Tichys Topautoren schreiben nicht mehr – jedenfalls nicht bei Tichy

Von Jürgen Fritz

Bettina Röhl, Dushan Wegner, Anabel Schunke, sie alle schreiben nicht mehr auf „Tichys Einblick“. Seit Februar 2017 ging es monatelang steil bergab mit dem Blog. Inzwischen konnte er sich wieder erholen, hat aber nie wieder die Position erreicht, die er Ende Januar letzten Jahres hatte. Was ist los mit der Seite?

Wieso rennen Tichy seine Topautoren weg?

Ist Ihnen folgendes auch aufgefallen? Vor einem Jahr noch hatte Tichys Einblick, das liberal-konservative Meinungsmagazin, einige herausragende Autoren mit eigener Kolumne, zumindest aber mit regelmäßigen Beiträgen, teilweise fünf bis zehn pro Monat. Insbesondere Bettina Röhl (eigene Kolumne), Dushan Wegner (eigene Kolumne) und Anabel Schunke (reihenweise ‚Bestseller‘) verfassten immer wieder bemerkenswerte respektive sehr erfolgreiche, oft gelesene Artikel. Seit mehreren Monaten schweigen aber alle drei – zumindest auf Tichys Einblick (TE). Von allen dreien keine einzige Zeile mehr, teilweise schon seit fünf bis acht Monaten. Irgendwie seltsam. Womit könnte dies zusammenhängen?

Die erste Möglichkeit könnte sein, es ist reiner Zufall, dass im Verlaufe von 2017, speziell in der zweiten Jahreshälfte alle drei andere Schwerpunkte als das Schreiben von Artikeln setzten. Dagegen spricht aber, dass Anabel Schunke zum Beispiel inzwischen öfters für Die Achse des Guten und für Journalistenwatch schreibt. Und Dushan Wegner veröffentlicht auch weiterhin Artikel, das aber nunmehr auf seinem eigenen Blog.

Probleme im elementaren menschlichen Umgang?

Eine zweite Möglichkeit wäre, dass die Chefredaktion von TE ihre Autoren nicht so behandelt, wie man sich das eigentlich vorstellen würde. Hier hört man so einiges in der Branche. Im Januar 2017 hat Roland Tichy, nachdem der Druck von außen zu groß wurde für ihn, nicht nur meinen Psychopathologie-Artikel ohne irgendein Wort mir gegenüber, ohne jede Erklärung einfach gelöscht, sondern auch gleich noch einen meiner älteren Artikel, der schon Monate zuvor auf TE publiziert worden war und mit dem anderen gar nichts zu tun hatte.

Bei David Berger, der ihn für dieses Einknicken und das nicht gerade stilvolle Agieren heftig kritisierte, ließ er zwar dessen Artikel auf TE stehen, ließ aber David Bergers Namen unter seinen Artikeln überall entfernen, so dass der Eindruck entstehen konnte, die Texte seien von Tichy. Auch andere Autoren berichten eher seltsame Erfahrungen mit TE. Hatten die drei oben genannten TE-Autoren vielleicht einfach keine Lust mehr auf solch einen zwischenmenschlichen Umgang respektive gestörte Kommunikation?

TE-Kritik geht meist nicht ans Eingemachte

Es gäbe aber noch eine dritte mögliche Erklärung. Beobachtet man TE etwas genauer, fällt einem irgendwann auf, dass das Magazin zwar durchaus kritisch berichtet und kommentiert, dass die Kritik vielleicht nicht gerade an der Oberfläche bleibt, aber auch nicht ans Eingemachte geht. Wirklich substanzielle Kritik, die in die Tiefe vordringt, sucht man auf TE oft vergeblich. Es mag sicherlich Ausnahmen geben, insgesamt aber kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren, dass hier jemand eine Internetseite und ein Magazin betreibt, der ja doch irgendwie weiterhin dazugehören möchte zum Medien-Establishment, der weiterhin in Talkrunden eingeladen werden möchte und Fundamentalkritik daher doch eher scheut, weil er ja nicht ausgegrenzt werden, weil er weiterhin einer der ihren sein will.

TE dürfte politisch der FDP und trotz Merkel der CDU sehr nahe stehen. Man wünscht sich wohl einfach eine CDU ohne den Merkelkurs, als ob CDU und FDP die Kraft besäßen, unser Land grundlegend zu reformieren, die Demokratie und die Menschenrechte zu wahren, dem Islam zu widerstehen und die Massenimmigration von Afrikanern und Personen aus der arabisch-islamischen Welt nicht nur minimal zu bremsen, sondern zu stoppen oder gar umzudrehen.

AfD-Feindlichkeit

In dieses Bild passt wohl auch eine gewisse AfD-Feindlichkeit, nicht Kritik, sondern extreme Ressentiments, die immer wieder mal durchschimmern. So auch vor zwei, drei Tagen wieder bei Dr. Hugo Müller-Vogg, der sehr gut zu TE zu passen scheint und dort nach wie vor seine wöchentliche Kolumne hat. Müller-Vogg war bis 2001 Mitherausgeber der FAZ. Seither schrieb bzw. schreibt er vorwiegend für den Axel Springer Verlag, unter anderem wöchentlich Kolumnen für die Bild-Zeitung, eine Streitkolumne mit Gregor Gysi (Die Linke) für die wöchentlich erscheinende SUPERillu und seit knapp drei Jahren eben für TE. Auf Twitter schreibt Müller-Vogg:

„Die AfD mit ihren völkischen Tönen als bürgerlich zu bezeichnen, ist schon kühn. Wer CDU/CSU und FDP gewählt hat, wollte gerade nicht die Rechtsaußen von der AfD in der Regierung haben.“

Dies würde wiederum sehr gut ins Bild passen, dass man bei TE ja doch weiterhin dazugehören möchte zu den Massen- und Leitmedien, zum Establishment. Wer aber gegenüber der AfD, den „Schmuddelkindern“, auch nur die geringsten Sympathien bekundet, der läuft natürlich im Deutschland des Jahres 2017, 2018 höchste Gefahr, ausgegrenzt, ja als Aussätziger behandelt zu werden.

Ein Mangel an Mut und Courage?

An der Stelle fällt mir ein Text von Jack Donovan ein:

„Wenn ein Mann mir versichert, er sei gegen Rassismus oder Sexismus oder Xenophobie oder Transphobie oder was auch immer gerade angesagt ist, dann ist alles, was ich sehe: Angst. Er hat Angst, seinen Job zu verlieren. Er hat Angst, seine Kunden zu verlieren. Er hat Angst, von der Schule geschmissen zu werden. Er hat Angst, von den Medien angeschwärzt zu werden. Er hat Angst, verklagt zu werden. Er hat Angst, sein Haus zu verlieren. Er hat Angst, seine Freundin oder Ehefrau zu verlieren. (…) Er kennt die Regeln und er hat gesehen, was mit denen passiert, die gegen sie verstoßen haben. Viele Männer haben Angst, die Gedanken auch nur zu denken, die zu den Worten führen könnten, die ihnen Ärger einbringen können.“

Nun schreiben auf TE in der Regel keine Wissenschaftler oder gar Philosophen, sondern eben meist Journalisten. Insofern darf – von einigen Ausnahmen abgesehen – kein allzu großer Tiefgang und keine zu hohe Abstraktion erwartet werden. Gleichwohl hob sich doch gerade TE von dem übrigen journalistischen, opportunistischen, teilweise auch verlogenen Sumpf der Presse deutlich ab. Hier wurde nicht nur rein handwerklich eine sehr saubere Arbeit abgeliefert, es wurden kritische Themen zumindest überhaupt mal angepackt und von einer anderen Seite beleuchtet.

Dass aber Roland Tichy nicht gerade ein sehr couragierter, mutiger Mann ist, dem seine inneren Überzeugungen und das Einstehen für diese wichtiger wären als das Dazugehören-Wollen, diesen Eindrucks kann man sich nur schwer erwehren. Sollte dem so sein, dann wäre es natürlich nahe liegend, dass er seine Autoren tendenziell ein wenig ausbremst, so ihre Kritik zu sehr in die Tiefe, zu sehr ans Eingemachte geht. Dass sich dies wiederum nicht gerade positiv auf die Motivation von kritischen Autoren auswirkt, dürfte klar sein.

Oder wie Monika LM auf Facebook schrieb: „Vielleicht übt Monsieur Tichy subtil Zensur bezüglich kritischer Autoren, da er selbst eher meinungskonform einzuordnen ist. Aber das ist nun wirklich spekulativ, doch sicher nicht gänzlich abstrus. Ob wir es je erfahren werden im Spectaculum des großen Medien-Orbits?“

In Wahrheit ist bestimmt alles ganz anders

Ach, aber wahrscheinlich ist alles ganz anders, hat ganz profane Gründe, zum Beispiel, dass Bettina Röhl einfach an ihrem neuen Buch arbeitet, keine Zeit und Lust hat, Artikel zu schreiben. Wahrscheinlich sind all diese Spekulationen  eben genau das und nichts weiter: Spekulationen. Aber wir leben ja in einem freien Land und in einem solchen darf man auch frei spekulieren, nicht wahr?

Fakt ist auf jeden Fall, dass ab Februar 2017 die Leserzahlen von TE über Monate hinweg enorm zurückgingen, nachdem sie die Jahre zuvor bis Januar 2017 steil angestiegen waren. Ab Juni konnte die Seite sich allmählich wieder erholen, hat aber nie wieder die Position erreicht, die sie Ende Januar 2017 hatte.

Vielleicht ja deshalb, weil wir just in einer solchen Zeit leben, in der die Menschen sich vor allem immer mehr nach Authentizität und Wahrhaftigkeit, nach inneren Werthaltungen, nach Mut und Courage sehnen, nach Menschen, die inhaltlich für etwas stehen und sich für das einsetzen, was sie für richtig halten und es auch bei Gegenwind nicht sogleich fallen lassen respektive einknicken. Und jetzt fällt mir ein Lied von Bettina Wegner ein, speziell die Schlusszeilen.

TE-Ranking

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Titelbild: Youtube-Screenshots von Roland Tichy, Bettina Röhl und Dushan Wegner sowie Privatfoto von Anabel Schunke

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52 Antworten auf „Tichys Topautoren schreiben nicht mehr – jedenfalls nicht bei Tichy

    1. Rainer Franzolet

      Auf FB bin ich mal wieder für 30 Tage gesperrt. Grund. Ich habe mir erlaubt zu bemerken, das ich dem Rechtsstaat nicht mehr vertraue und lieber für meine eigene Sicherheit sorge und das ich alle Religionen ablehne. Mein FB Name ist Schmidt Maria Helmut. Ich hatte Bettina Röhl gefragt, warum sie nicht mehr auf TE zu lesen ist. Hier ihre Antwort an mich.

      Bettina Röhl Ich komme wieder, buch geschrieben, hatte keine Zeit für Artikel

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  1. Heidi Preiss

    Ich habe Tichy immer gelesen bis zu dem Zeitpunkt, als er sich als Gast bei Plasberg so präsentierte, die mich zutiefst enttäuscht hat.

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      1. Heidi Preiss

        Bei mir hinterließ er den Eindruck, immer nur schön lauwarm duschen, nur nicht anecken. Er schwadronierte immer nur schön in der Mitte, man hatte den Eindruck, dass er keine eigene Meinung vertrat, ach was, nicht den Eindruck, er hatte einfach keine. Seitdem habe ich seinen Blog gemieden, weil mir alles so falsch vorkam. Und, wer bei Plasberg eingeladen wird………………………………….

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  2. Pingback: Tichys Topautoren schreiben nicht mehr – jedenfalls nicht bei Tichy – Leserbriefe

  3. Benjamin Goldstein

    Ich verstehe Herrn Tichy. Auch JouWatch löscht Kommentare. Von Berger hört man ähnliches und ich verstehe es. Wir leben in einer Bedrohung, in der Autos regelmäßig abgefackelt werden und Parlamentariern der Mund in der Öffentlichkeit, v.a. auf Facebook und Twitter, verboten wird.

    Man muss sich entscheiden, ob man Leute in der Mitte erreichen will oder nicht und entsprechend seine Kompromisse wählen ohne sich selbst zu verlieren. Broder ist auch nicht anders als Tichy.

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      1. Benjamin Goldstein

        Nein, ich fürchte auch Broder ist nicht in der Lage nach Lust und Laune zu sagen, was er denkt. Pirincci ist Millionär und sagt, dass er aber sozial einen hohen Preis zahlt, nicht mal mehr gegrüßt wird. Pirincci hat sogar noch den Türken-Bonus.

        Broders vermeintlicher Juden-Bonus ist ein Malus. Insbesondere seit Barry Goldwater für die US Republikaner als Präsidentschaftskandidat angetreten ist, ist bei Linken zum Volkssport geworden, Juden mit Nazis gleichzusetzen. Das ist ganz virolent beim Thema Israel, aber nicht nur da.

        Den Holocaust brauchen die Linken selbst. Sigmar Gabriel meinte ja mal, dass die SPD die ersten Opfer der Nazis gewesen seien. Natürlich wird auch verschwiegen, dass die Nazis alle konkurrierenden Parteien gleichermaßen verfolgten, auch die rechten.

        Das heißt, Juden sind natürlich Konkurrenz im selbsterschaffenen Opfterkultspiel und werden mit besonderer Schärfe bekämpft. Man denke nur an die Vendetta gegen Breitbart News (Chefredaktor Alex Marlow und andere hochrangige Mitarbeiter sind jüdisch) und v.a. gegen Milo. Bei Schwulen, die nicht kuschen, hört der Spaß sowieso auf, wie auch Herr Berger erfahren muss.

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      2. Ralf Pöhling

        @ Benjamin Goldstein

        Sehr gut beschrieben. Manche Dinge entwickeln ein unerwartetes Eigenleben. Und am Schluss haben die Juden immer den Schwarzen Peter. Im Moment ganz besonders, weil sie mit Israel das Musterbeispiel eines überaus wehrhaften Nationalstaates, als Bollwerk gegen den Nationen zersetzenden globalsozialistischen Multikultiwahn, darstellen.
        Und was Gabriel klar verschweigt, ist die Tatsache, dass massenhaft Sozis nach der Machtergreifung in die NSDAP eingetreten sind. Die Sozis waren keine Opfer des Dritten Reiches. Der Nationalsozialismus hat sie aufgesogen und sie haben ihn willig mitgestaltet.

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    1. Heidi Preiss

      Wenn jemand zur Gewalt aufruft, verstehe ich eine Zensur. Sollte ich jedoch meine eigene Meinung als Blogger verleugnen müssen, sollte man besser gar nichts mehr schreiben. Ich denke, die Menschen haben ein gutes Gefühl dafür, was ehrlich gemeint ist und was nicht. Zensur ist nicht gleich Zensur.

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      1. Benjamin Goldstein

        Ich bin sogar gegenüber nicht ernst zu nehmenden Gewaltaufrufen entspannt. Wir alle verbiegen zum Teil unsere Meinungsäußerungen. Ich jedenfalls finde Deutschland intellektuell sehr eingeschränkt und passe genau auf, was ich sage.

        Ein Beispiel: In den USA ist es eine Mainstream-Meinung, dass jede Regierung über die Zeit zur Diktatur wird, wenn die Politiker nicht fürchten müssen, getötet zu werden. Das ist die Begründung für das 2nd Amendment, das Recht auf Waffen. In Deutschland ist diese Meinung, die vielen in den USA als Kern ihres demokratischen Selbstverständnisses gilt, die staatliche Definition von Rechtsextremismus. Jetzt können Sie sich als Amerikaner überlegen, was Sie sich in Deutschland getrauen zu sagen.

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  4. harko

    Herr Tichy gibt in seinem Blog, in seiner Zeitschrift, früher bei XING und auch im Fernsehen (Plasberg, Hangar 7 etc. ) jenen Menschen ohne klare Position, der angeblich alles kritisch diskutieren will, es aber jedem recht machen und niemanden auf die Füße steigen will, dies mit durchaus beschränkten rhetorischen Fähigkeiten in Talkshows, wie ich finde.
    Herr Tichy kommt mir dabei immer vor wie der Gastro-Blogger, der ohne Kochausbildung und ohne jemals in einer Küche gestanden zu haben, hochtrabende Kritiken und Kommentare über Restaurants verfasst und dafür von den Restaurantbesitzern und den Lesern ernst genommen werden will.

    Vor allem auf TE kopiert man in der politischen Haltung und in der Strategie die FDP als Windschatten-Partei mit tief geduckten Fahrern, indem man mit (über-)hohem intellektuellen Anspruch, aber ohne sich den Füller schmutzig machen zu wollen, im Stil von Proseminaren von der Kanzel herab doziert und dabei vegisst die Realität als maßgebliches Koordinatensystem einzubeziehen.

    BTW: Wenn man sich mal anschaut, mit welchen intellektuellen Anlauflängen die Kanzlerin und ihre Politik auf diversen Blogs von strammen CDU-Mitgliedern (Tibi, Lengsfeld, Kelle …) pseudo-kritisiert werden, weiß man, warum manche Blogs sich in den Zugriffszahlen jährlich verzehnfachen und andere Blogs hingegen halbieren.

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    1. jf-besucher

      Wieso pseudokritisiert und wieso stramm?
      „Pseudo“ und „stramm“ vielleicht deshalb, weil sie trotz ihrer Kritik (noch) nicht aus der CDU ausgetreten sind?
      Ich bin froh über jeden, der das Merkel-System mit deutlichen Worten kritsiert, sei es nun von außerhalb oder von innen.

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  5. jf-besucher

    Vielleicht sollte man die drei „Vermissten“ einfach mal fragen, was los ist. Dass Frau Schunke nicht mehr bei TE schreibt, sondern jetzt „auf Achse“ ist, ist mir auch schon aufgefallen. Sie wurde allerdings von TE-Lesern nicht immer nur über den grünen Klee gelobt, sondern zuletzt auch das eine oder andere Mal von einigen Lesern kritisiert. Das kannte sie vermutlich noch gar nicht. Aber ob sie deswegen „abgehauen“ ist??? (drei Fragezeichen). Wohl kaum.
    Dass TE massive Berührungsängste gegenüber der AfD hat, dafür aber große Sympathien für die Lindner-FDP zeigt, ist mehr als offensichtlich. Dr. Dr. Zitelmann ist bei TE der FDP-Pusher und HMV sozusagen der AfD-Kritiker vom Dienst. Kein Artikel von ihm kommt ohne kleinere oder größere Seitenhiebe gegen die AfD aus. Trotz alledem und alledem finde ich Tichys Einblick und die Leser-Kommentare dort immer sehr lesenswert. Nobody is perfect, nicht einmal Jürgen Fritz und David Berger 😉

    PS. Apropos Courage: Ich nehme mal an, dass Herr Tichy nicht nur ideelle, sondern auch kommerzielle Ziele verfolgt und sich einfach keine Boykottaufrufe und dergleichen leisten kann oder will. Er ist sicherlich kein „Rebell“ oder „System-Aussteiger“. Ich denke, er möchte ein bissl am Merkel-Regime herumkritisieren (was ich sehr gut finde und wofür ich ihm sehr dankbar bin!), im Prinzip aber weiterhin „dazugehören“. Wer kann es ihm verdenken?

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  6. 7h3k3wb0rz

    Von Tichy bzw. seinem Blog habe ich insgesamt 3 Beiträge vor längerer Zeit gelesen und es war es nicht wert. Da hätte ich genauso gut die gleichgeschaltete FAZ hernehmen können. Heisse Luft und nix dahinter.

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  7. Walter Roth

    Tja, ich selber habe Tichy zu Anfang gern gelesen, obwohl ich einiges nicht mochte.
    Gerade die immer wieder aufflackernden anti AFD Parolen störten das Bild erheblich, wobei ich annahm das sich das noch geben würde.

    Dann kam die sache mit XING und sein „Einknicken vor dem Mainstream.
    Die Sache wurde dann nur noch spöttisch als „Tichys Einknick“ wahrgenommen.

    Für mich war es mehr oder weniger das Ende der Sache, denn noch einen der ein bisschen kritisiert …..aber eben doch dazugehören will, den brauche ich nicht.

    Ich denke, die Zeilen oben im Artikel, die besagen das Tichy wohl nur gerade eine CDU/CSU mit einem etwas konservativeren Kurs anstrebt. trifft die sache haargenau.

    Viele haben das bemerkt und wollen eben genau das nicht.
    Wer mit dem „jetzt“ in Deutschland unzufrieden ist, dem tun direkte und harte Zeilen gut, die wollen keinen Weichspüler.

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  8. Tanzender Berg

    Sehr lehrreiche Entwicklung. Wir brauchen Klartext, Klartext, Klartext. Auch bei der AfD gibt es Leute, die in dieser Hinsicht noch viel lernen können.

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  9. trumpelman

    Gehen wie mal ganz einfach und unverfroren davon aus, dass es finanziell nicht so glatt gelaufen sein mag, wie Autoren es nötig haben, um am Leben bleiben zu können.
         Zumindest ein Aspekt, der nachgehakt werden und nicht weiter unerwähnt bleiben sollte…

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  10. Ralf Pöhling

    Was da hinter den Kulissen mit den Autoren läuft, will und kann ich nicht beurteilen. Aber dass Tichy eigentlich für Migration (in den Arbeitsmarkt) ist, sieht man an seinen Büchern. Und die Nähe zur CDU/CSU und der FDP war von Anfang an klar. Weder das eine, noch das andere haben mich jemals gestört. Dass sich daraus in bestimmten Sachverhalten feste Positionen ergeben, auch nicht. Man sollte nicht von jedem erwarten, dass er den schroffen Ton, der bisweilen von Nöten ist, mitgehen, oder bestimmten Ansichten folgen kann.
    Letztlich geht es doch ums große Ganze. Und da ist jede Stimme, die den aktuellen Wahnsinn irgendwie kritisch thematisiert, doch hilfreich. Ich bin bei Tichys Einblick bisher immer gut bedient worden. Wenn man über Hugo Müller-Voggs anti-AFD Ausbrüche mal hinweg sieht. 😀 Aber selbst das gehört zum offenen Diskurs und schreckt mich nicht ab.

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  11. anvo1059

    Nun Tichy wird es gehen wie vielen anderen auch in dieser Zeit der Diktatur und Zensur. Man muss schon sehr genau abwägen was man postet um nicht der Maaslosen Haß-Zensur anheim zu fallen. Es hat ja ja schon einige Blogs und Autoren getroffen. Persöhnlich habe ich Tichys Beiträge eigentlich nur zur Kenntnis genommen, wenn sie mir geteilt wurden. Es war wie schon oben jemand sagte weder Fisch noch Fleisch und man mußte sich seine Infos anhand der angefügten Links sebst besorgen…….Das gilt aber auch für andere Blogs. Man nennt das dann wohl „zwischen den Zeilen lesen…“ 😉😙
    Ähnlich war es auch zu DDR Zeiten. Nun warten wir ab, was der Onkel Heiko sich noch einfallen lässt.
    Einen kleinen satirischen EInblick in die Funktionsweise und die Hintergründe zu dem was heute hier abgeht finden sich z.B. in diesem Beitrag (und weitere sind da zu finden !) :
    https://qpress.de/?mailpoet_router&endpoint=track&action=click&data=WyI3IiwiYzFjNDhjIiwiMTYzODYiLCJlYjQ2NmY4MjFmNTUiLGZhbHNlXQ
    Noch lässt man ihn als Satireseite unbehelligt……

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  12. Gregor Kühn

    Ich lese TE wie viele andere Blogs täglich und bin froh, dass sowohl Tichy selbst als auch die anderen Autoren des Blogs den Merkelwahnsinn in aller Regel sehr klar und und z.T. mit bissiger Satire demaskieren. Es gibt natürlich Leichtgewichte wie HMV, aber gerade Artikel von Wallasch sind gut recherchiert und haben gründlichen Tiefgang.
    Ich kenne weichgespülte und angenehm bissige Talkshow-Auftritte von Tichy, vielleicht auch Tagesform? Seien wir doch froh, dass es diesen Blog gibt und dass er seinen Part an notwendigem Widerstand und Öffentlichkeitsarbeit leistet.

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    1. R. Scholl

      Sehe es genauso wie Sie. Herrn Wallasch lese ich auch sehr gerne, aber auch Herrn Goergen und natürlich Herrn Paetow.

      Allerdings kommen stetig neue Autoren dazu, was die Sache für mich irgendwie nicht zufriedenstellend macht. Auch wunderte ich mich über – selten erfolgte – Ĺöschung eigener Kommentare, die ich nicht nachvollziehen könnte.

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    2. Luisa die Ältere

      Gregor Kühn, kann es sein, dass Sie in dieser Runde der erste sind, der die TE-Philosophie und Herrn Tichy richtig verortet?????
      Wer auch immer das eingefädelt hat, tut sich und uns allen keinen Gefallen. Ich habe Roland Tichy und seine Mitautoren eben genau deshalb bewundert, dass er sich nicht zur „Alternativen Hauspostille“ macht. Er hat auf journalistisch pflichtgetreu gehandelt. Und auch wie Herles, Spahn, Zitelmann etc.. geradezu bedrängt wurden. Und wie achtet Fritz Goergen darauf, dass niemand daneben tritt. Erstklassige Journalisten versuchen, erst dann so viel Wahrheit oder Lüge zu publizieren, wenn sie diese auch verantworten und beweisen können. Und wer tut sich denn leicht, eine Partei zu wählen, die noch gar nicht gezeigt hat, was sie können.
      Hoffentlich fangen nicht auch noch „der Markt der Eitelkeiten“ an, Blüten zu treiben. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Man kann den gesamten Polit-Zirkus doch nur noch mit Herzblut-Journalismus und Galgenhumor ertragen.

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    3. josefine

      Auch ich lese Tichys Blog (fast) täglich. Ich muss sagen, dass mit dieser Blog in Zeiten der größten Verzweiflung (mit Beginn der Masseneinwanderung) geholfen hat, nicht an unseren Politikern (besonders an Frau Merkel) zu verzweifeln und nachts wenigsten ein wenig Schlaf zu finden.
      Inzwischen sehe ich die Dinge etwas gelassener, da sie wohl doch nicht zu ändern sind; denn vielen Wählern ist nicht zu vermitteln, dass wir in unser Unglück laufen, wenn sich die Politik nicht ändert.
      Es gibt hervorragende Autoren bei Tichy, wenn dann einer dabei ist, mit dessen Linie man nicht konform geht, „what shalls“ würde der Lateiner sagen.
      Für mich stimmt das „Große Ganze“ bei Tichy, wenn es auch bissigere Blogs gibt.
      Selbstständiges Denken und eigenständige Meinung sind erlaubt.

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  13. Gabriele Kremmel

    Herr Berger, warum fragen Sie denn nicht einfach die Autoren nach den Gründen? Auf Tichy erscheinen nach wie vor fundiert kritische Artikel zu diversen Themen, und an Kanzlerinnenkritik wird auch nicht gespart. Um kritisch und glaubwürdig zu sein muss man nicht unbedingt alle Positionen der anderen Kritiker übernehmen, und man muss auch nicht die AfD mögen. Sollen sich jetzt die sogenannten „alternativen Medien“, zu denen auch Tichy gezählt wird auch alle gleichschalten, so wie es die zu Recht kritisierten Mainstreammedien tun?

    Ich schätze Medien, die sich eben nicht für ein bestimmtes Lager entscheiden, die sich von keiner Position vereinnahmen lassen und seriösen Journalismus machen, Distanz halten und ihre eigene Haltung bewahren. Und wenn Tichy bestimmte Artikel nicht auf seiner Seite haben möchte, für die er immerhin mit seinem Namen zeichnet, ist das sein gutes Recht. Spekulationen und Hörensagen anführen finde ich jetzt nicht gerade guten Stil. Fragen Sie ihn doch einfach und schreiben einen interessanten Artikel dazu.

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    1. trumpelman

      Liebe Frau Gabriele,

      wir haben über ein Jahrzehnt #Merkel in Kauf genommen und immer wieder gehofft, dass es besser wird.
      War wohl nichts, es wurde schlimmer und schlimmer.
      Warum also gegen die AfD sein!?
           In deren jetzigem Zustand mag ich diese Partei nicht.
      Sie muss noch reifen und sich häuten (wie.s.Zt. die Grünen ja auch).

      Kann man dann nicht aus #taktischen und #strategischen Gründen die AfD stark machen, damit sie oben mal den Teppich anhebt und im Keller die Leichen enthüllt?
      Dazu habe ich selbst die AfD gewählt: Dass nicht einfach durchgewinkt und abgenickt wird, ohne dass jemand dem Wahnsinn die Maske liftet.
      Nach entsprechenden Gär- und Reifeprozessen mag die AfD dann auch (mit)regieren.

      Aber selbst eine Sichtweise wie diese wird nicht einmal toleriert.
      – mlskbh –

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  14. Furor teutonicus

    Sie sprechen mir aus der Seele, ich habe Autoren immer wieder kritisiert, weil sie nicht tief in den Fuchsbau gehen. Sie kratzen nur an der Oberfläche, genau das ist auch mein Einruck. Auch merkt man das TE eine sehr FDP nahe Seite ist. Ich habe das öfters geschrieben, und mein Kommentar war weg, schon zwei mal. Ich denke wie sie, dass man eben als Absicherung immer noch ein Bein im Mainstream haben möchte. Den wer wirklich kritisch ist, der wird in diese unsägliche Talkshows ja nicht mehr eingeladen.

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  15. R.S.S.

    Obwohl ich immer noch regelmäßig reinschaue, hat meine anfängliche Begeisterung für TE zwischenzeitlich deutlich nachgelassen. Auffällig ist für mich dabei die stramm NATO-getreue Ausrichtung, repräsentiert insbesondere durch die Autoren Spahn und Zitelmann, die es ja eigentlich besser wissen müßten. Mir sind in diesem Zusammenhang zudem diverse Nato/CFR-kritische Kommentare wegzensiert worden, was mit Sicherheit nicht an der Nettiquette lag.

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    1. trumpelman

      Wir leben in einer Staatswirtschaft und einem wirtschaftsdominierten Staat,
      in dem auch Meinungen dem Herrschaftssystem entsprechen müssen.
           Damit alles „harmonisch“ zusammenpasst.

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    2. Ralf Pöhling

      @R.S.S.

      In der Weltpolitik haben Sie ein begrenztes Reservoir an Instrumenten zur Verfügung. Wenn Sie diese Instrumente richtig beherrschen, schaffen Sie eventuell den Nummer 1 Hit. Wenn Sie sich aber kategorisch weigern, die Bedienung dieser Instrumente zu erlernen, oder sie gleich verbieten wollen, landen Sie auch nicht in der Hitparade, da Sie bei der Musik gar nicht mitspielen können oder gar keine Musik mehr gespielt wird.

      Ich halte insbesondere den Herrn Spahn für einen exzellenten Autor mit sehr speziellem Background und sehr guten Kontakten bzw. sehr gewichtiger Stimme.

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      1. R.S.S.

        @ Ralf Pöhling
        Na wenn das so ist, ist die Zensur Nato-Kritischer Kommentare natürlich vollkommen gerechtfertigt.
        Die Hunderttausenden -wenn nicht Millionen- von Toten, die die diversen Aktionen der letzten 27 Jahre der US/Nato-Politik im Nahen Osten verursacht haben, kann man da natürlich getrost als Kollateralschaden betrachten. Dass man immer wieder islamistische Gruppen aufbaut und/oder fördert und für seine Ziele instrumentalisiert und gegeneinander aufhetzt, nachdem man sie mit Waffen versorgt hat, gehört zum zynischen Standardreservoir an Instrumenten der sog. „Weltpolitik“. Alles natürlich nur, um „unsere westlichen Werte“ zu „verteidigen“. Das Ganze wird uns dann noch über die Nato/CFR-Medien ( https://swprs.org/ ) als „Demokratisierung“ verkauft. Die Folgen kriegen wir nun auch hautnah zu spüren, und das Ganze fängt erst an.

        Ich glaube, wenn die Menschen hier in D auch nur ansatzweise wüssten was abgeht, wären sie wohl kaum einverstanden damit. Genau deswegen werden sie von unseren Medien (s.o.) für dumm verkauft, und da ist Zensur natürlich äusserst hilfreich.

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      2. Luisa die Ältere

        Danke Ralph Pöhling.
        Wollen wir auch noch die letzten Unabhängigen vergraulen? Die PR-Trommel muss aktiviert werden. Mehr CH, mehr Ösi, mehr Norwegen, Finland und die Vizsegrader ohnehin, damit sie nicht aufgeben.

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      3. Ralf Pöhling

        @R.S.S.
        Ich lehne Zensur generell ab und auch von mir wird beim Tichy nicht jeder Kommentar veröffentlicht.

        Zur NATO:
        1. Die NATO ist da und sie werden Sie nicht so einfach los.
        2. Sie kritisieren das Werkzeug und nicht diejenigen, die es bedienen.
        3. Zum jetzigen Zeitpunkt aus der NATO auszutreten, würde Deutschland schutzlos zurücklassen und uns darüberhinaus die oben erwähnte Mitsprachemöglichkeit nehmen.

        Ich kann ihre Kritik durchaus verstehen, es gilt aber zu bedenken, welche Optionen wir zur Zeit haben. Ein europälsches Bündnis als Alternative, ist im Moment noch außer Reichweite. Ganz ohne wird es nicht gehen. Gelegenheit macht Diebe und ein wehrloses Deutschland lädt zum Überfall geradezu ein.

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      4. R.S.S.

        @ Ralf Pöhling

        1. Die Nato muß von einem Angriffsbündnis (wieder) zu einem Verteidigungsbündnis werden.
        2. Ich kritisiere sowohl das Werkzeug und natürlich auch die, die es bedienen.
        3. Sie reden der USA/Nato und Ihren völkerrechtswidrigen Methoden das Wort als alternativlos. Millonen Tote sind nicht alternativlos.
        Die Menschen hier müssen verstehen, was hier eigentlich abgeht. Dazu müssen die Propagandanetzwerke offengelegt werden.
        Der von Ihnen erwähnte Überfall auf uns findet gerade statt, nur nicht von denen, die Sie als Gefahr an die Wand malen, sondern von den eigenen „Freunden“.

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      5. Ralf Pöhling

        @R.S.S.:

        Zu 1: Wie bereits geschrieben: Ich ziehe ein europäisches Verteidigungsbündnis der NATO vor, da sich die NATO über verschiedene Kontinente mit unterschiedlichen Interessen verteilt. Da sitzen wir zur Zeit mit drin. Bei einem rein europäischen Verteidigungsbündnis, würden nur europäische Interessen bedient.

        Zu 2: Ohne Bündnis stehen Sie alleine dar. Und bei dem jetzigen Zustand unserer Bundeswehr ist dies lebensbedrohlich.

        Zu 3: Nicht alternativlos, sondern zum jetzigen Zeitpunkt alternativlos.

        Was uns gerade flutet, sind nicht unsere „Freunde“ von der NATO, sondern unsere eigenen Sozis, Kirchenverbände, deren „Refugees-welcome-Klatscher“ und ein gewisser Herr Erdogan.
        Die USA unter Trump haben längst umgesteuert. Merkelfreund Obama ist Geschichte.
        An der aktuellen Flüchtlingssituation tragen europäische um nicht zu sagen deutsche Politiker die Hauptschuld. Die Amerikaner haben den großen Fehler begangen, den Europäern bei der Globalisierung viel zu weit entgegenzukommen und sich den Sozialismus europäischer Prägung dabei eingefangen.
        Soros stammt aus Ungarn und Joschka Fischer, sowie Angela Merkel aus Deutschland.

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  16. Pingback: Tichys Topautoren schreiben nicht mehr – jedenfalls nicht bei Tichy – onlineticker | Eilmeldungen 🇩🇪 🇦🇹 🇨🇭

  17. R. Scholl

    Oh, das scheint mir hier eine sehr seriöse Seite zu sein, wenn derart Höhle 2,5-Promille-Beleidigungen nicht gelöscht werden. Da gehe ich lieber wieder zum nicht ganz perfekten Herrn Tichy zurück. Die dumpfe, bsoffene Springerstiefelfraktion ist nicht meine.

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    1. Heidi Preiss

      „Springerstiefelfraktion“ , bla, bla, bla, Lallschwallgummiball. Im „Alles Nazi außer bunt“-Zeitalter wird auch mit Ihrem Kommentar wieder ersichtlich, dass selbst die im 16. und 17. Jahrhundert stattgefundene Abwehr bunter Horden vor den Toren Wiens nur ein ewiggestriger Akt widerwärtiger Nazi-Unkultur gewesen sein muss. Wer weiß, was noch alles zutage tritt!!!!
      Sie sollten sich schämen.

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  18. Furor teutonicus

    es gibt viele Fragen zu TE. Ist es vielleicht so, dass TE installiert wurde, um den kritischen Wähler eine Bühne zu geben und sie dann einer vermeintlichen Opposition (FDP) zurückzuführen ? Das nennt man dann Systemstabilisierung.

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    1. Ralf Pöhling

      TE ist natürlich nicht(!) bewusst installiert worden, um AFD Wähler auf CDU oder FDP Kurs zurückzuführen.
      Was aber zweifellos stimmt, ist die Funktion des Blogs als Kommunikationsschnittstelle für schwergewichtige Wirtschaftsvertreter und das Fußvolk. Dass Tichy zu den Transatlantikern zählt, ist nicht nur kein Geheimnis, sondern weithin bekannt. Dass der Blog ein offenes Ohr für das „Bodenpersonal“ zeigt, ist jedoch keine Tarnung oder ein Ablenkungsmanöver, sondern resultiert aus der Feststellung, dass die von der Wirtschaft angestrebte Globalisierung durch den massiven Einfluss linker und islamistischer Gruppen und nicht zuletzt durch Merkel einen herben Dämpfer erhalten hat.
      Was Tichy da tut, ist sehr zu begrüßen und der Einfluss des Blogs enorm. Was sich zur Zeit in/und zwischen Deutschland, Amerika und Israel so tut, ist alles kein Zufall. Man hat das Instrumentarium und setzt es für Korrekturen ein. Allerdings scheint Merkel bisher dagegen weitgehend immun zu sein, oder man braucht noch Zeit, um einen Nachfolger aufzubauen. Da kommt dann die AFD ins Spiel, die momentan als einzige Keule dem verfilzten Parteienapparat wirklich kräftig die Leviten lesen kann.
      Man muss auf zwei Ebenen denken. Auf der wirtschaftlichen und der politischen. An die wirtschaftliche Ebene kommen Sie mit Argumenten gut heran. Auf der politischen Ebene ist Hopfen und Malz verloren und es geht nur noch mit dem Vorschlaghammer. Diese Funktion erfüllt die AFD zur Zeit in Perfektion.

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    1. Jürgen Fritz

      Similarweb zeigt nur das zweite Halbjahr 2017. Im Bild oben im Artikel sehen Sie das ganze Jahr: von Februar bis Juni ging es gemäß Alexa steil bergab, in der zweiten Jahreshälfte hat sich die Seite wieder erholt, wie oben im Artikel beschrieben.

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  19. Walter Roth

    Übrigens…………

    Ich habe gerade die Kommentare zu diesem Artikel auf „PP“ von David Berger gelesen.

    Teils sehr hochmütig was da geäussert wird.

    Nun ja, wie das Volk zu sagen pflegt……….. “ jeden Morgen steht ein Dummkopf auf*

    Ich selber habe das ausbleiben von Kommentatoren wie Bettina Röhl sofort registriert und gerade sie auch vermisst.
    Ich denke wirklich das da allzu harte Opposition gar nicht erwünscht ist, dass man gewisse Dinge nicht im Klartext abarbeiten möchte.
    Für manchen Autor vielleicht eine ärgerliche Sache ……die einige dann auch mit einem Abgang quittiert haben.

    Für mich ist Tichy nicht viel wert, ja wenig ergiebig, dieser Blog hier passt mir viel besser, auch besser wie der Blog von David Berger, denn dem fehlt öfters mal der Mut auch harte Kommentare zuzulassen.

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  20. Anonymus

    Es gibt noch eine Reihe mehr Autoren, die bei TE nicht mehr schreiben. Das hat verschiedene Ursachen:
    1. Professionelle Schreiber bei TE können es sich „leisten“, weil sie z.B. in Ruhestand oder sonstwie wirtschaftlich und gesellschaftlich unabhängig sind. Sie schreiben für lau. Das ist vielfach ihr ganz persönlicher Beitrag zum Widerstand. Ihr „Lohn“ ist die Veröffentlichung des Autorennamens, die Zahl der Kommentare und ggf. die Likes. Idee und Recherche kosten Zeit, schreiberisches Können und unbedingte Genauigkeit. Wenn dann ihre Beiträge widerholt im TE Papierkorb landen, ist für professionelle Schreiber Schluss mit lustig, denn verarschen können sie sich allein. Papierkorb ist z.B. angesagt, wer sich der AFD oder Trump zu sehr nähert, oder wer sich die Regierung allzu sehr zur Brust nimmt.
    2. Ein Teil der Schreiber wird durch „Naturalien“ entschädigt. Soll heißen, es wird Werbung in eigener Sache gemacht: seien es eigene Bücher, die eigene Firma, die landesweite Reputation, was wiederum Einladungen z.B. für Talkshows und Aufträge generiert. Fleißige Autoren werden mit einem Bild belohnt. Ob wirklich alle Autoren ohne entgeltliches Honorar arbeiten, wie immer behauptet, sei dahin gestellt.
    3. Da die Betreuung bei TE nicht die beste ist, verabschieden sich manche Autoren über kurz oder lang. Man merkt es daran, dass die Liste der „ständigen Autoren“ zunehmend ausgedünnt ist. Dafür müssen Tichy selbst und Goergen öfters ran. Die FDP wird möglichst gepflegt, mit Merkel hat Tichy offensichtlich gebrochen.
    4. Tichys Geschäftsmodell beruht darauf, einen gemäßgten Anti-Merkel-Kurs zu fahren, der jede Menge klicks von Gegnern der Regierungspolitik, insbesondere der Migrantenpolitik bringt und Werbeeinnahme generiert. Geschäftsschädigende Ereignisse wie „Xing“ und „Werbeblockade“ haben TE gewarnt und stromlinienförmiger gemacht. Genial war Tichys Einfall, im Gegensatz zur „Qualitätspresse“ den Kommentarbereich zu öffnen, statt ihn zu blocken. Die Kommentare sind allerbester Lesestoff und bestätigen die eigene Meinung. Aber auch hier wird TE zunehmend rigider.Man sollte nier vergessen, dass TE mit seinem Einblick Geld verdient.
    5. Dennoch bleibt, dass TE und andere Blogs unverzichtbar sind. Die Leser mögen sich verdeutlichen, dass die Autoren viel Zeit und meistens professionelles Können aufwenden, um für Gottes Lohn dem Mainstream die Stirn zu bieten. Als Recherchewerkzeug steht meistens nur das Internet bei knapper Zeit zur Verfügung. Die Arbeitsbedingungen für bezahlte Redakteure des Mainstreams sind ungleich paradiesischer. Wenn Blog-Beiträge nicht immer in die Tiefe gehen können, ist das den Umständen geschuldet. Die Blog-Betreiber wären gut beraten, sich besser zu vernetzen und Wege zu finden, die Schreiber angemessen zu entlohnen.

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  21. Jens

    Inzwischen wird die AfD bei nicht wenigen als Messias, als sakrosankter Heilsbringer gehandelt. Jeder „Seitenhieb“ wird geahndet, der Austeiler als Verräter bezeichnet, denn nur die AfD kann das Heil zurück nach Deutschland bringen. Kürzlich wagte es ein Autor auf „der Achse“ tatsächlich, in den letzten zwei Sätzen die Heilsbringer-Partei nicht nur zu loben. Schwerer Fehler, er wurde in den Kommentaren niedergemacht. Pardon, aber da sehe ich keinen Unterschied zur Gegenseite, nur das Vorzeichen ist vertauscht. „De omnibus dubitandum est“ (Kierkegaard).

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  22. Lino

    Natürlich ist Tichy einer der sich nur „lauwarm“ äussert. Das kann jeder mit Verstand und Denkvermögen auf dem Tichy-Blog sehen.
    Tichy ist ein Systemtreuer. Einer der schon als Chefredakteur bei den Magazinen Impulse und Euro sowie der Wirtschaftswoche gearbeitet hat dem traue ich sowieso nicht über den Weg. Schon gar nicht einem der auch noch – seit 2014 – Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung ist. Niemand der ernsthaft eine alternative Meinung zu der vom System vorgegebenen vertritt wird und bleibt Vorsitzender einer solchen Stiftung.
    Tichy ist kontrollierte (Pseudo-) Opposition – also KEINE Opposition, er tut nur so. Kann man aber auch ganz leicht auf seiner Webseite feststehen, denn da wird nichts anderes als die politisch korrekte Version, von Maas und Merkeline erlaubt, zu allen aktuellen Themen vorgetragen.

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