Ich hab damals zwei AfD-ler im Keller versteckt – Sätze, die wir in einigen Jahren en masse hören werden

Ein Gastbeitrag von David Berger

Unser Fundstück der Woche kommt wieder aus den sozialen Netzwerken, diesmal von Twitter bzw. Facebook. Ein eifriger Mensch hat gesammelt, was die User so alles unter #CDUSaetzenachMerkel twittern und David Berger hat zusammengestellt.

Es war nicht alles schlecht unter Merkel

  • Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Aufnahmeantrag unterschrieben zu haben. Das muß ohne mein Wissen geschehen sein. Ging ja vielen so. Das lief ganz automatisch.
  • Wir sind natürlich davon ausgegangen, dass Merkel einen Plan hat, es konnte doch keiner ahnen, dass es ihr nur um ihren Machterhalt ging.
  • Wir hatten halt unsere Befehle.
  • Niemand hatte vor, die Grenzen zu öffnen.
  • Ich war eher Karteileiche, nie wirklich engagiert. Aber der Müller, der war ein Hundertprozentiger! Ganz fanatisch war der.
  • Ja, auch ich stand am Bahnhof und habe geklatscht! Aber man hat mich gezwungen! Sonst wäre ich aus unserer WhatsApp-Gruppe ausgeschlossen worden!
  • Es war nicht alles schlecht unter Merkel.

Wir hätten es uns nie träumen lassen, dass wir einmal vor den Schutzsuchenden Schutz suchen müssen

  • Refugees welcome? – Wir konnten doch gar kein Englisch! Wir wussten doch gar nicht, was das heisst!
  • Was hätte ich denn da als Einzelner tun sollen?
  • Diesen ‘Wir schaffen das’-Quatsch hat doch keiner wirklich geglaubt. Aber es gehörte sich damals einfach so, daß man da mitmachte.
  • Ich wollte das gar nicht. Plötzlich stand ich in dieser Menschenmenge und…. alle hatten Teddys. Und die Leute sagten „Du musst klatschen! Du musst klatschen!“ Jemand drückte mir eine Blume in die Hand. Es war grauenhaft.
  • Unsere Nachbarn haben auf ner Demo mal „Merkel muss weg“ gerufen. Und dann hatte der Mann auf einmal keinen Job mehr und die Wohnung wurde ihnen auch gekündigt. Da habe ich lieber den Mund gehalten.
  • Ich habe mitgemacht, um Schlimmeres zu verhindern!
  • Wir hätten es uns nie träumen lassen, dass wir einmal vor den Schutzsuchenden Schutz suchen müssen.

Ich hab zwei AfD-Wähler im Keller versteckt

  • Wenn Sie wüssten! Ich habe innerlich gelitten, wie ein Hund. Das waren halt einfach andere Zeiten, das können Sie sich heute nicht vorstellen. Wir haben doch von nichts gewusst, wir hatten doch nur ARD und ZDF.
  • Ich habe mich freiwillig zur Entmerkelisierung gemeldet! Als Erster! Noch bevor von der Kapitulation in der Presse zu lesen war!
  • Natürlich gab es Gerüchte. Aber wir waren blind, wir konnten uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie dahinter steckt. ›Wenn das die Kanzlerin wüsste!‹, das habe ich sehr, sehr oft gehört.
  • Ich war in der inneren Immigration
  • Als die ersten Terroranschläge begannen, hatte ich mir schon gedacht, dass wir da nicht nur Fachkräfte reinließen. Aber der gesamtgesellschaftliche Druck war sehr groß, man wollte ja auch nicht als Nazi tituliert werden.
  • Ich habe persönlich zwei AfD-Wähler heimlich bei mir im Keller versteckt!

Quelle: Facebook

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Philosophia perennis. Er erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des sehr geschätzten Autors und Blogbetreibers David Berger.

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Bild: Pixabay, CC0 Creative Commons

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5 thoughts on “Ich hab damals zwei AfD-ler im Keller versteckt – Sätze, die wir in einigen Jahren en masse hören werden

  1. Pingback: Ich hab damals zwei AfD-ler im Keller versteckt – Sätze, die wir in einigen Jahren en masse hören werden – Leserbriefe

  2. lynx

    „Wie der Aufstieg des Populismus zeigt, ist ein Opium des Volkes auch die Idee des „Volkes“, jener verschwommene populistische Traum, der dazu dient, unsere eigenen Gegensätze zu verschleiern.“ (Slavoj Žižek)

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    1. winterfest

      Stummelschwanz, ohne künstliche Reanimation und staatliche Förderung wäre Lynx der selection of the fittest gefolgt.Eine nachhaltige Störung des ökologischen Gleichgewichts nimmt die Natur nicht hin.

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    1. maru

      Ich find´s lustig und auch gar nicht so abwegig.
      Ich habe es schon öfter erlebt, daß man in entscheidenden Momenten mit seiner Einstellung allein dasteht. Kämpft man das erfolgreich durch, hat man plötzlich jede Menge Fans, die sich mit dranhängen wollen. Der Erfolg hat viele Väter.

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