Gesetzung und Bewegung (III): Bewegung ist der Modus der verlorenen Menschen der Moderne

(Boris Blaha, 03.06.2019) Der Gegensatz von Gesetz ist nicht gesetzlos. Die gesamte anarchische und später anti-autoritäre Tradition bleibt an die Vorstellung von Gesetz als Vorschrift, als Gehorsamsgebot des Herrn gefesselt. Weil uns der erfahrbare räumliche Sinn von Gesetzung weitgehend abhanden gekommen ist, müssen wir den Umweg über seine Negation nehmen. Der räumliche Gegensatz im Inneren von Ge-setzung ist Zer-setzung, im Äußeren Wüste. Zersetzung holt die Wüste, die die Gesetzung draußen hält in das Innere der Gesetzung hinein. zerschneidet und entbindet, was durch Gesetzung erst entstehen kann: das unsichtbare Geflecht der vielfältigen Bindungen, die zwischen Menschen, die sich in einem geschützten Raum aufhalten können, durch die Zeit, die Wiederholung, die Gewohnheit und die Vertrautheit entstehen. Dritter und letzter Teil des Essays von Boris Blaha.

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Gesetzung und Bewegung (II): Die Bewegten bekämpfen alles, was sie an der Bewegung auf ihre Fiktion hin hindert

(Boris Blaha, 01.06.2019) In Teil 1 machte Boris Blaha deutlich, dass der Rechtsstaat das Recht auch gegenüber heutigen Heils- und Erlöserbewegungen nicht halten kann. Wer sich dem totalen Anspruch der Bewegung verweigert, wird zum „Feind der Menschheit“ erklärt und entrechtet. In der heute zur Ideologie verkommenen „Zivilgesellschaft“ gibt es keine Gefährten mehr. Wer aber im anderen nur den „Menschen“ sieht, bleibt blind für den Unterschied zwischen Zivilisation und Barbarei. Hier nun Teil 2 des dreiteiligen Essays Gesetzung und Bewegung.

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Das kollektive Versagen der Altparteien: Zeit, den Parteienstaat zu überwinden

(Boris Blaha, 24.09.2018) Alle bundesdeutschen Altparteien machten 1989 so weiter, als sei nichts geschehen. Dieses kollektive Versagen macht die Frage unvermeidlich, ob der bundesdeutsche Parteienstaat die angemessene politische Ordnung ist, um in einer zunehmend unübersichtlicher werdenden Welt bestehen zu können. Politisch gesehen, wird nichts mehr bleiben, wie es war. Die Lawine rollt, wie Fritz Goergen treffend zu sagen pflegt. Es ist daher an der Zeit, sich von der bequemen Anhänglichkeit an das Gewohnte und Vertraute zu lösen und sich frei zu machen für einen neuen Aufbruch. Etwas Besseres als jetzt finden wir nämlich allemal, so Boris Blaha.

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Unser Staat bedient sich des Straßen- und Gefährder-Terrors, verhaftet wird dagegen Puigdemont

(Boris Blaha) Gegen den Antifa-Terror geht unser Staat nicht wirklich vor. Im Gegenteil, er finanziert und unterstützt ihn sogar noch, wird mithin selbst zur Bürgerkriegspartei. Ja selbst des Gefährder-Terrors bedient er sich und unterminiert durch gezielte Durchmischung die politische Fähigkeit der Deutschen, sich selbst zu regieren. Carles Puigdemont wird dagegen verhaftet. Weshalb? Weil er sein eigenes Volk befragt hat. Müssen wir fortan damit rechnen, dass jede Form oppositioneller Betätigung kriminalisiert wird, fragt Boris Blaha.

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Der gefährliche Virus der Wirklichkeit – Anmerkungen zu Douglas Murrays „Der Selbstmord Europas“

(Boris Blaha) „Die zahlreichen Warner wurden entweder ignoriert, diffamiert, weggeschickt, verfolgt oder umgebracht“, so Douglas Murray. Der, wie mir scheint, wichtigste Begriff seines von Krisztina Koenen hervorragend übersetzten und gerade erschienenen Buches „Der Selbstmord Europas“ ist „cordon sanitaire“. Er taucht nur an ein oder zwei Stellen auf, durchzieht aber wie ein roter Faden das gesamte Buch und arbeitet in jedem Kapitel, auch dort, wo er nicht direkt genannt wird. In „cordon sanitaire“ steckt das eigentliche Rätsel des Buches.

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