Fettes Brot, die Weltwirtschaft und ein Nazi: Wie uns Di- und Trilemmata die großen Fragen erschließen

(Axel Stöcker, 19.03.2020) Dilemmata begleiten uns im Grunde auf Schritt und Tritt. Die kompakteste Formulierung für ein Dilemma ist vielleicht die englische Redensart „you can’t eat your cake and have it“ – man kann seinen Kuchen nicht gleichzeitig essen und für morgen aufbewahren, obwohl man vielleicht beides gerne täte. Man kann auch nicht Schokolade essen und gleichzeitig abnehmen. Oder seinem Partner treu sein und gleichzeitig mit einem anderen anbändeln – grandios eingefangen in dem 90er-Jahre-Deutschrapp-Klassiker „Jein“ von Fettes Brot. Axel Stöcker führt uns ein in Dilemma- und Trilemma-Situationen.

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Flugzeugentführung durch Terroristen: Was tun, abschießen oder nicht?

(Jürgen Fritz, 18.03.2020) Ein Terrorist entführt ein Flugzeug und zwingt die Piloten auf ein vollbesetztes Fußballstadion zuzufliegen. In dem Flugzeug befinden sich 164 Menschen, in dem Stadion 70.000. Die Einsatzleitung lässt zwei Kampfjets aufsteigen. Sie versuchen Funk- und Sichtkontakt herzustellen, sehen einen Terroristen im Cockpit, wie er die Piloten mit einer Waffe bedroht. Funkkontakt kann keiner hergestellt werden. Dann versuchen sie, das Flugzeug abzudrängen, geben schließlich einen Warnschuss ab. Beides erfolglos. Die Passagiermaschine reagiert nicht. Minutenlang fliegen die beiden Kampfjets neben dem Airbus her. Das Passagierflugzeug leitet nun den Sinkflug ein und alles deutet darauf hin, dass es tatsächlich auf das vollbesetzte Stadion zusteuert.

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Das Dilemma mit der AfD

(Jürgen Fritz, 03.12.2019) Dieses ewige Gejammer der AfD-Anhänger, dass ihre Politiker von Journalisten regelmäßig in die Zange genommen werden, dass sie mit Dingen konfrontiert werden, die sie gesagt oder gemacht haben, was dann teilweise sogar in wüsteste Beschimpfungen dieser Journalisten ausartet, ist sehr aufschlussreich. Genau das ist Aufgabe von investigativem Journalismus: nicht nur Politikern das Mikro hinhalten und ihnen harmlose Fragen stellen, damit diese Werbung für sich selbst und ihre Partei machen können, sondern aufdecken, um was für Personen mit was für einer Weltanschauung es sich handelt. Der Fehler ist nicht, dass dies mit AfD-Politikern gemacht wird – genau das will ich sehen -, sondern dass es bei anderen nicht gemacht wird.

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Philosophischer Start in den Tag: Das derzeitige Dilemma der westlichen Welt

(Jürgen Fritz, 30.01.2019) Die einen verstehen nicht, woran wir kranken und was unseren Untergang herbeiführen wird. Sie leben vor sich hin, wie sie es immer getan haben, und können sich gar nicht vorstellen, dass dies einmal gänzlich anders werden könnte. Das liegt vollkommen außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Die anderen könnten es rein kognitiv erkennen, wollen aber nicht, da bei ihnen innerlich alles ideologisch so sehr geronnen, so fest geworden ist, dass da nichts mehr aufgeweicht werden kann. Denn dann würde sich gleichsam ihr eigenes Innerstes, ihre Identität in Wohlgefallen auflösen. Sie müssten sich eingestehen, dass sie alles falsch gemacht haben, und ihnen würde gewahr, dass von ihnen selbst eigentlich gar nichts mehr übrig bleibt. Die dritten sehen, was da auf uns zurollt, oder erspüren es zumindest – für jeden auch nur halbwegs sensiblen Menschen ist es ja förmlich schon greifbar -, sind aber gegen die beiden ersten, die sich innerlich und immer mehr auch äußerlich abschotten, machtlos.

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