Körper und Geist (Seele) oder: Vom Substanz- zum Eigenschaftsdualismus

(Jürgen Fritz, 16.05.2019) Viele Menschen meinen, dass es nicht nur zwei völlig unterschiedliche Klassen von Eigenschaften gäbe, nämliche physische und mentale (seelische), sondern dass es neben unserem Körper noch eine zweite immaterielle Substanz gäbe, welche fühlt, denkt und entscheidet und welche Träger aller mentalen Eigenschaften sei. Diese zweite Substanz nennen sie meist Seele und sehen diese als etwas völlig Eigenständiges. Diese Vorstellung von einem zweiten Ding, das den Menschen quasi zerteilt, nennt man Substanzdualismus und sie geht sehr weit zurück. Wir finden sie schon bei Platon, dann natürlich im von ihm stark beeinflussten Christentum, aber auch noch beim Vater der neuzeitlichen Philosophie René Descartes. Doch inwiefern ist diese Beschreibung der Natur des Menschen schlüssig und überzeugend? Sind wir wirklich zwei?

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Was passiert, wenn wir eine beseelte (starke) künstliche Intelligenz erschaffen?

(Jürgen Fritz, 23.04.2019) Was, wenn es dem Menschen mit seiner natürlichen Intelligenz, seinem Geist gelingt, eine starke künstliche Intelligenz zu erschaffen, eine solche also, die ein eigenes Bewusstsein, einen eigenen Geist entwickelt? In welchem Verhältnis stehen dann Schöpfer und Geschöpf? Was ist überhaupt Geist respektive Seele und wie hängen diese mit der materiellen, genauer: der physikalischen Welt zusammen?

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