Clash of Generations: Alexander Zverev heute im Finale von Rom gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal

Von Jürgen Fritz

Besser hätte es für den Turnierveranstalter in Rom kaum laufen können. Im Finale des Masters 1000-Events, eines von neun dieser Kategorie weltweit, der zweithöchsten im Tennissport, stehen sich heute die Nr. 1 und die Nr. 2 der Setzliste, die Nr. 2 und 3 der Welt gegenüber: der zehnfache French Open-Sieger und Sandplatzkönig Rafael Nadal (31) und der Titelverteidiger von Rom und frischgebackene Madrid-Champion Alexander Zverev (21).

Traumfinale in Rom: die Nr. 2 gegen die Nr. 3 der Welt

Er war der beste Teenager der Welt. Er war der beste U21-Spieler, er war der beste U22-Spieler und nun ist er der weltbeste U30-Spieler und die Nr. 3 der 52-Wochen-Weltrangliste. Nur noch die beiden alten Haudegen und Jahrhundertspieler Roger Federer (36,7 J.) und Rafael Nadal (31,9) stehen vor Alexander Zverev. Dabei hat der 21,0-jährige Deutsche schon gezeigt, dass er auch große Turniere gewinnen kann. Letztes Jahr entschied er bereits als 20-Jähriger die Turniere der zweithöchsten Kategorie (B) in Rom auf Sand und die Canadian-Open auf Hartplatz für sich. Letzte Woche holte er seinen dritten B-Titel, als er das Sandturnier in Madrid gewann und heute steht er nach 16 Uhr im Finale von Rom, um seinen Titel zu verteidigen. Das wäre dann sein vierter B-Turniersieg.

Sein Gegner heute: kein Geringerer als der größte Sandplatzspieler aller Zeiten, der zehnfache French Open-Champion Rafael Nadal (Spanien), der auch in Rom schon sieben Mal erfolgreich war. Damit kommt es zum absoluten Traumfinale. Hier stehen sich die beiden derzeit besten Sandplatzspieler der Welt gegenüber. Der seit letztem Jahr wiedererstarkte Nadal hat diese Saison bereits die Sandturniere in Monte Carlo (B) und Barcelona (C) gewonnen – jeweils zum elften Male, einmalig in der Geschichte des Tennissports (!) -, Zverev die in München (D) und Madrid (B). Die zwei haben mithin alle großen Sandturniere in diesem Frühjahr für sich entschieden.

Rom (B) ist das letzte große Turnier auf der roten Asche vor dem Mega-Invent in Paris Roland Garros, dem Höhepunkt der Sandsaison, den French Open (A), die nächsten Sonntag mit einem 128er-Einzelfeld starten und über 15 Tage gehen.

Federer (1) lässt die Sandsaison erneut aus, um sich ganz auf die Rasensaison und Wimbledon zu konzentrieren

Nadal bezwang gestern im Halbfinale von Rom den dritten der Big Three neben Feder und sich selbst, den Serben Novak Djokovic, der zehn Jahre lang immer in den Top-Drei war, seit knapp zwei Jahren aber, seit seinem ersten French Open-Sieg 2016, mit seiner Form kämpft, mit 7-6, 6-3. Und Zverev besiegte die neue Nr. 4 der Welt, den Kroaten Marin Cilic mit 7-6, 7-5, wehrte im ersten Satz mehrere Satzbälle ab.

Der Meister aller Meister, der Schweizer Roger Federer, bei dem mit Mitte 30 die Energie nicht mehr ausreicht, um die komplette Saison durchzuspielen, lässt wie schon im letzten Jahr, die gesamte Sandplatzsaison von Anfang April bis Mitte Juni aus, um sich voll und ganz auf die Rasensaison mit dem Höhepunkt Wimbledon (A) vorzubereiten. Eine aus meiner Sicht kluge und vernünftige Strategie des 36-Jährigen. Wenn viele andere nach der anstrengenden Sandsaison erschöpft sind, kann Federer sofort nach Roland Garros ausgeruht in die Rasensaison starten und ist dann rechtzeitig zum Höhepunkt in Wimbledon (A) in Bestform. So konnte er letztes Jahr mit fast 36 Jahren als erster Spieler in der Geschichte zum achten Mal auf dem heiligen Rasen in London gewinnen. Doch zurück nach Rom, zurück zu Nadal und Zverev.

Nadal wird favorisiert

Sollte der Spanier das Finale für sich entscheiden können, würde er Feder als Nr. 1 der Weltrangliste wieder ablösen. Die Position verlor er letzten Montag, nachdem er seinen Titel in Madrid nicht verteidigen konnte. Die beiden Superstars des weißen Sports liegen punktemäßig seit Monaten ganz dicht beieinander.

Die persönliche Matchbilanz zwischen Nadal und Zverev lautet 4-0 für den Spanier. Zuletzt besiegte dieser den fast elf Jahre Jüngeren in der Daviscup-Begegnung Spanien – Deutschland Anfang April glatt mit 6-1, 6-4, 6-4. Aber Zverev ist inzwischen deutlich besser in Form, hat sage und schreibe 13 Matches in Folge gewonnen (4 in München, 5 in Madrid und jetzt 4 in Rom). Die Buchmacher sehen Nadal zwar klar vorne mit ca. 80-20, aber so deutlich sind die Kräfteverhältnisse meines Erachtens nicht. Ich sehe Nadal nur leicht vorne. Sollte Zverev einen guten Tag erwischen und Rafa keinen optimalen, kann der Jungstar den Oldie schlagen. Meine Prognose: Es wird hochklassig und spannend.

Rom-Finale-Nadal-Zverev

Nachtrag: Ergebnis

Der Matchverlauf war ein wahres Hin und Her. Zunächst konnte Zverev Nadal sofort zum 1-0 im ersten Satz breaken. Dann aber gewann Rafa sechs Spiele in Folge, breakte den Deutschen gleich dreimal und gewann der ersten Satz mit 6-1. Nun drehte sich das Match völlig, Zverev dominierte den zweiten Satz vollkommen und gewann diesen mit 6-1, führte auch im dritten schon mit 3-1, gewann also 9 von 11 Games am Stück, als das Spiel nach eindreiviertel Stunden wegen Regens unterbrochen werden musste. Anschließend kam Nadal deutlich besser aus der Kabine, das Match drehte sich erneut um 180 Grad und The King of Clay gab kein einziges Game mehr ab, gewann den dritten Satz noch, indem er aus einem 1-3 ein 6-3 machte.

Endergebnis nach 2:09 Stunden: 6-1, 1-6, 6-3 für Nadal, der damit seinen achten Rom-Titel erringt und in der neuen Weltrangliste morgen wieder auf 1 vorrückt, vor Federer auf 2 und Zverev auf 3.

Die Highlights des Finales

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Titebild: YouTube-Screenshot

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8 Antworten auf „Clash of Generations: Alexander Zverev heute im Finale von Rom gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal

  1. Surgeon100

    Ok, und was hat das mit Merkel oder Politik zu tun ??
    Den Affen Nadal kann ich eh nicht ab !

    Und weiteres:
    der korrupte FCB mit den 2 Großbetrügern an der Spitze namens Hönschiss und Rumgefigge
    hat den Pokal verloren und nicht mal Spalier gestanden !
    Da sieht man den Charakter dieses korrupten Drecksvereins !

    Und Trump mischt weiter die korrupten vollgefressenen Politeliten auf !
    Sein Deal gegen den iran war genau richtig,
    und die US-Botschaft in Jerusalem,
    denn der Mossad weiß mehr als alle anderen zusammen !

    Und weiter:
    Der 3.WK steht unaufhaltsam vor der Tür und klopft an !

    Kaufet die Zeit aus, denn es ist böse Zeit !

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      1. Surgeon100

        Naddel sieht schon auf dem Bild wie ein Affe aus !
        Ich mag die gedopten Spanier allgemein nicht,
        auch nicht im Fußball.
        Oft Großmäuler und Schw****. Siehe Sergio Ramos und Macelo z.B. Faulen ohne Ende.
        Und die Spanier meist gedopt von Fuentes,
        in WM und EM oft 120 min ohne Ermüdung.

        Federer finde ich besser, der ist erwachsener als Nadal.

        Und ich bin auch kein „guter“ Mensch, denn Jesus sagte Gott alleine ist gut !
        und ich bin als Satanist der Teufel einer !

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  2. Der Beurteiler

    Also hier bin ich raus, da ich kein Sportfan bin. Meiner Meinung nach wird mit Sport, besonders bei Fußball gut zu sehen, die Masse ruhig gestellt, wird von den wahren Problemen abgelenkt und die Politiker in Berlin können so ungehindert ihre schlechte Politik betreiben!

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