Genderismus ist nichts anderes als eine Form des Rassismus

(Jürgen Fritz, 02.12.2020) Wer sich des Gender-Sprech bedient, der sieht die einzelne Person nicht primär als Mensch, als Teil einer Gattung, als Teil der Menschheit, sondern als Teil einer Geschlechtergruppe. Er verdreht mithin das Essentielle und das Akzidentelle. Das tun die Genderisten natürlich nicht einfach so, sondern sie verfolgen damit ein ganz bestimmtes Ziel.

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Sein zum Tode und der Wunsch nach Unsterblichkeit

(Jürgen Fritz, 24.11.2020) Der Tod sei gar kein Übel, meinte Epikur in seinem berühmten Argument. Doch stimmt das wirklich? Ist er nicht genau das eben doch? Der Tod gleicht letztlich einem gigantischen Raub. Wir werden unseres eigenen Daseins beraubt. Dieses wird uns früher oder später weggenommen. Und wir haben schon früh ein Bewusstsein davon, dass dies unvermeidlich ist. Wie damit leben?

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Philosophie der Angst

(Jürgen Fritz, 31.10.2020) Angst ist einer der besten Ratgeber, die es überhaupt gibt und jemals gab, während der Satz, in dem das Gegenteil behauptet wird, einer der dümmsten ist, die die letzten Jahre artikuliert wurden. Inwiefern? Eine Reflexion über diese essentielle Basis-Emotion.

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QAnon: die profane gnostische Erlösungsreligion mit ihrer Heilsfigur Donald Trump

(Claudia Simone Dorchain, 11.10.2020) Aus den USA kommend hat ein neuer Kult auch in Deutschland Fuß gefasst: QAnon. Q arbeitet mit einer aggressiv angstgeladenen Schwarz-Weiß-Welterklärung im Politischen und findet in Donald Trump seine Heilsfigur. Was wir hier sehen, ist die postmoderne, ins Cyberzeitalter transportierte Fassung eines antiken gnostischen Erlösungsmärchens, wie die Philosophin Claudia Simone Dorchain verdeutlicht.

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Philosophischer Realismus: Die Welt ist nicht in mir, sondern ich bin in der Welt

(Jürgen Fritz, 02.10.2020) Erzeugt ein Baum, der in der Wildnis umfällt, Schall, wenn niemand da ist, dessen Ohr die hierdurch erzeugten Bewegungen der Luftmoleküle aufnehmen und die Signale an sein Gehirn weiterleiten könnte? War die Erde schon damals (annäherungsweise) eine Kugel, als vor vielen Jahrtausenden noch niemand dies entdeckt hatte? Ist ein bestialischer Mord ein Verbrechen, mithin eine moralisch zu verurteilende Tat, auch wenn er sich in der Wildnis ereignet, wo niemand es beobachtet, niemand den Toten vermisst und die Leiche niemals entdeckt wird?

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Warum sind sokratische Gespräche heute kaum noch möglich?

(Jürgen Fritz, 14.09.2020) „Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen.“ (Aristoteles) – „Platon ist mein Freund und Aristoteles auch, meine liebste Freundin aber ist die Wahrheit“ (Isaac Newton) – „Wahrlich es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen sondern das Erwerben, nicht das Da-Seyn, sondern das Hinkommen, was den grössten Genuss gewährt.“ (Carl Friedrich Gauß)

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Der Philosophie-Vorspieler: Vom Schein und Sein

(Jürgen Fritz, 22.08.2020) „Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht.“ (Hannah Arendt) – „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt drauf an, sie zu verändern.“ (Karl Marx) – „Philosophen denken nach.“ (Konrad Paul Liessmann)

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Ungeheuer ist viel, doch nichts ungeheurer als der Mensch

(Jürgen Fritz, 16.08.2020) Sophokles gilt neben Aischylos und Euripides als der bedeutendste Tragödiendichter der griechischen Antike. Seine erhaltenen Stücke, vor allem Antigone, uraufgeführt 442 v. u. Z., und König Ödipus, entstanden zwischen 429 und 425 v. u. Z., zählen zu den herausragenden Werken der Weltliteratur und werden seit Jahrtausenden auf den Bühnen der ganzen Welt gespielt. Im berühmten zweiten Chorlied der Antigone – Ungeheuer ist viel, doch nichts ungeheurer als der Mensch – lässt Sophokles den Chor seine Ansicht vom Wesen des Menschen aussprechen.

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Nur die Moral kann uns vor dem Abgrund retten – Marxismus aber ist falsch

(Jürgen Fritz, 12.08.2020) Wir leben in dunklen Zeiten. In Zeiten, in denen das, was wir aus moralischen, das heißt, alle Menschen betreffenden Gründen tun bzw. unterlassen sollen, durch Propaganda, Ideologie, Fake News und Halbwahrheiten verdeckt werden. Je mehr solcher Verdeckungsstrategien, desto dunkler die Zeiten, sagt Deutschlands weltweit bekanntester Gegenwartsphilosoph Markus Gabriel. Dabei gebe es gigantische Manipulationsmaschinen, die uns vorgaukeln, dass es gar keine moralisch objektiv existierenden Werte, keine universellen moralischen Wahrheiten gäbe. In seinem neuen Buch legt Gabriel einen Entwurf zu einer neuen Aufklärung gegen den Werterelativismus vor und zeigt: Die Menschheit ist zu moralischem Fortschritt fähig. Es gibt universale Grundwerte, die für alle Menschen gelten.

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Objektive Wahrheit und subjektive Fehlvorstellungen

(Jürgen Fritz, 09.08.2020) „Auch eine schädliche Wahrheit ist nützlich, weil sie nur Augenblicke schädlich sein kann und alsdann zu andern Wahrheiten führt, die immer nützlich und sehr nützlich werden müssen, und umgekehrt ist ein nützlicher Irrtum schädlich, weil er es nur augenblicklich sein kann und in andre Irrtümer verleitet, die immer schädlicher werden.“ (Johann Wolfgang von Goethe an Charlotte von Stein, 8. Juni 1787) – „Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.“ (Friedrich Rückert)

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Das Urteil gegen Prof. Ulrich Kutschera: Wann und wo endet die wissenschaftliche Freiheit?

(Rainer Thesen, 06.08.2020) Ulrich Kutschera ist ein international renommierter Evolutionsbiologe. Er ist Professor an der Uni Kassel und arbeitet seit 2007 zusätzlich als Visiting Scientist in Palo Alto, Kalifornien, USA. Kutschera bezog zu verschiedenen Themen öffentlich sehr klar Stellung, so gegen den Einfluss des Kreationismus sowie zu den Themen Gender Studies und gleichgeschlechtliche Ehe. Homosexuelle, die sich „beleidigt“ fühlten, zeigten ihn daraufhin an und der Staatsanwalt erhob tatsächlich Anklage gegen den Wissenschaftler wegen „Beleidigung“ und „Volksverhetzung“. Das Amtsgericht Kassel wies die Anklage wegen „Volksverhetzung“ zwar zurück, verurteilte den Professor aber wegen „Beleidigung“ zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro. Der Jurist Rainer Thesen beleuchtet den Fall und stellt ihn in den Kontext des Zeitgeistes.

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Gründe und Motive: innere Schönheit

(Jürgen Fritz, 31.07.2020) Wenn wir nach dem Guten fragen, müssen wir zwei grundlegend verschiedene Fragen unterscheiden: 1. Warum ist es gut, H zu tun, beziehungsweise warum ist die Handlung H moralisch? 2. Angenommen es kann aufgezeigt werden, warum es gut ist, H zu tun, so kann man fragen: Warum soll ich das Gute denn überhaupt wollen, sprich warum soll ich überhaupt moralisch sein? Die erste Frage ist die nach einem Rechtfertigungsgrund, die zweite die nach einem Motivationsgrund, also danach, welches Motiv ich haben sollte, das als gut Erkannte und als gut Gerechtfertigte denn auch zu tun.

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Beschreiben und erklären – bewerten und begründen

(Jürgen Fritz, 30.07.2020) Soll man die Welt nur beschreiben und erklären respektive versuchen zu verstehen oder soll man die Welt, die Dinge, die Ereignisse, die Mitmenschen und sich selbst auch bewerten? Können wir überhaupt anders als das, was wir beobachten, wahrnehmen, was uns widerfährt, zu bewerten? Machen uns unsere Bewertungen und die Art, wie wir das tun, vielleicht sogar gerade zu dem, der wir sind? Liegt das gleichsam in unserem Wesen, womöglich sogar im Wesen des Lebens selbst, dass wir die Fähigkeit besitzen, Dinge zu evaluieren? Auf den primitivsten Stufen zum Beispiel dergestalt: „Kälte ist schlecht, ergo diese meiden“ oder „schmeckt gut und tut gut, ergo essen“. Wie würde ein Leben aussehen ohne jede Bewertung, mithin ohne jegliche Werte? Betrachten wir es etwas genauer und versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen.

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