Der Verbrechdenker (II)

(Archi W. Bechlenberg, 22.04.2019) „Sagen Sie mir“, fragte Winston, „wie bald wird man mich erschießen?“ „Es kann noch lange dauern,“ sagte O’Brien. „Sie sind ein schwieriger Fall. Aber geben Sie die Hoffnung nicht auf. Jeder wird früher oder später geheilt. Am Schluss erschießen wir Sie.“ (George Orwell, 1984)

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Vermeintliche „Übungen“ am Breitscheidplatz: Was wissen BKA und Berliner Polizei, was wir nicht wissen?

(Buchvorstellung, 04.04.2019) Mehr als zwei Jahre nach dem verheerenden Anschlag von Anis Amri auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin nahm die Berliner Polizei im März 2019 erneute Untersuchungen vor. Getarnt als „Übungen“ wurden verschiedene Vermessungen durchgeführt. Doch BKA und Polizeibehörden wollen davon nichts wissen. In seinem Buch Anis Amri und die Bundesregierung enthüllt Autor Stefan Schubert bereits geheime Ermittlungsakten von Terrorermittlern, die bis heute mit Maulkörben belegt werden. Und jeder ahnt es bereits: Es gibt nach wie vor Dinge, die uns verheimlicht werden.

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Karl Lagerfeld ist tot – Vor kurzem übte er noch scharfe Kritik an Merkels Migrationspolitik

(Jürgen Fritz, 19.02.2019) Die deutsche Mode-Legende Karl Lagerfeld ist heute in Paris verstorben. Das berichten französische Medien. Wie Purepeople berichtet, wurde der 85-Jährige am Montag mit einem Notfall ins Amerikanische Krankenhaus in Paris eingeliefert. Lagerfeld war einer der wenigen Mutigen, der erst vor 15 Monaten noch in einer französischen TV-Show heftige Kritik an Merkels Migrationspolitik übte, der er vorwarf, sie sei nur bestrebt, ihr Image als Rabenmutter aufzupolieren. Lesen Sie hier nochmals, was genau Lagerfeld sagte und welche Reaktionen dies auslöste. Dieser Freigeist, dieser kluge, extravagante und mutige Mann wird uns fehlen!

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Philosophischer Start in den Tag: Der neue Totalitarismus

(Aphorismen, 01.02.2019) „Es gibt natürlich keinen Grund, warum der neue Totalitarismus dem alten gleichen sollte. (…) Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre einer, worin die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrschen, die gar nicht gezwungen zu werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben. Ihnen die Liebe zu ihr beizubringen, ist in heutigen totalitären Staaten die den Propagandaministerien, den Zeitungsredakteuren und Schullehrern zugewiesene Aufgabe.“ (Aldous Huxley, britischer Schriftsteller, 1894 – 1963, Vorwort zur Neuausgabe von Schöne neue Welt, 1946)

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Rassismus: Ein amerikanischer Alptraum oder: Der weltweite Kampf gegen Weiße

(Vera Lengsfeld, 30.01.2019) Martin Lichtmesz veröffentlichte 2018 ein bemerkenswertes Büchlein. Das alte Europa war nie Amerika, sagt er. Es war frei vom innergesellschaftlichen Alltagsrassismus, von einem Unterscheidungszwang, den es nur gebe, wenn man ständig betont, dass es ihn nicht gebe. Da wir aber alles, was in den USA geschehe, früher oder später auch bei uns wiederfinden, kommt er zu dem Schluss: Das Thema »Rasse« wird auch bei uns zu jenem Alptraum werden, das es in den USA längst ist – eine Mischung aus Omnipräsenz, Leugnung, Instrumentalisierung, Denunziation, Wirklichkeitsverweigerung und gesellschaftlicher Spaltung. Vera Lengsfeld stellt Ihnen das wichtige Werk vor.

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Novak Djokovic gewinnt die Australian Open und schreibt Tennisgeschichte

(Jürgen Fritz, 27.01.2019) Vor exakt sieben Jahren spielten sie in Melbourne das längste Grand Slam-Finale aller Zeiten. Novak Djokovic besiegte Rafael Nadal 2012 nach 5:53 Stunden mit 5:7, 6:4, 6:2, 6:7, 7:5. Es war eines der besten Matches aller Zeiten zweier Spieler, die längst zu den zehn besten in der Geschichte dieses Sports gehören. Heute standen sie sich erneut im Finale der Australian Open gegenüber und beide, die Nr. 1 und die Nr. 2 der Welt, schienen nun mit 31 bzw. 32 Jahren sogar noch stärker als vor sieben Jahren. Von vorneherein war klar, dass in ihrem 53. Aufeinandertreffen (Weltrekord!) einer von beiden Tennisgeschichte schreiben würde.

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(Un)Gerechtigkeit

(Jürgen Fritz, 22.01.2019) „Und der vorherrschende Glaube an »soziale Gerechtigkeit« ist gegenwärtig wahrscheinlich die schwerste Bedrohung der meisten anderen Werte einer freien Zivilisation.“ (Friedrich August von Hayek) – „Es gibt nur etwas, das schlimmer ist als Ungerechtigkeit, und das ist Gerechtigkeit ohne Schwert in der Hand. Wenn Recht nicht Macht ist, ist es Übel.“ (Oscar Wilde)

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Nachruf auf Robert Spaemann, den Philosophen der Katholiken

(Stefan Groß und Jürgen Fritz, 13.12.2018) Robert Spaemann ist im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Stuttgart verstorben. Der Philosoph war tief geprägt vom christlichen Glauben und zwar in seiner katholischen Ausprägung. Er war ein ganz und gar unzeitgemäßer Denker und genau das machte ihn so interessant. Ein Nachruf von Jürgen Fritz und Stefan Groß.

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Die fünf Bücher des Jahres 2018

(Jürgen Fritz, 08.12.2018) Das Jahr neigt sich langsam seinem Ende zu. Eine gute Gelegenheit, einen Blick zurückzuwerfen, welches die Neuerscheinungen des Jahres im Büchermarkt waren, zumal wenige Wochen vor Heiligabend dem ein oder anderen vielleicht noch Ideen für Weihnachtsgeschenke respektive Tipps für die Lektüre zwischen den Jahren willkommen sind. Hier also meine persönlichen Top-Five des Jahres 2018.

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Das Geheimnis der höchsten Göttin

(Jürgen Fritz, 07.11.2018) Die Göttin der Vernunft, von den Griechen Athene, den Römern Minerva genannt, zwar schon erahnt, aber noch nicht gänzlich erkannt, steht weit über allen anderen Göttern, auch wenn drei von diesen, von denen ein jeder behauptet, er wäre der einzige überhaupt, zwei sogar höchst aggressiv danach trachten, alle Erdlinge unter ihre Gewalt zu bringen, auf dass sie nur noch ausschließlich vor ihnen auf die Knie sinken, und die sich gegenseitig bekämpfen. Zwar spricht die höchste Göttin stets nur mit leiser Stimme, daher können sie nicht alle gleich gut vernehmen, weil der Erdlinge Gehör sehr unterschiedlich ausgeprägt, gleichwohl ist sie doch die mächtigste, vor allem aber die edelste und reinste von allen. Doch was ist nun ihr Geheimnis?

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Wo die Toleranz des Humanisten im Gegensatz zu der des Idioten endet

(Jürgen Fritz, 26.10.2018) „Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.“ – „Suche nicht andere, sondern dich selbst zu übertreffen.“ – In diesen beiden Zitaten von Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.) kommen die beiden Momente des Humanismus wunderbar zum Ausdruck. Doch was genau bedeutet Humanismus im Gegensatz zur Humanität und zum Humanitarismus und wo endet die Toleranz des Humanisten gegenüber der des Idioten?

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