Dschungelcamp 2020: Alle Zuschauer-Votings

(Jürgen Fritz, 26.01.2020) Die 16 Tage im Dschungelcamp 2020 sind vorüber. Erneut waren zwölf Promis aus der zweiten, dritten und vierten Reihe in den australischen Dschungel eingezogen, um die Krone und die 100.000 Euro Siegprämie zu ergattern. Seit heute Nacht stehen der 14. Gewinner der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ und auch alle weitere Platzierungen fest. Besonders interessant ist aber, wie sich die Zuschauer-Votings im Laufe der Zeit verändert haben, insbesondere wie eine Person, die bis vier Tage vor dem Finale immer auf Platz 1 oder 2 gelegen hatte, plötzlich vollkommen zurückfiel, und ein anderer sich von Rang 6 immer weiter nach vorne schob.

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Dschungelcamp-Gehaltsliste: So viel Gage kassieren die Teilnehmer schon beim Einzug

(Jürgen Fritz, 19.01.2020) Sich 24 Stunden am Tag von X Kameras beobachten lassen, auf jede Privatsphäre verzichten, Schweinehoden, Kamelanus und Känguruvagina essen und sich von tausenden Kakerlaken überschütten lassen. Warum tun Menschen sich so etwas freiwillig an? Das fragen sich viele und die Antwort darauf dürfte klar sein: a) der Publicity wegen. Die Teilnehmer erhoffen sich, dadurch bekannter bzw. wieder in Erinnerung gerufen zu werden, b) des Geldes wegen. Denn die Gagen sind zumindest teilweise durchaus ansehnlich, wobei es hier je nach Bekanntheitsgrad gewaltige Unterschiede gibt. Denn die Spitzenverdienerin erhält alleine für den Einzug ins Camp fast das Siebenfache wie die am geringsten Honorierte.

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Wie die katholische Kirche Giordano Bruno lebendig verbrennen ließ

(Jürgen Fritz, 07.01.2020) Wir schreiben den 17. Februar im Jahre 1600. Nach fast acht Jahren Kerkerhaft, die den 52-Jährigen sichtlich gebrochen haben, steigt Giordano Bruno, der vielleicht größte Geist des Jahrhunderts, auf dem Campo de Fiori in Rom auf den Scheiterhaufen. Jahrelang hat er vergeblich versucht, eine Audienz beim Papst zu erreichen, war sogar bereit, seine Lehre teilweise zu widerrufen. Doch dies genügt der kirchlichen Inquisition nicht. Als sie den vollständigen Widerruf fordert, reagiert der Denker hinhaltend, schließlich sogar trotzig und hält an einigen Punkten seiner Lehre fest. Man weiß nicht, was die Katholiken mit ihm anstellen würden, widerriefe er seine Lehre, aber das ist sein sicheres Todesurteil. Doch Bruno soll nicht einfach nur sterben.

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Was, wenn Hitler gleich nach der Geburt verstorben wäre?

(Jürgen Fritz, 29.11.2019) „So hoch er sich heute spreizt, so weit seine Einschüchterung sich ausbreitet, soviel von ihm angerichtetes Elend, Entehrung, Verderbnis, Blut, Tränen, Verzweiflung und Selbstmord er sich von seinem Bergsitz betrachten und sich groß, sich »geschichtlich« vorkommen darf, – der Stab ist ihm gebrochen, nichts wird bleiben von seinen Worten und Werken, weil sie falsch und nichtig waren, und sein Nachruhm wird Schande sein.“ (Thomas Mann, 1938)

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Der 9. November 1918, 1923, 1938, 1969, 1989: Ein besonderer Tag deutscher Geschichte

(Herwig Schafberg, 09.11.2019) Es war am 9. November 1989, als die sozialistische Partei- und Staatsführung der DDR unter dem Druck ihrer aufbegehrenden Bürger die Berliner Mauer sowie alle anderen Grenzzäune öffnen ließ, hinter denen sie ihre Bürger jahrzehntelang mit festem Griff unter Kontrolle gehalten hatte. Solange das Brandenburger Tor geschlossen wäre, bliebe die deutsche Frage offen. So hatte man es in den Jahren zuvor im Westen häufig gehört. Und als es geöffnet wurde, konnte endlich wieder zusammenwachsen, „was zusammengehört“, wie Willy Brandt nach dem 9. November 1989 zukunftsweisend sagte. Der Historiker Herwig Schafberg beleuchtet das gleich in mehrfacher Hinsicht bedeutende Datum deutscher Geschichte.

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Das Wesen des Vergleichens

(Jürgen Fritz, 24.10.2019) „Überhaupt lobt man nichts in angemessener Weise ohne einen Vergleich.“ (Plinius der Jüngere, 61 – 113) Das könne man doch nicht miteinander vergleichen, so lautet eine typische Redewendung. Doch was bedeutet es überhaupt, Dinge miteinander zu vergleichen? Könnte es sein, dass dieser Begriff oftmals gar nicht richtig verstanden, das Wesen des Vergleichs mithin nicht erfasst wurde, wie diese Redewendung zeigt?

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Die deutsche Hysterie

(Alexander Meschnig, 22.09.2019) Was kennzeichnet die Deutschen? Ein wachsendes Missverhältnis zur Realität, diagnostizierte schon vor 75 Jahren István Bibó. Das stetige Abgleiten der Politik in eine Art von Traumwelt. Aber auch dass Demokratie und Nationalismus als unversöhnliche Antagonisten empfunden werden, bei der früher die Sehnsucht nach nationaler Einheit dominierte. Diese deutsche Hysterie hat sich nun aber offensichtlich auf ein anderes politisches Feld hin verschoben, wie Alexander Meschnig meisterlich aufzeigt: Nun will man stolzer Vorreiter einer Open-Border-Politik und einer hysterisierten Klimabewegung sein, um sich sodann in einer irrealen Mischung aus Hybris und Demut einem erweiterten Selbstmord als Sühneopfer für die leidende Welt hinzugeben.

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Hitlers Vabanque-Spiele oder: Der größte Verlierer aller Zeiten

(Herwig Schafberg, 01.09.2019) Heute vor 80 Jahren, am 1. September 1939, ließ Adolf Hitler, der „Führer“ des nationalsozialistischen Deutschland, unbeirrt von britischen und französischen Drohungen die deutsche Wehrmacht in Polen einmarschieren. Zwei Tage später machten die Briten – kurz nach ihnen auch die Franzosen – ihre Drohungen wahr und erklärten dem Deutschen Reich den Krieg, falls die deutschen Truppen sich nicht zurückzögen. Reichsmarschall Hermann Göring mahnte den „Führer“, sich nicht auf ein Vabanque-Spiel einzulassen. Doch Hitler entgegnete: „Ich habe in meinem Leben immer Vabanque gespielt!“. Damit hatte der Zweite Weltkrieg begonnen. Herwig Schafberg blickt zurück.

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Uwe Tellkamp: Kultur und Werte – Kultur ist Mittlerin und Stifterin von Identität

(Uwe Tellkamp, 30.08.2019) Ein Volk, das seine eigene Kultur nicht achtet, weil es Verblendeten folgt, die glauben, es brauche oder gebe keine Kultur, schon gar keine “eigene” – ein Volk, das solche Ideologen gewähren lässt, wird sich nicht erhalten, sagt Uwe Tellkamp und zeigt auf, inwiefern wir der Kultur bedürfen, schon allein um uns zu verständigen, aber auch um zu erfahren, wer wir selbst sind und wer wir nicht sind.

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Recht oder Pflicht zum Widerstand?

(Hans-Jürgen Wünschel, 21.07.2019) ,,Was wolltest Du mit dem Dolche, sprich?“ – ,,Die Stadt vom Tyrannen befreien!“ – So können wir es im Gedicht „Die Bürgschaft“ von Friedrich Schiller lesen. Und im Schauspiel „Wilhelm Tell“ schreibt Schiller: ,,Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht… Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, wenn unerträglich wird die Last, greift er hinauf getrosten Mutes in den Himmel und holt herunter seine ewgen Rechte, die droben hangen unveräußerlich und unzerbrechlich wie die Sterne selbst.“ Beide Zitate beleuchten die Problematik des Widerstandes: Darf ich den Tyrannen töten? Wenn ja, wann? Und gibt es sogar eine Pflicht zum Widerstand? Der Historiker Hans-Jürgen Wünschel beleuchtet die Problematik.

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Die christlichen Kirchen und die Nazis

(Jürgen Fritz, 16.07.2019) „Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen“, heißt es im Neuen Testament (1. Petrusbrief 2,18). Und im Römerbrief 13,1 steht geschrieben: „Jedermann sei Untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nur der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.“ Wenn jede Obrigkeit von dem einen und einzigen Gott verordnet ist, so dann natürlich auch das Hitler-Regime. Insofern ist es natürlich interessant zu beleuchten, wie sich die christlichen Kirchen unter der NS-Herrschaft verhielten.

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Mauern können einsperren, aber auch schützen

(Jürgen Fritz, 12.07.2019) „So möge es jedem ergehen, der diese Mauer zu übersteigen wagt!“, rief Romulus aus, nachdem er seinen Bruder Remus erschlagen hatte, da dieser über die niedrige Mauer der neuen Stadt gesprungen war, um zu demonstrieren, wie wertlos sie sei. Diese Verhöhnung des Sinnbildes der Geborgenheit konnte Romulus nicht ungestraft hinnehmen. Deswegen musste der geliebte Bruder sterben. Romulus blieb keine andere Wahl, wollte er die Stadt schützen. Um den Schatten des Toten zu versöhnen und ihn zu ehren, ließ er aber einen zweiten Thron neben seinem eigenen aufstellen, gleichsam als teile er die Herrschaft mit dem erschlagenen Bruder.

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Independance Day: 243 Jahre USA, eine Geschichte erfolgreicher Bürgerbewegungen

(Herwig Schafberg, 04.07.2019) Heute feiern die US-Amerikaner ihren nationalen Unabhängigkeitstag. Er hat seinen historischen Grund in der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776, mit der 13 britische Kolonien an der Ostküste Nordamerikas sich durch ihre Repräsentanten von Großbritannien lossagten; denn die Bürger dieser Kolonien hatten unter britischer Herrschaft zwar weitreichende Selbstverwaltungsrechte gehabt, aber kaum Möglichkeiten zur Mitwirkung an der Steuergesetzgebung und zudem Handelsbeschränkungen zu erleiden. Das wollten viele von ihnen nicht weiter hinnehmen. Der Historiker Herwig Schafberg blickt zurück auf über 240 Jahre erfolgreicher amerikanischer Bürgerbewegungen.

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