Alte und neue SPD-Führung: das Ende der Bürgerlichkeit

(Thomas Schmid, 07.07.2020) Fast hundert Jahre lang war die SPD eine sozialistische Arbeiterpartei. Sie vertrat nicht die Mittelschicht: die Groß- und Bildungsbürger (Kaufleute, Professoren, Pastoren, höhere Beamte), die Kleinbürger (kleine Kaufleute, einfache, mittlere Beamte, Angestellte, selbständige Handwerker). Und sie vertrat auch nicht die Bauern, sondern eben ihr spezielles Klientel: die Arbeiter, bei anderen Beschäftige, die vorwiegend körperlich arbeiteten. Nach 1949 wandelte sich die SPD bis zum Godesberger Programm 1959 zunehmend zu einer sozialdemokratischen Volkspartei, indem sie sich einem breiteren Wähler- und Mitgliederspektrum öffnete, insbesondere dem Bürgertum. Doch die gegenwärtigen wie auch frühere SPD-Vorsitzende beweisen auf je eigene Weise, dass wir bereits in einer nachbürgerlichen Zeit leben, wie Thomas Schmid konstatiert.

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Über 450.000 Corona-Tote weltweit: Diese Länder sind am schwersten betroffen

(Jürgen Fritz, 18.06.2020) Bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb, dem Fleischverarbeiter Tönnies, wurden gerade mehr als 650 neue Corona-Infektionen registriert. Das Gesundheitsamt stellte 7.000 Personen unter Quarantäne. Der Schlachtbetrieb muss die Arbeit am Standort Rheda-Wiedenbrück vorerst einstellen und im Kreis Gütersloh werden ab heute alle Schulen und Kitas bis zum Start der Sommerferien geschlossen, nachdem sie gerade erst vor drei Tagen geöffnet wurden. Derzeit gibt es in Deutschland zwar nur etwa 7.650 aktive Corona-Fälle und offiziell (ohne Dunkelziffer) nur knapp 9.000 Covid-19-Tote, gleichwohl ist SARS-CoV-2 weiter virulent. Wie sieht es aber weltweit aus? Hier ein Überblick.

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