Weisheit und Charakter (ethische Kompetenz) bedeuten: dreifache Unterwerfung

(Jürgen Fritz, 29.04.2020) Worin besteht Weisheit und das, was man gemeinhin Charakter nennt oder wie Aristoteles es bezeichnete: ethische Tugenden neben den Verstandestugenden? Weisheit und Charakter (Moralität, Sittlichkeit) bestehen letztlich in nichts Geringerem als in einer dreifachen Unterwerfung. Unterwerfung nicht gegenüber der Gewalt, nicht gegenüber der Macht, nicht gegenüber der Unterdrückung, nein, Unterwerfung gegenüber drei anderen Instanzen.

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Die sokratische Weisheit

(Jürgen Fritz, 27.12.2019) „Ich weiß nichts von Göttern“, sagt der Weise, „weder dass es sie gibt noch dass es sie nicht gibt, wenngleich für jene Einschätzung wenig Überzeugendes vorgebracht wurde. Und wenn es sie tatsächlich gäbe, so wüsste ich nicht, wie sie sind. Ob sie klug oder dumm, gut oder bösartig, schön oder hässlich, prahlerisch oder bescheiden, ehrgeizig oder phlegmatisch, sexuell oder asexuell sind. Ob sie aus Materie bestehen oder reine Geistwesen sind, wobei mir Letzteres schwer vorstellbar scheint, wenn man es konsequent durchdenkt. Ob sie den Naturgesetzen unterstehen oder nicht, welche Eigenschaften sie genau haben, welche Attribute ihnen zukommen, all das weiß ich nicht, so ich annehmen möchte, dass es sie gäbe.“

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Warum wir Helden brauchen

(Jürgen Fritz) Der Heldenbegriff wurde in den letzten Jahrzehnten von den 68ern, Pazifisten und anderen gezielt pejorisiert, bekämpft und in Verruf gebracht, ist seither weitgehend aus dem aktiven Wortschatz der meisten verschwunden, womit geistig und ethisch ein großer Verlust verbunden ist. Aber was ist überhaupt ein Held und warum brauchen wir solche?

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