Wird ein wahrer Satz erst durch seinen Beweis wahr?

(Jürgen Fritz, 31.03.2019) „Nicht darum nämlich, weil unsere Meinung, du seiest weiß, wahr ist, bist du weiß, sondern darum, weil du weiß bist, sagen wir die Wahrheit, indem wir dies behaupten“, analysierte Aristoteles messerscharf. In diesem einen Satz stecken viele Erkenntnisse, zum Beispiel eine über den Ort der Wahrheit, wo diese überhaupt zu finden ist: a) in unseren Meinungen über das Sein, die wahr oder falsch sein können, und b) in unseren Behauptungen über das Sein, für die das Gleiche gilt. Ein wahrer Satz beschreibt die Wirklichkeit richtig, hat also – eine Einsicht, die in einigen modernen Wahrheitstheorien verlustig gegangen ist und das mit schwerwiegendsten Folgen – einen Bezug zur Realität. Doch welcher Art ist die Beziehung zwischen Wahrheit und Beweis dieser? Wird ein wahrer Satz erst durch seinen Beweis wahr?

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Widerlegung des Relativismus in weniger als drei Minuten

(Jürgen Fritz, 19.06.2018) Der Kulturrelativismus ist der Gegenbegriff zum Universalismus und ist ein wichtiger Bestandteil des Multikulturalismus. Kulturrelativisten meinen, dass es keinen objektiven Maßstab gäbe, um Kulturen vergleichen zu können. Jede Kultur müsse aus sich heraus verstanden werden. Dieser Position liegt ein ethischer Relativismus zu Grunde, der jeden Objektivismus negiert. So etwas wie objektiv gut gäbe es gar nicht. Was hier moralisch gut sei, könne dort moralisch schlecht sein und beide hätten gleichermaßen Recht. Alle relativistischen Positionen können leicht widerlegt werden. Hier einer der kürzesten Beweise.

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