Echte und falsche Toleranz und Bescheidenheit

(Jürgen Fritz, 29.09.2019) Toleranz oder Duldsamkeit bedeutet im allgemeinen, dass man Dinge, die man selbst nicht gut, vielleicht sogar falsch oder schlecht findet, erträgt, dass man Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten anderer bis zu einem gewissen Grade gelten lässt oder aushält. Toleranz ist dabei weniger als Akzeptanz, mit der ein Gutheißen einhergeht, kein Ertragen oder Aushalten. Eine maßvolle, aber nicht grenzenlose Toleranz könnte man dabei, wie auch die Bescheidenheit, also die freiwillige Selbstbeschränkung als Kontrapunkt zur Geltungssucht, als Tugend auffassen. Dabei gilt es jedoch eine wahre und eine falsche Toleranz und Bescheidenheit zu unterscheiden.

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Sein-Sollen-Fehlschluss und naturalistischer Fehlschluss: Was ist der Unterschied?

(Jürgen Fritz, 21.09.2019) In seinem berühmten Werk A Treatise of Human Nature (Ein Traktat über die menschliche Natur) stellte der schottische Philosoph David Hume 1739/40 bereits fest, dass aus einem Sein kein Sollen geschlossen werden könne. Dieser Sein-Sollen-Fehlschluss, auch Humes Gesetz genannt, wird häufig auch als naturalistischer Fehlschluss bezeichnet beziehungsweise mit diesem verwechselt. Doch der naturalistische Fehlschluss nach George Edward Moore ist wieder etwas anders. Was ist der Unterschied? Hier die Erklärung.

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