Schreckliche Bilder aus Beirut nach gewaltiger Detonation

Von Jürgen Fritz, Mi. 05. Aug 2020, Titelbild: CBS News-Screenshot

In Beirut, der Hauptstadt des Libanon, kam es am Dienstag in der Nähe des Hafens zunächst zu mehrere Explosionen. Dann folgte eine gewaltige Detonation, die so heftig war, dass sie im gesamten Land zu hören war. Es entstand eine ungeheure Rauchwolke, die pilzförmig in den Himmel aufstieg, und eine Druckwelle von ungeheurer Wucht, die sich blitzschnell kreisförmig nach außen ausbreitete. Tausende Menschen wurden verletzt, viele starben. Hier Bilder des Schreckens aus der 2,3 Millionen-Metropole.

Große Teile des Hafens vollständig zerstört, überall Trümmer und Glasscherben

Durch die Wucht der Explosion zersplitterten Glasscheiben selbst noch in kilometerweiter Entfernung. Die Straßen der Stadt waren mit Trümmern und Glasscherben nur so übersät. Große Teile des Hafens sind wohl vollständig zerstört, umliegende Stadtgebiete verwüstet. Noch Stunden später kreisten Hubschrauber über der Gegend und versuchten, gegen die Flammen anzukämpfen.

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YouTube-Screenshot

Die Detonation war im gesamten Libanon zu hören

Die Detonationen waren so heftig, dass sie im gesamten Land zu hören waren, selbst noch im 240 Kilometer entfernten Nikosia auf der Mittelmeerinsel Zypern. Dem Deutschen Geoforschungszentrum GFZ zufolge waren die Erschütterungen mit einem Erdbeben der Stärke 3,5 vergleichbar.

Tausende Verletzte und womöglich hunderte Tote

Die Zahl der Toten kann noch nicht genau überblickt werden. Zunächst war von 70, dann 90 Toten die Rede. Das Rote Kreuz gab heute Morgen an, dass wohl mit mindestens 100 Toten gerechnet werden müsse. Tausende Menschen wurden verletzt. Die Suche nach Vermissten geht weiter.

Die Explosion richtete unbeschreibliche Verwüstungen an.

Der Gouverneur von Beirut brach vor laufender Kamera in Tränen aus, als er das Elend und die Zerstörungen sah:

Ursache der Detonationen unklar

Der libanesische Ministerpräsident Hassan Diab gab an, im Hafen sei eine sehr große Menge (2.750 Tonnen) Ammoniumnitrat explodiert. Dies sei seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Lagerhaus untergebracht gewesen. Der Sicherheitschef der Regierung, Abbas Ibrahim, sagte, das Ammoniumnitrat sei seinerzeit beschlagnahmt worden. Ein Auslöser für die Explosion des Ammoniumnitrats ist jedoch unbekannt. Ammoniumnitrat kann zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

US-Präsident Donald Trump spekuliert dagegen über einen Anschlag als Ursache der Explosionen.

Videoaufnahmen aus Beirut

Hier der Bericht des australischen Senders News.com.au: 

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