Glaube – Wissen – Vertrauen – Scharlatane

(Jürgen Fritz, 01.01.2021) Jedes Wissen stellt zunächst einmal ein Glauben, dass etwas der Fall ist, dar, ist mithin ein Für-wahr-Halten. Ebenso stellt aber auch jede Fehlvorstellung ein Für-wahr-Halten dar, ein Glauben oder Meinen, dass etwas der Fall ist. Was unterscheidet dann das Wissen vom fälschlichen Meinen oder Glauben? Welche Rolle spielen hier das Vertrauen und die Wissenschaft? Und warum sind Scharlatane so schädlich?

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Was ich Gott fragen würde

(Jürgen Fritz, 20.07.2020) Was ich Gott fragen würde, so mir jemand erschiene, der behauptete, ein solcher zu sein: Zunächst würde ich ihn fragen, was es bedeutet, ein Gott zu sein, ob er mir diesen Begriff irgendwie explizieren könne, so dass klar sei, von was die Rede ist. Sodann würde ich fragen, wo die anderen Götter seien, warum man so selten welche sehe, was die denn so machten, womit er und sie ihre Zeit verbrächten und wo sie sich für gewöhnlich aufhielten. Wenn er behauptete, er sei der einzige Gott, das höchste Wesen überhaupt, welches alles geschaffen habe, würde ich ihn folgendes fragen …

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Die sokratische Weisheit

(Jürgen Fritz, 27.12.2019) „Ich weiß nichts von Göttern“, sagt der Weise, „weder dass es sie gibt noch dass es sie nicht gibt, wenngleich für jene Einschätzung wenig Überzeugendes vorgebracht wurde. Und wenn es sie tatsächlich gäbe, so wüsste ich nicht, wie sie sind. Ob sie klug oder dumm, gut oder bösartig, schön oder hässlich, prahlerisch oder bescheiden, ehrgeizig oder phlegmatisch, sexuell oder asexuell sind. Ob sie aus Materie bestehen oder reine Geistwesen sind, wobei mir Letzteres schwer vorstellbar scheint, wenn man es konsequent durchdenkt. Ob sie den Naturgesetzen unterstehen oder nicht, welche Eigenschaften sie genau haben, welche Attribute ihnen zukommen, all das weiß ich nicht, so ich annehmen möchte, dass es sie gäbe.“

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Vom Nutzen der Vorurteile für das Überleben

(Jürgen Fritz, 20.08.2018) Vorurteile genießen gewöhnlich einen schlechten Ruf, vor allem die negativen solchen. Wer das Wort „Vorurteil“ jedoch nicht neutral, sondern pejorativ gebraucht und das auch noch völlig einseitig, der fällt offensichtlich dem Vorurteil anheim, dass negative Vorurteile a priori und per se etwas Schlechtes seien, womöglich sogar immer falsch wären. Inwiefern ist dies unangemessen und kann sogar gefährlich werden?

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