Wie ungebildet und wie antiintellektuell waren Jesus und die Urchristen?

(Jürgen Fritz, 11.06.2019) Dieser Text ist nicht für Christen gedacht, die so bleiben wollen, wie sie sind, die ihre eigenen Fundamente nicht reflektieren und kritisch würdigen wollen, die sich mithin nicht für historisch-kritische Forschung interessieren, sondern mit dem ihnen in der Kindheit und/oder später vermittelten christlichen Narrativ (Geschichten, Märchen, Mythen) völlig zufrieden sind, weil ihnen das Halt und Orientierung gibt, auf welche sie nicht verzichten wollen oder können. Der Text ist vielmehr gedacht für solche, die gerne wissen wollen, welches Bild die Geschichtswissenschaft und die historisch-kritische Theologie nach fast 250 Jahren intensiver wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Thema herausschälen konnten.

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Sittlicher, Charakter- und Geistesadel oder: Worunter unsere Gesellschaft am meisten leidet

(Jürgen Fritz, 11.10.2018) Drei Formen des Adels lassen sich unterscheiden, bezogen nicht auf das Äußerliche (Adelstitel), sondern bezogen auf das Innere: Erstens der sittliche Adel, gekennzeichnet durch vornehme Manieren, Tischsitten, den gepflegten, zivilisierten Umgang miteinander, Höflichkeit, die Ausbildung des Geschmacks, zum Beispiel bei der Kleidung, der Wohnungseinrichtung oder in Bezug auf Kunst etc. Zweitens der Charakteradel, der nicht mit sittlichem Adel einhergehen muss. Hier kommt es auf ethische Tugenden an, wie Aufrichtigkeit, Loyalität, Treue, Mut, Fairness, Gerechtigkeit usw. Drittens der Geistesadel, der sich auszeichnet durch Intellekt (Denkvermögen) und Geistesbildung (Wissen und kognitive Fähigkeiten).

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