Herr, lass Hirn regnen! Gedanken zu Pfingsten über Gemeintes und Gefühltes

(Herwig Schafberg, 22.05.2021) In der Apostelgeschichte ist zu lesen, der Heilige Geist habe einst zu Pfingsten dafür gesorgt, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft  jeweils in ihrer Sprache hören konnten, was die Apostel ihnen erzählten. Die Frage ist, ob sie auch begriffen, was gemeint war – und es begreifen wollten. Diese Frage lässt heute umso dringender auf Antwort warten, als der momentan waltende Zeitgeist es nicht für so wichtig erachtet, was jemand mit seinen Worten meint, sondern für weit wichtiger, was diese Worte bei Zuhörern für Gefühle auslösen.

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So ein Mist, Glinkastraße geht ja auch nicht!

(Thomas Schmid, 09.07.2020) Den Namen des Berliner U-Bahnhofs „Mohrenstraße“ wird es nicht mehr geben. Die Station sollte fortan „Glinkastraße“ heißen. Doch das geht nun auch nicht, denn: Wer ist der Namensgeber, der der Haltestelle nun einen unverdächtigen Namen geben sollte? Michail Iwanowitsch Glinka (1804–1857) war ein russischer Komponist. Und ein glühender Nationalist. Und Antisemit, wie Thomas Schmid aufzeigt.

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Die vollkommene Ignoranz der Sprachreiniger

(Thomas Schmid, 09.07.2020) Der erste Schritt ist getan. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVB) werden noch in diesem Jahr die U-Bahn-Haltestelle „Mohrenstraße“ nach dem russischen Komponisten Michail Iwanowitsch Glinka in „Glinkastraße“ umbenennen. Die BVG begründet das damit, dass sie „als weltoffenes Unternehmen jegliche Form von Rassismus oder sonstiger Diskriminierung“ ablehne. Und bald schon dürfte auch die Straße, nach der die Haltestelle bisher benannt war, einen anderen Namen bekommen. Das ist kein Sieg des Fortschritts, sondern einer der Einfalt, sagt Thomas Schmid und geht dem Wort „Mohr“ auf den Grund.

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