Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee zur höheren Ehre Allahs oder des Sultans?

(Herwig Schafberg, 20.07.2020) Während Antirassisten unterschiedlicher Hautfarbe sowie weiße Autorassisten in der westlichen Welt Standbilder abreißen, die zu Ehren europäischer Kolonialisten und Imperialisten aufgestellt wurden, oder wenigstens deren Abriss fordern, kommt in der Türkei der osmanisch-islamische Imperialismus zu neuen Ehren – nicht durch Aufstellung neuer Statuen, sondern durch Wiederherstellung alter Statuten. Dazu gehört insbesondere ein Urteilsspruch des obersten Verwaltungsgerichts der Türkei, dass die von Kemal Atatürk 1934 angeordnete Umwidmung der Hagia Sophia in ein Museum unrechtmäßig erfolgt wäre und das Gebäude insofern wieder als Moschee genutzt werden dürfte. Der Historiker Herwig Schafberg beleuchtet, was hier eigentlich gerade vor sich geht.

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Nach Überwindung der sakrifiziellen Gewalt ist es Zeit, auch die religiöse Gewalt hinter uns zu lassen

(Jürgen Fritz, 20.06.2020) In Teil eins der dreiteiligen Reihe Monotheismus und die Sprache der Gewalt ging es um die monotheistische Revolution, welche eine neue Unterscheidung in die Welt brachte, die zwischen Rechtgläubigen, die dem wahren Gott dienen, und den „Götzendienern“. In Teil zwei zeigte Jan Assmann wie dadurch zu den bestehenden vier Formen der Gewalt eine völlig neue fünfte in die Welt kam: die religiöse Gewalt, die erstmals Menschen gegen Menschen aufbrachte im Namen des gekränkten, eifersüchtigen Gottes. In Teil drei erläutert der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, dass die Idee des eifersüchtigen Gottes nicht im Raum des Religiösen, sondern des Politischen wurzelt: Gott tritt an die Stelle des Pharaos. Nach der sakrifiziellen sollten wir nun auch die religiöse Gewalt hinter uns lassen.

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Religiöse Gewalt im Namen des eifersüchtigen Gottes

(Jürgen Fritz, 20.06.2020) In Teil eins der dreiteiligen Reihe zum Thema Monotheismus und die Sprache der Gewalt ging es darum, wie mit der monotheistischen Revolution eine völlig neue Pseudospeziation in die Welt kam, welche die Menschheit trennte in Rechtgläubige und Ketzer, Heiden bzw. Ungläubige, eine Unterscheidung, welche fortan zum wichtigsten Generator von Fremdheit und Feindschaft wurde. In Teil zwei erläutert Prof. Jan Assmann, dass mit dem Monotheismus zu den vier bestehenden Formen der Gewalt eine völlig neue fünfte hinzu kam: die religiöse Gewalt, welche erstmals im Namen des eifersüchtigen Gottes Menschen gegen Menschen aufbrachte.

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Monotheismus und die Sprache der Gewalt

(Jürgen Fritz, 20.06.2020) Religiöse Gewalt, also eine solche, die sich auf metaphysische Spekulationen beruft, mit denen sie einen absoluten Wahrheitsanspruch verbindet, neben dem sie nichts anderes gelten lässt, gehört zu den großen Bedrohungen unserer Zivilisation. Doch woher kommt diese Gewalt? Ist sie so alt wie die Religion und das hieße wie die kultivierte Menschheit? Oder ist sie eine neuere Erscheinung, die erst mit dem Monotheismus aufkam? Der Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Jan Assmann, mehrfacher Honorarprofessor, zusammen mit seiner Frau Aleida Assmann Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, geht der Frage nach.

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Sarrazins Ausschlussverfahren: SPD kann keinen einzigen Beleg für „Rassismus“ nennen

(David Berger, 11.01.2020) Gestern, am Freitag, den 10. Januar 2020, fand die Berufungshauptverhandlung gegen den bekannten SPD-Politiker und Bestsellerautor Dr. Thilo Sarrazin statt wegen des Begehrens der SPD, ihn aus der Partei auszuschließen. Der Generalsekretär der SPD Lars Klingbeil glänzte dabei einmal mehr mit inhaltsleeren Allgemeinplätzen und konnte trotz mehrfacher Nachfrage keinen einzigen Beleg für „Rassismus“ liefern. David Berger war vor Ort und fragte Sarrazin, warum er überhaupt noch in dieser Partei bleiben wolle.

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Iran: die totalitäre Konstitution des staatsislamistischen Herrschaftssystems

(Hartmut Krauss, 11.01.2020) Der Iran sei der führende Sponsor des Terrorismus und sein Streben nach Atomwaffen bedrohe die zivilisierte Welt, sagte der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump am Mittwoch. Das werde die USA niemals zulassen. Viel zu lange, genau genommen seit 1979, hätten die Nationen das destruktive und destabilisierende Verhalten des Iran im Nahen Osten und darüber hinaus toleriert. Diese Zeiten seien vorbei, so Trump. Stimmen seine Vorwürfe? Um was für einen Staat handelt es sich hier? Hartmut Krauss beleuchtet das iranische Herrschaftssystem.

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Wie die katholische Kirche Giordano Bruno lebendig verbrennen ließ

(Jürgen Fritz, 07.01.2020) Wir schreiben den 17. Februar im Jahre 1600. Nach fast acht Jahren Kerkerhaft, die den 52-Jährigen sichtlich gebrochen haben, steigt Giordano Bruno, der vielleicht größte Geist des Jahrhunderts, auf dem Campo de Fiori in Rom auf den Scheiterhaufen. Jahrelang hat er vergeblich versucht, eine Audienz beim Papst zu erreichen, war sogar bereit, seine Lehre teilweise zu widerrufen. Doch dies genügt der kirchlichen Inquisition nicht. Als sie den vollständigen Widerruf fordert, reagiert der Denker hinhaltend, schließlich sogar trotzig und hält an einigen Punkten seiner Lehre fest. Man weiß nicht, was die Katholiken mit ihm anstellen würden, widerriefe er seine Lehre, aber das ist sein sicheres Todesurteil. Doch Bruno soll nicht einfach nur sterben.

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Papst schlägt Christin, die seine Hand ergreift

(Jürgen Fritz, 01.01.2020) Na das war ja ein schöner Jahreswechsel im Vatikanstaat. Papst Franziskus ging gestern am Silvesterabend über den Petersplatz und begrüßte die Pilger, die gekommen waren, ihn zu sehen, zu hören und wenn möglich auch zu berühren. Sehen Sie hier, was passierte als eine ostasiatisch aussehende kleine Frau seine Hand ergriff.

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Die sokratische Weisheit

(Jürgen Fritz, 27.12.2019) „Ich weiß nichts von Göttern“, sagt der Weise, „weder dass es sie gibt noch dass es sie nicht gibt, wenngleich für jene Einschätzung wenig Überzeugendes vorgebracht wurde. Und wenn es sie tatsächlich gäbe, so wüsste ich nicht, wie sie sind. Ob sie klug oder dumm, gut oder bösartig, schön oder hässlich, prahlerisch oder bescheiden, ehrgeizig oder phlegmatisch, sexuell oder asexuell sind. Ob sie aus Materie bestehen oder reine Geistwesen sind, wobei mir Letzteres schwer vorstellbar scheint, wenn man es konsequent durchdenkt. Ob sie den Naturgesetzen unterstehen oder nicht, welche Eigenschaften sie genau haben, welche Attribute ihnen zukommen, all das weiß ich nicht, so ich annehmen möchte, dass es sie gäbe.“

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Twitter sperrt Ali Utlu an Weihnachten für eine Woche

(Jürgen Fritz, 27.12.2019) Ali Utlu bezeichnet sich selbst als politischer, liberaler Humanist und „Atheist“ (JFB: metaphysischer Asket), als Ex-Muslim und homosexueller LGBTI-Aktivist, der sich vor allem für die Menschenrechte einsetzt und dabei nicht nur an einer, sondern an beiden großen monotheistischen, metaphysisch-spekulativen Weltanschauungen Kritik übt. Schon vor Jahren stand er deswegen unter Polizeischutz. Twitter hat ihn nun am Weihnachtsfeiertag für eine Woche gesperrt. Und das ohne Angabe des konkreten Anlasses, wie er schildert.

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Wintersonnenwende: Religionen mögen kommen und gehen, dieser Tag bleibt

(Jörg Schneidereit, 26.12.2019) Die längste Nacht des Jahres liegt nun hinter uns, damit zugleich der kürzeste Tag. Es ist das jahrtausendealte Fest des Endes und des Neubeginns. Seit dem 22. Dezember werden die Tage wieder länger, das Licht kehrt zurück. Ganz real und greifbar ist dies der eigentliche Beginn des neuen Jahres. Jörg Schneidereit zeigt auf, wie die Natur selbst diesen Wendepunkt festgelegt hat.

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Was ich Heiligabend mit lieben Christenmenschen erleben durfte

(Jürgen Fritz, 25.12.2019) Heute feiert die Christenheit das Weihnachtsfest, welches für sie für die Geburt Christi steht. Zugleich steht Weihnachten für ein Fest des Friedens. Lesen Sie hier, was ich dieses Jahr an Heiligabend mit gleich mehreren lieben Christenmenschen erleben durfte, und was es mit dem Weihnachtsfest tatsächlich genau auf sich hat.

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Warum wir das Christentum endlich überwinden sollten

(Jürgen Fritz, 23.12.2019) Von klugen Mitstreitern wird mir immer wieder gesagt, sie halten es für falsch, das Christentum zu bekämpfen. Ihr Argument: Die meisten Menschen bräuchten nun einmal irgendwelche metaphysischen Spekulationen, sie könnten schlicht nicht ohne. Das müsse man akzeptieren oder zumindest hinnehmen. Und dann sei es besser, die Leute glaubten an die christlichen Mythen als an andere, die noch viel schlimmer seien. Die christlichen Konstrukte, Mythen und Morallehre seien quasi unter diesen ganzen Spekulationen noch das kleinste Übel. Daher solle man dies eher fördern, auf keinen Fall aber bekämpfen, denn sonst würden die Leute am Ende eher auf noch Schlimmeres ausweichen, wie man ja allenthalben sehen könne. Dazu folgende Anmerkungen.

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Wenn die Fairen den anderen das Feld überlassen

(Jürgen Fritz, 21.12.2019) Ein herrschaftsfreier, fairer Diskurs erfordert intellektuelle Disziplin. Vor allem aber setzt er voraus, dass beide ein solches Gespräch überhaupt wollen. Was, wenn die eine Seite sich dem durch Diskursvermeidungsstrategien systematisch zu entziehen sucht oder noch schlimmer: jede offene, ehrliche, faire Erörterung mit brachialer Gewalt verhindert?

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