Wie die taz aus Islamkritik „Holocaust-Relativierung“ macht und wie sie reagiert, wenn sie erwischt wird

Von der Philosophia perennis-Redaktion, Do. 7. Feb 2019

Neulinke Journalisten und Aktivisten, die über einen Shitstorm versucht hatten, die Ausstrahlung eines längeren Interviews des WDR 5 mit David Berger, dem Herausgeber von Philosophia perennis, zu verhindern, haben nun ein großes Problem: Berger war ihnen zu wenig „rechtsradikal“. Deshalb hat die taz ganz schlicht zu einer Unwahrheit gegriffen und ihn der Holocaustverharmlosung bezichtigt. Selbst als David Berger die taz anwaltlich abmahnte, nahm sie ihre Fakenews nur halbherzig zurück.

Menschen und Untermenschen: Für wen gilt eigentlich Art. 5 Grundgesetz noch?

Ganz vorurteilsfrei an das Interview Berges mit dem WDR Herangehende fragten sich, als sie das Interview gehört hatten: Wo war der angekündigte hasserfüllte Rechtsextremist, vor dem ihr uns gewarnt hattet? Habt Ihr uns da auf eine ganz falsche Fährte geführt und wolltet nur verhindern, dass einer Eurer Konkurrenten, dessen Blog – laut WDR5 – inzwischen so viele Leser hat wie die taz, zu Wort kommt? Nur vor diesem Hintergrund ist eine Art Kampagne der Mainstreammedien erklärbar, die kurz nach der Ausstrahlung des Interviews einsetzte. Sie geht vor allem auf zwei Wegen vor.

Der eine beschäftigt sich gar nicht mit dem, was David Berger sagt, sondern stellt strategische Fragen: Dürfen „solche Menschen wie Berger“ überhaupt in den Medien zu Wort kommen? Und wenn ja, ist es legitim, sie mit dem gleichen grundlegenden Wohlwollen und der gleichen Höflichkeit wie alle anderen Studiogäste auch zu behandeln?

Beeinflusst sind solche Fragestellungen ganz deutlich von der Mentalität linksextremer Demonstranten, die bei jedem Auftritt Konservativer in einen Schreianfall verfallen, der immer wieder – je nach der Höhe des Kiff- und Alkoholspiegels mit unterschiedlicher Intensität – in dem Ruf: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!“ endet. Bezüglich der zweiten Frage sind sich vor allem die „Staatsfunk“-Medien einig, dass Letzteres auf keinen Fall mehr vorkommen darf. Die neue Devise heißt jetzt: Wenn überhaupt zu Wort kommen lassen, dann nur in konfrontativer Weise und so, dass man dem Zuhörer schon vorab sagt, was er von „solchen Menschen“ zu halten hat.

Noch bevor der Zuhörer das erste Wort von David Berger hört, wird er vor diesem gewarnt (extrem negatives Framing)

Ganz konsequent setzt das der WDR bereits jetzt schon um. Dem Tischgespräch mit Berger wurde in der Mediathek ein Warnhinweis vorangestellt, in dem es heißt:

„(…) Bereits die Ankündigung der Sendung hat zu zahlreichen kritischen Reaktionen in den sozialen Medien geführt. WDR 5 hat sich dennoch entschieden, das Gespräch zu senden, damit sich die Hörer und Hörerinnen selbst ein Bild machen können. In dem Gespräch ist auch David Bergers Internetblog ein Thema. Darin veröffentlicht Berger zum Teil rechtsradikale und menschenverachtende Beiträge.“

Was die Zuhörer von solch „betreutem Denken“ halten, haben sie dann recht eindeutig dem WDR in den Kommentarteilen der sozialen Netzwerke gesagt.  Nur ein Beispiel aus den zahlreichen den „Staatsfunk“ bloßstellenden Kommentaren:

„Der Staatsfunk debattiert darüber für wen Art. 5 GG gilt und für wen nicht. Ein Blick in die eigene Rechtsgrundlage würde ausreichen, die oben rhetorisch gestellte Frage zu beantworten. Stattdessen hat man ja bereits im Vorfeld einen Kotau vor links gemacht und Besserung gelobt, d.h. man hat versprochen, in Zukunft politisch unkorrekten Meinungen anders zu behandeln. Kann man machen, wenn man für sein Budget keine Kunden braucht, sondern Mehrheiten in Parlamenten. Unrecht bleibt es trotzdem.“

Doppelte Diffamierung: zuerst die Behauptung, PP würde „rechtsextreme Beiträge“ veröffentlichen, dann David Berger sei ein „Rechtsextremer“

Der andere Strang der bergerphoben Kampagne ist vor allem damit beschäftigt, objektiv und juristisch nachprüfbare Falschnachrichten über ihn in die Welt zu setzen. Ein typisches Beispiel dafür: Florian Quecke, der Programmleiter von WDR 5, hatte die diffuse Aussage in die Welt gesetzte, auf PP würden sich auch schon mal „rechtsextreme Beiträge“ finden. Nachweise dafür hat er in dem Interview, das er mit seinem eigenen Sender (!) führte, nicht erbracht.

Seine Kollegen vom Deutschlandfunk haben daraus dann die Nachricht gemacht, Quecke habe mich „als Rechtsextremen“ bezeichnet, was eindeutig justiziabel und abmahnfähig gewesen wäre. Bergers Frage an Quecke, warum er das nicht richtig stelle, ist bis heute – seinen Angaben zufolge – unbeantwortet. Offensichtlich setzt man in den Propaganda-Schreibstuben genau auf solch synergene Effekte. Dadurch entsteht der Eindruck, dass  man dort ganz klammheimlich genießt, dass in seinem Namen eindeutige Falschaussagen verbreitet werden.

Aus Islamkritik macht die taz kurzerhand „Holocaust-Relativierung“

Was bei solchen Kampagnen natürlich auch nicht fehlen darf, ist, dass man bei dem öffentlich Hinzurichtenden Antisemitismus und Holocaustleugnung entdeckt. Jeder Leser von PP weiß, dass dies bei Berger und bei PP besonders schwierig bzw. ein Ding der Unmöglichkeit ist. Berger arbeitet seit vielen Jahren eng mit jüdischen Magazinen wie haolam oder der Jüdischen Rundschau zusammen.

Da wusste sich die taz dann nur noch zu helfen, indem sie einfach eine Nachricht erfand. Auf den Plan gerufen sah sich dort der „Medienfachmann der taz“, ein Peter Weissenburger, dessen Qualifikation u.a. in einem Master in „Gender Studies“ (!) und einer Ausbildung bei Aljazeera besteht.

pip

Weissenburger schrieb – bezeichnenderweise das Druckerei- mit dem Redaktionsgewerbe verwechselnd – am 24. Januar 2019 in der taz:

„Berger erhielt 2015 die Kündigung [beim Männer-Magazin], als er zum 70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung einen Holocaust-relativierenden Text über die Plattform seines Verlags verbreitete.“

Bildquelle: Screenshot „taz“ überarbeitet

Wie die taz Unwahrheiten verbreitet und wie sie reagiert, wenn sie erwischt wird

Eine glatte Unwahrheit, wie die taz allerdings erst einräumte, nachdem Berger mit einem Anwalt gegen sie vorgegangen war. Dass das Blatt diese Fakenews so lange es – laut in solchen Fällen üblichen Forderungen des Anwalts – möglich war, auf der Onlineseite gehalten hat und auch die missverständliche Überschrift weiter dort steht, ist bezeichnend für die taz-Schreibe, die schon immer auf Propaganda statt Journalismus setzte, in letzter Zeit immer mehr zu einem linksradikalen Hass-Blatt mutiert.

Würden Fakenewsjäger wie jene von „Correctiv“ sauber arbeiten, statt Propaganda im Sinne ihrer Geldgeber zu machen, wäre das ein typischer Fall für die Inquisition des Systems Merkel.

Bildquelle: Screenshot „taz“ überarbeitet

Unter dem Text findet sich jetzt ein weiterer Absatz, mit dem man halbherzig versucht, der geforderten Unterlassungserklärung nachzukommen:

Bildquelle: Screenshot „taz“ überarbeitet

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Philosophia perennis, einem der führenden freien Medien, und erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Autors und PP-Betreibers.

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Zum Autor: David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch Der heilige Schein über seine Arbeit im Vatikan als homosexueller Mann. Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Homomagazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritk. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die ZeitJunge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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