2012 auch noch e) eine Sitzungspauschale von 304 EUR pro Tag. Diese Sitzungspauschale erhielt er als Präsident des Europäischen Parlaments i.G.z. den normalen Abgeordneten nicht nur an den tatsächlichen Sitzungstagen, an denen er teilgenommen hat, sondern jeden Tag. Und nicht nur von Montag bis Freitag, auch Samstag und Sonntag, auch an Feiertagen, auch wenn er krank war, auch im Urlaub. Martin Schulz bekam die Sitzungspauschale an 365 Tagen im Jahr. Ergibt zusammen nochmals ca. 111.000 EUR pro Jahr.

„Aber die musste er dann doch wohl wenigstens versteuern“, denken Sie jetzt vielleicht. Würde ich auch denken. Dem war aber nicht so. Auch diese 111.000 EUR waren komplett steuer- und abgabenfrei.

Die Sitzungspauschale wurde nach nur 38 Tagen Pause ab Mai 2014 munter weiter ausgezahlt

Den Bezug dieser Sitzungspauschale von ca. 111.000 EUR p.a. hat Martin Schulz aber nach zweieinviertel Jahren ab dem 18. April stoppen lassen, wie er nachweisen konnte. Man kann nun darüber streiten, ob er den Reporter der ARD belog, als dieser ihn nach diesen Extrabezügen befragte. Schulz sagte, er würde diese nicht bekommen. Zu diesem Zeitpunkt bezog er sie wohl tatsächlich bereits nicht mehr. Richtig wäre wohl gewesen zu sagen: „Ich bekomme sie nicht mehr, habe sie aber zweieinviertel Jahre lang erhalten.“ Nun gut. Jetzt wird es aber wirklich interessant.

Die meisten von uns dachten, die Zahlung der 111.000 EUR on top wäre seither, seit dem April 2014 endgültig eingestellt. Dem war aber nicht so! Tatsächlich pausierten diese Extrabezüge nur für ganze 38 Tage! Bereits ab dem 26. Mai 2014 wurden sie wieder ausgezahlt. Und es muss vermutet werden, a) dass Schulz das selbst angeordnet hat und b) dass der Zusatzrubel dann bis Januar 2017 weiterrollte, bis zum Ende der EU-Parlamentspräsidentschaft.

Schulz hätte somit die Sitzungspauschale nicht nur 27 Monate zusätzlich bezogen, sondern fast 59 Monate!

1,4 bis 1,5 Millionen EUR netto in nur fünf Jahren

Zu den 850.000 bis 900.000 EUR netto, die Schulz von Januar 2012 bis Januar 2017 bezog, kämen somit nochmals über 540.000 EUR oben drauf. Ebenfalls steuerfrei. Schulz hätte damit als EU-Parlamentspräsident in nur fünf Jahren 1,4 bis 1,5 Millionen EUR überwiesen bekommen. Steuer- und abgabenfrei! Und das alles aus den Steuergeldern der Bürger. 1,4 bis 1,5 Millionen netto in fünf Jahren! Hinzu kommen all die Bezüge aus den mehr als 15 Jahren zuvor als EU-Abgeordneter. Gleichwohl stellt die ARD in Frage, ob meine Berechnungen belegen würden, dass Martin Schulz Millionär sein müsse.

Nun, was soll ich dazu sagen? Wenn jemand über mehr als 15 Jahre lang weit überdurchschnittliche Bezüge plus tausend Vergünstigungen hat und dann anschließend fast eineinhalb Millionen Euro in fünf Jahren bezieht – netto! – mit nunmehr zweitausend Vergünstigungen (über 30 persönliche Mitarbeiter, riesige Büroräume, zwei Dienstwagen, zwei Chauffeure usw. usf.) und dann kein Millionär ist, dann müsste man sich ja fragen, wo das ganze Geld hingegangen ist. Es könnte aber natürlich sein, dass Martin Schulz den Großteil seiner Bezüge gespendet hat. Der „sozialen Gerechtigkeit“ wegen. Ja, ganz bestimmt war es so. Das sollte wir auch nicht in Frage stellen. Denn alles andere würde ja einem echten „Sozialdemokraten“ nicht anstehen, nicht wahr?

Das versteht Martin Schulz unter „soziale Gerechtigkeit“

Quellen

*

Spendenbitte: Wenn Sie diesen Blog und meine Arbeit finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig (Patenschaft) einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen. Ich freue mich auch über kleine Beträge von z.B. ein oder zwei Euro monatlich.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog.