Uwe Tellkamp: Kultur und Werte – Kultur ist Mittlerin und Stifterin von Identität

(Uwe Tellkamp, 30.08.2019) Ein Volk, das seine eigene Kultur nicht achtet, weil es Verblendeten folgt, die glauben, es brauche oder gebe keine Kultur, schon gar keine “eigene” – ein Volk, das solche Ideologen gewähren lässt, wird sich nicht erhalten, sagt Uwe Tellkamp und zeigt auf, inwiefern wir der Kultur bedürfen, schon allein um uns zu verständigen, aber auch um zu erfahren, wer wir selbst sind und wer wir nicht sind.

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Gevatter Elitz, Sie wären besser ruhig gewesen

(Michael Klonovsky) Eine in die Jahre gekommene journalistische Betriebsnudel der Bundesrepublik, die meiste Zeit per GEZ alimeniert und also auf das Apportieren gewünschter Artikel dressiert, holt nun ausgerechnet bei Cicero Stöckchen und lässt sich über die „Gemeinsame Erklärung“ aus.

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Was hat Uwe Tellkamp tatsächlich gesagt?

(Jürgen Fritz) Am 8. März 2018 kam es im Kulturpalast Dresden zu einer Podiumsdiskussion mit den beiden Schriftstellern der Stadt Uwe Tellkamp und Durs Grünbein. Dabei bezog Tellkamp Positionen, die von Prominenten sonst eher selten bezogen werden und sprach Dinge mit einer Klarheit aus, die noch ungewöhnlicher ist. Dass dieser Mann nicht nur über eine exzellente Beobachtungsgabe, sondern auch über einen klaren Verstand und ungewöhnlich viel Mut verfügt – eine Tugend, die man gerade bei Intellektuellen nicht selten völlig vermisst – ist offenkundig. Seine Worte schlugen innerhalb weniger Tage heftige Wellen. Der Suhrkamp-Verlag distanzierte sich binnen Stunden auf recht schäbige Weise von seinem eigenen Autor. Doch was genau sagte Tellkamp eigentlich? Lesen und hören Sie hier die wichtigsten Passagen seiner Rede und der Podiumsdiskussion.

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Vera Lengsfeld an Suhrkamp-Verlag: Uwe Tellkamp hat die Zivilcourage, die Sie vermissen lassen

(Vera Lengsfeld) Uwe Tellkamp gilt als einer der angesehensten Schriftsteller im Lande. Sein bekanntester Roman „Der Turm“ wurde weit über 750.000 mal verkauft und 2012 verfilmt. In einer Podiumsdiskussion am 8. März in Dresden sagte Tellkamp mit Blick auf die Massenimmigration Kulturfremder unter anderem: „Die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern“. Nur wenige Stunden später, noch in der Nacht zum 9. März, fiel der Suhrkamp-Verlag, der Tellkamp bisher verlegt, in den Rücken, distanzierte sich öffentlich von der „Haltung“, die in seinen Äußerungen zum Ausdruck komme. „So ließen zuletzt die Verlage der DDR ihre Autoren im Regen stehen, wenn sie Druck von oben bekamen“ bemerkt dazu Thomas Rietzschel. „Siegfried Unseld, der einstige Suhrkamp-Verleger, müsste sich im Grabe umdrehen, würde er von diesem Verrat Wind bekommen“. Vera Lengsfeld wollte das nicht auf sich beruhen lassen und schrieb dem Verlag einen offenen Brief.

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