Wie Karl Lauterbach Kants kategorischen Imperativ fehlinterpretiert

(Jürgen Fritz, 13.01.2022) Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach meinte in seiner Bundestagsrede heute, sich nicht gegen COVID-19 impfen zu lassen, verstoße gegen Immanuel Kants kategorischen Imperativ (KI). Damit versuchte Lauterbach die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht moralisch zu rechtfertigen. Dies ist aber eine eindeutige Fehlinterpretation des KI und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

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Nicht Pädophilie, sondern: Störung der Sexualpräferenz

(Jürgen Fritz, 04.06.2021) Noch immer wird von „Pädophilie“ gesprochen, der Ausdruck stammt von einem Psychiater aus dem späten 19. Jahrhundert. Dabei ist dieses Wort denkbar ungeeignet zu beschreiben, worum es hier tatsächlich geht. Denn mit Philia, der Freundesliebe, hat das, was hier geschieht, ja gerade nicht zu tun. Doch gehen wir den Dingen ein wenig auf den Grund.

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Immanuel Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

(Jürgen Fritz, 21.10.2019) „Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“ Mit diesem Satz beginnt, nach der Vorrede, der erste Abschnitt der 1785 erschienenen „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, Kants erster wichtigen Schrift rein zur Ethik, zur praktischen, zur Moralphilosophie. Was für ein guter Wille ist das aber, von dem Kant hier spricht? Was genau meint er damit?

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Philosophischer Start in den Tag: Würde

(Aphorismen, 13.01.2019) „Im Reiche der Zwecke hat alles entweder einen Preis, oder eine Würde. Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes, als Äquivalent, gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet, das hat eine Würde. Was sich auf die allgemeinen menschlichen Neigungen und Bedürfnisse bezieht, hat einen Marktpreis. Das aber, was die Bedingung ausmacht, unter der allein etwas Zweck an sich selbst sein kann, hat nicht bloß einen relativen Wert, d.i. einen Preis, sondern einen inneren Wert, d.i. eine Würde.“ (Immanuel Kant, 1724 – 1804)

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