Monotheismus und die Sprache der Gewalt

(Jürgen Fritz, 20.06.2020) Religiöse Gewalt, also eine solche, die sich auf metaphysische Spekulationen beruft, mit denen sie einen absoluten Wahrheitsanspruch verbindet, neben dem sie nichts anderes gelten lässt, gehört zu den großen Bedrohungen unserer Zivilisation. Doch woher kommt diese Gewalt? Ist sie so alt wie die Religion und das hieße wie die kultivierte Menschheit? Oder ist sie eine neuere Erscheinung, die erst mit dem Monotheismus aufkam? Der Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Jan Assmann, mehrfacher Honorarprofessor, zusammen mit seiner Frau Aleida Assmann Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, geht der Frage nach.

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Wie Achille Mbembe und Aleida Assmann den Holocaust verharmlosen

(Thomas Schmid, 16.06.2020) Nie zuvor war das Töten von Menschen Selbstzweck gewesen. Das ist der Kern dessen, was heute Zivilisationsbruch genannt wird: Im Holocaust und im Gulag maßten Menschen sich an, im Prinzip die Menschheit insgesamt für wertlos zu erklären. Gegen die Singularität dieses Verbrechens regte sich von rechtsaußen schon immer Widerstand. Seit einiger Zeit kommt das Unbehagen hieran aber auch aus anderer Richtung. Insbesondere zwei Namen seien genannt: Achille Mbembe und Aleida Assmann verharmlosen damit den Holocaust, sagt Thomas Schmid und widerspricht ihnen dezidiert.

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