Alex Pretti: friedlicher Krankenpfleger oder hoch aggressiver Straftäter?

Von Jürgen Fritz, Mi. 04. Feb 2026, Titelbild: X-Screenshot

Die Erschießung von Alex Pretti ging durch sämtliche Medien. Dabei wurde Pretti meist als friedlicher Krankenpfleger dargestellt, der nur einer Frau gegen aggressive ICE-Beamte helfen wollte. Doch dann tauchten völlig andere Aufnahmen von ihm auf. Wer war dieser Mann wirklich?

I. Der Versuch einer Heiligsprechung eines Unheiligen

Dass der tragische Tod von Alex Pretti von Linksradikalen und Linksextremisten sofort mit aller Medienmacht, die die Linksradikalen und Linksextremisten haben, ideologisch instrumentalisiert wurde, ist offenkundig und das habe ich hier bereits beschrieben. Dass es diesen Akteuren dabei niemals um Wahrheit, um die genaue Aufklärung des Sachverhaltes und die unvoreingenommene Beurteilung des Verhaltens sowohl von Pretti als auch den Bundesbeamten geht, ist ebenfalls offensichtlich. Von Anfang an wurde versucht, Pretti als einen Helden im Kampf gegen das böse Trump-Regime, als friedlichen, sozialen, um seine Mitmenschen besorgten Krankenpfleger zu stilisieren. Hier tut also Aufklärung not. Wer war dieser Alex Pretti wirklich? Prof. Dr. iur. Ralf Höcker gibt einen ersten wichtigen Hinweis:

»Was hier stattfindet, ist der Versuch der Heiligsprechung eines Unheiligen. Wie im Fall George Floyd. – Weshalb ist es wichtig, den Versuchen einer Heiligsprechung von Alex Pretti entgegenzuwirken? Vorab: Einen Menschen, der wehrlos am Boden liegt, zu erschießen, ist keine Notwehr und keine Nothilfe mehr. Es ist rechtswidrig. Allerdings kann der Schütze sich womöglich auf Putativnotwehr berufen. Das bedeutet, dass er straffrei ausgeht, weil er irrig annahm, dass eine Notwehr- oder Nothilfesituation vorlag.

Aus dem Umstand, dass der Erschossene ein paar Tage vor seinem Tod in einer ähnlichen Situation randaliert hat, kann man zwei Lehren ziehen: Erstens ist Alex Pretti nicht der Heilige, zu dem er (wie damals George Floyd) gerade von Leuten gemacht wird, die seine Portraitbilder mit KI schönen, auf seinen Krankenpfleger-Status hinweisen, sympathische Videos von ihm veröffentlichen und ihn in Worten in den Himmel heben. So etwas ist Propaganda, die man als solche erkennen muss und der man nicht erliegen darf.

Zweitens kann man lernen, dass die organisierten, gewalttätigen Krawalle, mit denen legale, polizeiliche Maßnahmen unterbunden werden sollten, das eigentliche Problem sind. Solange diese weitergehen, wird es weitere Opfer geben. Das ist fast unvermeidlich. Manche werden in Notwehr erschossen werden, manche in Putativnotwehr und manche ohne jede Rechtfertigung und Entschuldigung. Jedes Opfer ist eines zu viel, aber alle sind zu vermeiden, wenn die Gewalt der Demonstranten aufhört und sie sich darauf beschränken, friedlich zu protestieren.«

In der Tat scheinen Bilder von Alex Pretti im Umlauf zu sein, die ganz klar erkennbar manipuliert worden sind, um Pretti sympathischer aussehen zu lassen, siehe das Titelbild oder siehe hier:

II. Ein friedlicher Krankenpfleger und aufrechter Demokrat?

Alex Pretti habe einige Tage zuvor in einer ähnlichen Situation randaliert, behauptet Ralf Höcker. Und in der Tat, hat die BBC am 29.01.2026 folgende Aufnahmen veröffentlicht, die vom 13.01.2026 stammen, also elf Tage bevor Pretti in Minneapolis starb:

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Hier ist die gleiche Szene aus einer anderen Perspektive zu sehen:

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Prettis Familie bestätigte dem US-Sender CNN, dass es sich bei dem Mann in dem Video tatsächlich um Alex Pretti handelt. In diesen Aufnahmen ist deutlich zu sehen und deutlich zu hören:

  1. dass Alex Pretti den Beamten extrem aggressiv begegnet,
  2. dass er sie immer wieder anschreit „Fucking you“ und ähnliches. Dies stellt im deutschen Strafrecht recht eindeutig eine Beleidigung nach § 185 StGB dar. Das US-amerikanische Strafrecht ist hier allerdings großzügiger. In den USA stellt das noch keine Straftat dar, aber wenn Bürger Beamten so extrem aggressiv und so radikal herabwürdigend  begegnen, dürfte klar sein, dass dies wenig dazu beiträgt, Situationen zu beruhigen. Aber das wollte Pretti ja wahrscheinlich nicht, sondern wohl eher das Gegenteil.
  3. Anschließend spuckt Pretti auf den Wagen der Polizisten und
  4. tritt dann zweimal von hinten mit voller Wucht auf den wegfahrenden Wagen, wobei er beim zweiten Tritt das rechte Rücklicht regelrecht zertrümmert, so dass die Teile in die Luft fliegen. Dies wäre in Deutschland eine Straftat nach § 303 Sachbeschädigung. Im US-Recht ist das ganz ähnlich geregelt. Hier dürfte insbesondere Minnesota Statutes § 609.595 in Frage kommen: „Criminal Damage to Property“.
  5. Schließlich ist auf den Bildern zu sehen, dass er auch bei diesem Angriff bereits die Schusswaffe hinten rechts in seinem Gürtel mit sich trug, die er auch an seinem Todestag mit sich führte.

III. Warum geht jemand derart bewaffnet auf Bundesbeamte los?

Wir haben es hier also mit einer Person zu tun, die mehrfach sich Polizeibeamten in den Weg stellte, die die Straße blockierte (eventuell eine Straftat), die versuchte, die Beamten bei der Ausübung ihrer Arbeit zu behindern, die die Polizisten beschimpfte (in den USA keine Straftat, in Deutschland wären die gewählten Worte eine solche), die sie anschrie, provozierte bis zum geht nicht mehr, die auf ihren Wagen spuckte, das Rücklicht kaputt trat (Straftat), die sich der Festnahme mit Gewalt widersetzte (höchstwahrscheinlich eine Straftat) und bei all dem eine geladene SIG Sauer P320 AXG Combat 9-mm-Pistole mit hoher Magazinkapazität, Gewindelauf, 20- bis 21-Schuss-Magazin und einem SIG Romeo-Zielfernrohr, mithin einer Ausrüstung im Wert von 1.500 bis 2.000 US-Dollar, im Gürtel trug.

Nun sagen einige, er hatte ja einen Waffenschein für diese Pistole und durfte diese auch mit sich tragen. Das mag ja stimmen, allein es stellt sich doch die Frage: Warum macht jemand so etwas? Warum geht jemand, der einfach nur friedlich demonstrieren will, was ja ein gutes Recht eines jeden Bürgers ist in einem freiheitlich-demokratischen, menschenrechtsbasierten Land, a) derart bewaffnet, b) dann auch noch so aggressiv auf Beamte los? Wozu? Warum? Weshalb?

IV. Entschlossener, militanter, generalstabsmäßig organisierter, teils auch bewaffneter Widerstand

Wenn wir diese Frage in einem größeren Zusammenhang sehen wollen, dann verweise ich nochmals auf die Ausführungen von Dr. habil. iur. Ulrich Vosgerau:

»Was ist in den USA los? Es ergibt sich in etwa folgendes Bild: 1) Also, die ICE-Behörde wird losgeschickt, um illegale Migranten – die es in den USA offenbar millionenfach gibt – aufzuspüren, festzunehmen und abzuschieben. (Dabei ist der Polizeieinsatz in den USA unvergleichlich „robuster“ als bei uns, ganz einfach weil dort jedermann eine Feuerwaffe in der Tasche haben kann; die Polizei weiß, daß sie tot sein kann, wenn sie erst als zweiter schießt, und jeder Bürger weiß, daß die Polizei das weiß, und sich entsprechend verhalten wird, weswegen Widedstand gegen Vollstreckungsbeamte dort keinesfalls angezeigt ist).

2) Dabei trifft die Behörde auf entschlossenen, militanten und generalstabsmäßig organisierten, teils auch bewaffneten Widerstand. Dieser geht aber nicht von den abzuschiebenden Illegalen aus, sondern von (offenbar fast durchweg weißen) US-Amerikanerndie keineswegs selbst von Abschiebung bedroht wären, aber offenbar die Bundesregierung aus politischen Gründen nicht „anerkennen“ und ihren Maßnahmen tätigen Widerstand entgegensetzen.

3) Die „Argumentation“ dieser Kreise wurde u.U. gestern bei der „Grammy“-Verleihung deutlicher. Dort wurde nämlich behauptet: die illegalen Einwanderer dürften nicht abgeschoben werden, da sie „Amerikaner“ seien. Die Rechtsnatur dieses offenbar „naturrechtlichen Amerikanertums“ wurde, jedenfalls ausweislich von Medienberichten, durch die Schlagersängerin Billie Eilish auf den Punkt gebracht: „no one is illegal on stolen land“. Ich interpretiere das so: weil die Weißen den Indianern einst das Land weggenommen hätten, dürften sie jetzt keine neuen und weiteren Einwanderer von der Einwanderung ausschließen!

Nun gibt es allerdings (abgesehen von der Antarktis) keinen Quadratmeter Land auf der Erde, der in der Vergangenheit nicht schon mehrfach den einen von den anderen weggenommen worden ist („Normalgang der Weltgeschichte“). Zwei Beobachtungen: A) Während Europa wie auch Nordamerika von Armutseinwanderung zügig und entschlossen überrannt werden, liefert sich die einheimische weiße Bevölkerung – aber eben auch nur die! – einen gewaltsamen ideologischen Bürgerkrieg über die Frage, ob es gut oder schlecht ist, daß sie überrannt werden. Die Armutseinwanderer können in aller Ruhe zusehen, wie die Autochthonen sich wegen ihnen gegenseitig die Köpfe einschlagen. Und sie müssen sich auch nicht gegen Weiße behaupten, die ihnen feindselig entgegentreten – denn das erledigen schon andere Weiße für sie.

B) In Deutschland entfaltet sich ja jetzt seit einigen Jahren eine Art Fetisch-Tanz um die „Volkszugehörigkeit im rein rechtlichen Sinne“. Also: der Staat bürgert massenhaft Leute im Schnellverfahren ein, deren Deutschen-Eigenschaft (eben auf einer anderen Ebene als der rein rechtlichen, etwa der kulturellen!) dann aber keinesfalls bezweifelt oder relativiert werden darf. Wer das tut, nimmt nicht mehr am bislang vielgerühmten „herrschaftsfreien Diskurs“ teil, sondern gilt als Verfassungsfeind. In den USA ist die politische Linke hingegen schon merklich weiter und interessiert sich gar nicht mehr für positives Recht. Daher würde ich prognostizieren, daß die gegenwärtige Einwanderungspolitik in Deutschland – also massenhafte Einbürgerung Fremder plus strenges Verbot, die Deutscheneigenschaft der Eingebürgerten dann irgendwie zu relativieren – auch nur ein Durchgangsstadium ist. Bald wird man vermutlich eher meinen: „Es gibt so etwas wie ‚Staatsbürger‘ gar nicht!“…«

So etwas ähnliches hatte übrigens Robert Habeck (Die Grünen) schon vor acht Jahren geäußert: Es gibt kein Volk, ergo auch keinen Volksverrat.

V. Alex Pretti war kein friedlicher Krankenpfleger, sondern ein linksextremistischer, hoch aggressiver, bewaffneter Straftäter

Meine These lautet: Linksradikale und Linksextremisten versuchen mit solchen Fällen und solchen Bildern sowie ihrer völlig verzerrten Wiedergabe und Deutung a) ganz gezielt weiter Stimmung gegen Trump zu machen, der vollkommen dämonisiert werden soll. Und sie versuchen darüber hinaus b) ganz gezielt Stimmung gegen alle Abschiebungsbefürworter zu machen. Damit sollen insbesondere Politiker, auch bei uns hier in Europa, eingeschüchtert werden, nach dem Motto: Wenn ihr das wirklich durchzieht mit den Abschiebungen, dann werdet ihr von uns so viel gewaltsamen Widerstand erhalten, dass immer wieder solche Fälle extremer Gewalt gegen eigene Bürger entstehen, was nach und nach immer größere Teile der Bevölkerung gegen euch aufbringen wird. Wir werden das immer weiter schüren und wir sind dabei bereit, über Leichen zu gehen. Diese Leichen werden wir strategisch gegen euch einsetzen, um weiter Stimmung gegen euch zu machen, bis ihr klein beigeben werdet. Diesen Kampf könnt ihr nicht gewinnen. Also gebt lieber gleich auf!

Sobald die Abschiebungsbefürworter aber aufgeben, haben sie sich als unfähig erwiesen, ihre zentralen Versprechen einzuhalten. Das wiederum wird zum einen die linksradikalen und linksextremistischen Kräfte weiter stärken, zum anderen die rechtsradikalen und rechtsextremistischen Kräfte. Das heißt, die Gesellschaft wird so noch tiefer gespalten. Ich vermute auch, das ist das Ziel beider extremen Lager.

Und Alex Pretti war einer von denen, der genau dieses Spiel mitspielte, sei es weil er es durchschaute und bewusst mitmachte, also befürwortete, oder aber weil er sich von anderen aufstacheln und benutzen ließ und meinte, er würde für eine gerechte Sache kämpfen. Das Selbstbestimmungsrecht des eigenen Volkes und die Maßnahmen der demokratisch gewählten Regierung zu missachten und im Namen einer bösartigen Ideologie, die auf Hass der eigenen Kultur basiert, mit Gewalt zu bekämpfen, ist aber keine gerechte Sache.

Nein, Alex Pretti war kein Held. Er war auch kein Freiheitskämpfer und kein Märtyrer im Kampf für eine gute Sache. Er war ein hoch aggressiver Straftäter, der nicht friedlich demonstrierte, sondern der selbst Gewalt ausübte, der mit Gewalt rechtmäßige Abschiebungen verhindern wollte und der die demokratisch gewählte Regierung nicht anerkannte und ihre Organe gezielt zur Gewalt gegen sich selbst zu provozieren versuchte und das mit einer geladenen Schusswaffe im Gürtel hinten.

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