Differenzen bestehen weniger im Wünschen bzgl. des Sein-sollens als vielmehr im Meinen über das Sein der Welt

(Jürgen Fritz, 07.05.2021) Wie bereits dargelegt, können Menschen zwei ganz unterschiedliche geistige Beziehungen zur Welt einnehmen und tun dies auch permanent: Zum einen glauben oder meinen sie, dass etwas der Fall ist, zum andern wünschen sie, dass etwas der Fall sein sollte. Damit stellt sich die Frage, in welchem dieser zwei Bereiche primär die großen Unterschiede zu finden sind, die wir in all den differierenden Weltanschauungen gegenwärtigen.

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Philosophische Bemerkung zur Gleichheit

(Jürgen Fritz, 05.05.2021) Fürs Erste wäre schon einmal viel gewonnen, wenn in der Breite verstanden würde, dass „sind gleich“ kein zwei-, sondern ein dreistelliger Prädikator ist, der drei Nominatoren erfordert, und Sätze wie „A und B sind gleich“ oder „Alle Menschen sind gleich“ daher ohne Sinn, sprich nicht wahrheitsfähig sind, ebenso wie ein Satz der Gestalt „42 ist größer“ ohne Sinngehalt ist.

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Die zwei geistigen Beziehungen zur Welt: Meinen und Wünschen

(Jürgen Fritz, 01.05.2021) Philosophie wird traditionell unterteilt in zwei große Bereiche: theoretische und praktische Philosophie. Diese sehr sinnvolle Unterteilung hat eine tiefere Bewandtnis. Sie ist darin begründet und fundiert, dass wir zwei ganz unterschiedliche geistige Beziehungen zur Welt einnehmen können und dies auch permanent tun: dem Glauben oder Meinen, dass etwas der Fall ist, und dem Wünschen, dass etwas der Fall sein sollte.

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Ludwig Wittgenstein, das Jahrhundertgenie, oder: Manchmal reicht ein einziger Satz

(Jürgen Fritz, 30.04.2021) Vor 70 Jahren, am 29. April 1951, verstarb er im Alter von 62 Jahren an Krebs. Da er es ablehnte, ins Krankenhaus zu gehen, verlebte er die letzten Wochen im Hause seines Arztes, der ihn bei sich aufgenommen hatte. Als dessen Frau ihm am Tag vor seinem Tod mitteilte, seine englischen Freunde würden ihn am nächsten Tag besuchen, soll er geantwortet haben: „Sagen Sie ihnen, dass ich ein wundervolles Leben gehabt habe.“ Wie alles begann: Mit einem einzigen Satz.

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Warum Minus mal Minus Plus ergibt – Ein Ausflug in die Philosophie der Mathematik

(Jürgen Fritz, 29.03.2021) Eine Vorzeichenregel besagt, dass nicht nur Plus mal Plus, sondern auch Minus mal Minus Plus ergibt. Warum aber ist dem so? Dazu gibt es mehrere Erklärungen, insbesondere eine rein formal-logische, aber auch anschauliche. An diesem Beispiel soll das Wesen der Mathematik, ihr Verhältnis zur Wirklichkeit (Realität) und damit auch der mathematische Wahrheitsbegriff philosophisch beleuchtet werden.

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Philosophie der Mathematik als Teil der theoretischen Philosophie

(Jürgen Fritz, 29.03.2021) Existieren die mathematischen Gegenstände wirklich, unabhängig von uns, werden mithin entdeckt, oder werden sie von uns konstruiert und existieren ausschließlich in unserem Geist? Oder muss man die Mathematik gar rein als ein formales System ansehen, in dem einfach Zeichen nach syntaktischen Regeln bearbeitet werden, ohne jede Bedeutung (Semantik)? Wie kommt es dann, dass Mathematik „auf die Gegenstände der Wirklichkeit so vortrefflich passt“ (Albert Einstein)?

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Hoffnung, Emotionen und der Sinn des Lebens

(Jürgen Fritz, 19.03.2021) „Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung“, meinte Otto Ludwig in „Zwischen Himmel und Erde“. Was aber genau ist Hoffnung? Hoffnung ist zunächst einmal eine Emotion. Und zwar ist sie wie die Furcht oder Angst eine solche, die auf die Zukunft gerichtet ist, also eine Erwartungsemotion. Doch wie hängt die Hoffnung mit dem Sinn des Lebens zusammen?

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Nein, Religion ist nichts Gutes – Sie wird von vielen gebraucht, das aber ist etwas anderes als gut sein

(Jürgen Fritz, 14.03.2021) Ich glaube, einer der grundlegendsten und tiefsten Denkfehler ist der, zu meinen, Religion sei etwas Gutes. Das ist sie nicht. Sicher gibt es ein religiöses Bedürfnis und metaphysisch spekulative Weltbilder sind ohne Zweifel seit Jahrtausenden eine anthropologische Konstante. Offenbar brauchen noch immer viele Menschen Religion. Das aber ist eine völlig andere Aussage.

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Die zwei Sorten von Menschen in Bezug zur Epistemologie

(Jürgen Fritz, 03.03.2021) In ihrem Verhältnis zur Erkenntnis gibt es zwei Sorten von Menschen: Erstens solche, die grundsätzlich wissen wollen, was der Fall ist, sprich Wissens- und Wahrheitsorientierte. Diese versuchen, die innere Repräsentation der Welt ständig der Wirklichkeit anzupassen, um diese immer besser zu erkennen und zu verstehen, ohne dabei die Augen vor bestimmten Dingen, die sie nicht wahrhaben wollen, zu verschließen. Diese Gruppe ist immer in der Minderheit, seit Jahrtausenden.

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Wie CDU, Grüne, SPD und Linke Art. 1 Grundgesetz ändern wollen

(Jürgen Fritz, 04.02.2021) Seit Monaten deutet alles auf eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl im September hin. JFB liegen aus sehr unzuverlässiger Quelle Informationen vor, dass die Grünen zusammen mit CDU/CSU im Falle ihres Wahlsieges folgende essentielle Grundgesetzänderung schon in Artikel 1 GG planen, was einer Revolution gleichkäme. SPD und Die Linke sollen bereits ihr vollstes Einverständnis mit der Novelle signalisiert haben.

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Vom gut für mich über die Moral zur Ethik und Metaethik: die vier Ebenen des ethischen Bewusstseins

(Jürgen Fritz, 05.01.2021) Das Giftige nicht zu essen, stattdessen das Wohlschmeckende, das einem gut tut und Energie verleiht, ist bereits eine Bewertung: Dieses ist gut für mich, jenes nicht. Ohne Bewertung, keine Ausrichtung des Lebens. Doch das ist erst der Anfang des Bewertenerlernens. Mit der Weitung des geistigen Horizontes entwickeln sich neue Dimensionen von gut, aber auch Kräfte, die just diese Horizontweitungen bis aufs Blut bekämpfen und zu unterdrücken suchen.

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Glaube – Wissen – Vertrauen – Scharlatane

(Jürgen Fritz, 01.01.2021) Jedes Wissen stellt zunächst einmal ein Glauben, dass etwas der Fall ist, dar, ist mithin ein Für-wahr-Halten. Ebenso stellt aber auch jede Fehlvorstellung ein Für-wahr-Halten dar, ein Glauben oder Meinen, dass etwas der Fall ist. Was unterscheidet dann das Wissen vom fälschlichen Meinen oder Glauben? Welche Rolle spielen hier das Vertrauen und die Wissenschaft? Und warum sind Scharlatane so schädlich?

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Christen und Muslime: einander ähnlicher als man denkt?

(Jürgen Fritz, 26.12.2020) Christentum und Islam gelten neben Buddhismus, Judentum, Daoismus, Baha’i und Hinduismus als zwei der sieben Weltreligionen und zwar als die beiden mit den meisten Anhängern. Alle metaphysisch spekulativen Weltanschauungen weisen natürlich Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Zwischen Christen und Muslimen oder vielleicht genauer Mohammedanern sind die Gemeinsamkeiten aber größer als vielen bewusst ist.

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Jesus von Nazareth: ein jüdischer Nationalist?

(Jürgen Fritz, 25.12.2020) Aus dem Wirken der historischen Person Jesus entstand das Christentum, eine Weltreligion mit 2,1 Milliarden Anhängern, mehr als jede andere metaphysisch spekulative Weltanschauung. Das Christentum ist global ausgerichtet. Alle Menschen seien Geschöpfe des einen und einzigen Gottes, so heißt es. War Jesus von Nazareth, der Stifter dieser Weltreligion, in Wahrheit aber gar kein Globalist, sondern ein jüdischer Nationalist? Was sagt die Forschung?

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Jesus: Vermenschlichter Gott oder vergotteter Mensch?

(Jürgen Fritz, 24.12.2020) Das Christentum, mit etwa 2,1 Milliarden Anhängern noch immer die größte Religionsgemeinschaft der Erde, nimmt seinen Anfang in einer Person: in Jesus. Das tun andere Religionen auch. Gleichwohl hebt sich Jesus von allen anderen Religionsstiftern markant ab. Denn er gilt den Christen als der menschgewordene Sohn Gottes, als die höchste Erscheinungsform des Heiligen in der Welt, ja als Gott. Wie diese Vorstellung entstanden ist, soll im folgenden erläutert werden.

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