Belgien: Jemand rast mit Auto in Menschenmenge – sechs Tote, zig Verletzte

Von Jürgen Fritz, So. 20. Mrz 2022, Titelbild: Twitter-Screenshot, Sotiri Dimpinoudis@sotiridi

In dem wallonischen Dorf Strépy-Bracquegnies raste am Sonntagmorgen bei einer Karnevalsveranstaltung jemand mit dem Auto in die Menschenmenge. Dabei starben mindestens sechs Menschen, darunter ein Kind. Über 30 weitere Personen wurden verletzt, zehn davon schwer, die sich in „kritischem Zustand“ befinden.

Mindestens sechs Tote und zig Verletzte, darunter zwölf schwer in Strépy-Bracquegnies

Der Fahrer des Wagens fuhr offensichtlich mit hoher Geschwindigkeit in die Gruppe, die aus ca. 150 Menschen bestanden haben soll. Mindestens sechs Menschen wurden dabei getötet, darunter auch ein Kind, wie der Bürgermeister mitteilte. Zehn weitere Menschen seien schwer verletzt worden und etwa 20 andere leicht verletzt.

Die belgische Gemeinde Strépy-Bracquegnies liegt etwa 40 Kilometer südwestlich von Brüssel und zählte nach Angaben der übergeordneten Stadt La Louvière zuletzt knapp 9000 Einwohner.

Karte

Ein vorsätzlicher Anschlag?

Ob das Fahrzeug absichtlich in die Menschengruppe gesteuert wurde, blieb zunächst unklar. Der Fahrer fuhr nach Angaben des Bürgermeisters zunächst weiter, konnte dann aber gestoppt und festgenommen werden. Laut RTL Info sollte der Karnevalsumzug um 11 Uhr beginnen. Der Wagen sei in der Nähe einer Sporthalle von hinten in die Gruppe gefahren sein.

Ein Moderator des belgischen Radiosenders RTL, der an der Karnevalsveranstaltung teilnahm, berichtete von dramatischen Szenen: „Wir haben hinter uns großen Lärm gehört und von hinten ist ein Auto in die Gruppe von Menschen gefahren. Das Auto beschleunigte, und als wir bemerkt haben, dass etwas nicht stimmt, lagen alle auf dem Boden. Leute haben geschrien. Es war furchtbar.“

Update

Wie es möglich war, dass das Fahrzeug in die Menschengruppe raste, ist weiter unklar. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe. Die beiden im Fahrzeug sitzenden Personen kamen demzufolge aus der Region und wurden beide festgenommen. Sie waren den Behörden bislang nicht bekannt und sie sollen Jahrgang 1988 und 1990, also Anfang, Mitte dreißig sein.

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