Falscher Umkehrschluss

(Jürgen Fritz, 09.05.2019) Menschen sind argumentierende Wesen. Das heißt, sie bringen Argumente vor, um etwas zu begründen oder jemanden zu überzeugen, sei es einen anderen oder auch sich selbst. Manchmal bringen sie auch mehrere solche Argumente vor, die sich aufeinander beziehen, dann sprechen wir von einer Argumentation. Ein Argument besteht dabei aus mehreren Aussagesätzen, von denen einer, die Konklusion oder das zu Begründende, sich logisch zwingend aus den anderen Sätzen, den Prämissen oder Gründen, ergibt. Wer die Gründe als wahr akzeptiert, der muss auch das zu Begründende als richtig einräumen. Doch beim Nachdenken können uns wie überall natürlich Fehler unterlaufen. Es kommt dann zu Fehlschlüssen oder Denkfehlern. Ein ganz typischer solcher ist der falsche Umkehrschluss.

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Was bedeutet „sein“ und gibt es solche, die, ohne zu lügen, doch Lügner sind?

(Jürgen Fritz, 01.05.2019) „Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage: Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern Des wütenden Geschicks erdulden oder, Sich waffnend gegen eine See von Plagen, Durch Widerstand sie enden? Sterben – schlafen –“ Diese Zeilen aus „Hamlet“ sind weltberühmt, doch was bedeutet überhaupt „sein“ und kann man, zum Beispiel durch manipulativen Gebrauch der Existenzpräsupposition, ohne, dass man direkt die Unwahrheit sagt, doch ein Lügner sein?

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Die Verzauberung der Welt durch den Mythos

(Jürgen Fritz) Was bedeutete der Mythos für den Menschen der archaischen Gesellschaft? Antwort: alles. Der Mythos war für ihn die einzige gültige Offenbarung der Wirklichkeit. In ihm sah er den Ausdruck einer absoluten Wahrheit. Inwiefern? Weil der Mythos eine sakrale Geschichte erzählte, ein Ursprungsgeschehen, das am Anfang der Zeit eingetreten ist. Der Mythos ist der Bericht einer Schöpfung: man erzählt, wie etwas zu sein angefangen hat. Dies verlieh dem menschlichen Dasein Sinnhaftigkeit und Orientierung, womöglich genau das, was uns heute fehlt?

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