Warum geht Fleischhauer?

(Axel Stöcker, 18.08.2019) Das war’s. Nach achteinhalb Jahren und 438 Kolumnen geht „Der Schwarze Kanal“ offline. Jan Fleischhauers One-Man-Show für Meinungspluralismus beim SPIEGEL ist beendet. Ab Herbst schreibt er für den Focus. Die mediale Aufmerksamkeit für diesen Wechsel war indes eher verhalten. Axel Stöcker beleuchtet, wofür Fleischhauers Weggang pars pro toto stehen könnte: für Haltungsjournalismus, Wagenburg-Mentalität und moralisierenden Belehrungsjournalismus, der eine gesinnungsgemeinschaftliche Kuhstallwärme erzeugt, die der Genannte einfach nicht mehr ausgehalten hat.

Read More…

Qualitätspresse: Zu jeder Trendwende bereite Bübchen haben die knorrigen, aber loyalen Patriarchen ersetzt

(Michael Klonovsky, 26.06.2018) Die knorrigen, aber loyalen Patriarchen sind heute durch alerte, glatte, pfiffige, „teamfähige“ (= aufs Schwarmverhalten dressierte), immer auf Witterung und „Lunte“ bedachte, zu jeder Trendwende und jedem Verrat bereite Bübchen, die niemals Männer werden, ersetzt und die Störenfriede aus der Qualitätspresse entfernt. Rückgrat sucht man in dieser Branche vergeblich. Jeder, der gegen eines der gerade geltenden Tabus verstößt, ja nur von deren Existenz kündet, wird niedergebrüllt und exkludiert, so Michael Klonovsky.

Read More…