Ungeheuer ist viel, doch nichts ungeheurer als der Mensch

(Jürgen Fritz, 16.08.2020) Sophokles gilt neben Aischylos und Euripides als der bedeutendste Tragödiendichter der griechischen Antike. Seine erhaltenen Stücke, vor allem Antigone, uraufgeführt 442 v. u. Z., und König Ödipus, entstanden zwischen 429 und 425 v. u. Z., zählen zu den herausragenden Werken der Weltliteratur und werden seit Jahrtausenden auf den Bühnen der ganzen Welt gespielt. Im berühmten zweiten Chorlied der Antigone – Ungeheuer ist viel, doch nichts ungeheurer als der Mensch – lässt Sophokles den Chor seine Ansicht vom Wesen des Menschen aussprechen.

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SARS-CoV-2 und die Büchse der Pandora

(Jürgen Fritz, 02.04.2020) Immer wieder sieht und hört man diese Tage von Fachärzten, die über ihren Todes-Statistiken sitzen, die Kurven anstarren, wie viele bisher gestorben sind, und dann sagen: „Ich kann nichts sehen. Da ist keinerlei Auffälligkeit“. Bis sie dort etwas sehen, ist es natürlich zu spät. Man weiß gar nicht, was man diesen Leuten sagen soll. Man möchte Sie bitten, die Geschichte von Prometheus, „dem Vorausdenkenden“, und seinem Bruder Epimetheus, „dem Nachherbedenkenden“, nochmals zu lesen. Aber auch das würde ja voraussetzen, dass sie die Parallele erkennen und zu ziehen vermochten.

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