Philosophischer Start in den Tag: Kritik

(Aphorismen, 22.01.2019) „Unser Zeitalter ist das eigentliche Zeitalter der Kritik, der sich alles unterwerfen muss. Religion, durch ihre Heiligkeit, und Gesetzgebung, durch ihre Majestät, wollen sich gemeiniglich derselben entziehen. Aber alsdenn erregen sie gerechten Verdacht wider sich, und können auf unverstellte Achtung nicht Anspruch machen, die die Vernunft nur demjenigen bewilligt, was ihre freie und öffentliche Prüfung hat aushalten können.“ (Immanuel Kant, 1724  – 1804, deutscher Philosoph, Kritik der reinen Vernunft, 1781, Vorrede)

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Philosophischer Start in den Tag: Zwei Arten des Irrtums

(Jürgen Fritz, 20.01.2019) Es gibt zwei Arten, sich zu täuschen. Die eine besteht darin, etwas Unwahres zu glauben (zu meinen, etwas sei der Fall, was nicht der Fall ist). Die andere besteht darin, nicht zu glauben, was wahr ist (zu meinen, etwas sei nicht der Fall, was tatsächlich der Fall ist). Eines der schlimmsten aller Übel besteht im Festklammern an Fehlvorstellungen und in der Verweigerung der Anerkennung von Tatsachen, mithin einer doppelten Abkoppelung von der Realität. (Jürgen Fritz)

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Philosophischer Start in den Tag: Epochenwechsel

(Aphorismen, 17.01.2019) „Die Probleme des 21. Jahrhunderts werden sicherlich nicht die des 20. Jahrhunderts sein. Ihre Rückübersetzung in das alte politische Drama, in welchem ‚Faschisten‘ gegen ‚Antifaschisten‘ kämpfen und innerhalb dessen die Rollen fest verteilt, die Prädikate eindeutig festgelegt sind, verstellt nur den Blick auf neuartige Konfliktlagen und richtet heillose Verwirrung an.“ (Rolf Peter Sieferle, 1949 – 2016, deutscher Historiker, Epochenwechsel – Die Deutschen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, 1994)

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Philosophischer Start in den Tag: Macht, Bosheit und Schwäche

(Aphorismen, 16.01.2019) „Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.“ – René Descartes, 1596 – 1650, französischer Philosoph, Mathematiker, Naturforscher und Begründer des Rationalismus, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie (Meditationes de Prima Philosophia), 1641

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Philosophischer Start in den Tag: Freiheit

(Aphorismen, 15.01.2019) „Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat.“ – „Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belehrende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird.“ (Rosa Luxemburg, 1870 – 1919, deutsche sozialistische Politikerin polnischer Herkunft, Mitbegründerin der KPD)

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Philosophischer Start in den Tag: Würde

(Aphorismen, 13.01.2019) „Im Reiche der Zwecke hat alles entweder einen Preis, oder eine Würde. Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes, als Äquivalent, gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet, das hat eine Würde. Was sich auf die allgemeinen menschlichen Neigungen und Bedürfnisse bezieht, hat einen Marktpreis. Das aber, was die Bedingung ausmacht, unter der allein etwas Zweck an sich selbst sein kann, hat nicht bloß einen relativen Wert, d.i. einen Preis, sondern einen inneren Wert, d.i. eine Würde.“ (Immanuel Kant, 1724 – 1804)

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Philosophischer Start in den Tag: Die Liebe zur Wahrheit

(Aphorismen, 12.01.2019) „Platon ist mir lieb, aber die Wahrheit ist mir noch lieber.“ (Aristoteles, 384 – 322 v. Chr., griechischer Philosoph, Schüler Platons, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien) – „Platon ist mein Freund und Aristoteles auch, meine liebste Freundin aber ist die Wahrheit.“ (Sir Isaac Newton, 1643 – 1727, englischer Mathematiker, Physiker und Astronom)

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Aphorismen und Gedankensplitter

(Jürgen Fritz, 22.07.2018) Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein. Doch fürchtet er die Freiheit bisweilen und flüchtet vor ihr. Damit jedoch flieht er gleichsam vor sich selbst. – Hier weitere Aphorismen und Gedankensplitter von Jürgen Fritz.

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