Der Weg aus der Coronakrise: Stellungnahme der vier großen Forschungsorganisationen

(Jürgen Fritz, 13.05.2020) In der Corona-Debatte ist immer wieder zu hören, die Fachwissenschaftler wären sich untereinander nicht einig, wie groß die Gefahr sei, die von dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ausginge, welches die richtige, die beste Strategie wäre, dieses einzudämmen. Doch das stimmt nur sehr bedingt. Die allermeisten Fachleute sind sich hier durchaus einig. So etwa die vier großen Forschungsorganisationen, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft. Ende April veröffentlichten diese eine gemeinsame Stellungnahme, wie die Corona-Epidemie konsequent eingedämmt werden kann.

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Corona-Reproduktionszahl steigt weiter

(Jürgen Fritz, 11.05.2020) Genau das war zu befürchten. Hier sehen wir nun ein erstes Ergebnis der Lockerungen, die bereits am dem 20. April einsetzten, und der Tatsache, dass sich immer mehr Menschen nicht mehr an die Beschränkungen halten: Die Reproduktionszahl R zeigt, wie sich das Infektionsgeschehen vor zehn bis elf Tagen gegenüber dem vier Tage zuvor veränderte. R steigt nun innerhalb von vier Tagen von 0,65 auf 1,13. Das heißt, 1.000 Infizierte steckten Ende April nicht mehr 650 weitere an, so dass die Zahl der Gesamt-Infizierten allmählich fällt, sondern sie stecken 1.130 andere an. Damit treten wir, so die Berechnungen des RKI stimmen und R über 1 bleibt, wieder in ein exponentielle Verbreitung von SARS-CoV-2 ein. Doch was genau bedeutet das?

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Merkel übernimmt politische Führung: Reproduktionsfaktor weiter nach unten drücken

(Dokumentation, 21.04.2020) Nach der Sitzung des Corona-Kabinetts gab Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin in einer Pressekonferenz zuerst eine Erklärung ab und stellte sich dann den Fragen der Journalisten. Merkel machte zum ersten Mal deutlich, was das Ziel der Bundesregierung ist: der Reproduktionsfaktor soll nicht nur bei knapp unter 1 gehalten werden, um ein erneutes exponentielles Wachstum zu verhindern, er soll vielmehr „möglichst bald“ weiter nach unten gedrückt werden. Denn man dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass „wir noch lange nicht über den Berg sind“. JFB dokumentiert die gesamte Mitschrift der Pressekonferenz, sowohl der Erklärung als auch der Fragen und Antworten.

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