Ohne Schubladen kein Denken, ohne Denken kein Erkennen, ohne Erkennen kein Wissen

(Jürgen Fritz) Schubladendenken gilt als verpönt. Dies sei etwas für intellektuell sehr einfach gestrickte Zeitgenossen, die ihre Schubladen (Vorurteile) benötigen, um sich orientieren zu können. Durch diese Art zu denken, würden sie sich aber selbst im Wege stehen, sich einen adäquaten Zugang zur Wirklichkeit gerade verbauen. So etwa lautet das gängige Vorurteil gegenüber dem Denken in Schubladen, welches zum einen gar nicht erfasst, was Denken überhaupt ist und wie es funktioniert, zum anderen am Wesentlichen an der Sache völlig vorbeigeht.

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Sind Götter letztlich auch nur Diskursteilnehmer, zudem extrem schwache?

(Jürgen Fritz, 21.04.2018) Das Wort Gott sei für ihn nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden, schrieb Albert Einstein im Januar 1954 in einem Brief an den Philosophen Erich Gutkind. Können wir die Götter so einfach abtun oder müssen wir sie nicht vielmehr ansehen als Diskursteilnehmer. Wenn ja, wie sehen ihre Argumente denn aus, über welche Argumentationskraft verfügen sie und was beten die, die jene anbeten, denn eigentlich an?

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Jesus von Nazareth: eine sich selbst fehlinterpretierende Antithese?

(Jürgen Fritz, 21.04.2018) Jesus sei das Gegenstück eines Genies, er sei ein Idiot, schrieb Friedrich Nietzsche in seinem Nachlass. Das mag übertrieben sein, gleichwohl traf der völlig Überdrehte damit doch einen wichtigen Punkt. Mit dem Nazarener beginnt nämlich die Anbetung des Niederen statt des Höheren hier auf Erden: „So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten“ (Matthäus 19,30), mithin eine Umwertung der Werte, die natürlich vor allem bei den Niederen sehr gut ankommt, unter welchen er auch seine ersten Anhänger fand. Ist der jüdische Wanderprediger damit nur eine Antithese zu dem zuvor Bestehenden, womöglich sogar eine, die sich selbst falsch interpretiert, oder stellt er schon die Synthese des Ganzen dar?

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Wo der westliche Selbsthass herrührt und wie er überwunden werden kann

(Jürgen Fritz) Eine der Schlüsselfragen unserer Zeit, vielleicht die Frage überhaupt lautet: Wo kommt diese Selbsverachtung respektive dieser Selbsthass her, welche(r) fast die gesamte westliche Welt ergriffen hat? Diese Frage wird nicht einfach zu beantworten sein und es wird wahrscheinlich keine monokausale Erklärung geben. Hier meine These, die aber vielleicht ins Mark gehen und den Schlüssel liefern könnte zum tieferen Verständnis der Problematik und ihrer Überwindung.

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Demokratie: Entzauberung und Relativierung eines Begriffs

(Jürgen Fritz) Demokratie: Vier Pädophile und ein kleines Kind stimmen darüber ab, was sie machen wollen; die Mehrheit entscheidet. Demokratie sei die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden seien, meinte Winston Churchill. Der Demokratiebegriff wird heute besonders von Politikern demokratischer Staaten unglaublich glorifiziert. Bisweilen neigen sie recht unkritisch dazu, alles, was irgendwie positiv assoziiert wird, mit in dieses Wort hineinzuschmeißen. Höchste Zeit, die Sache genauer zu beleuchten, den Begriff zu entzaubern und zu relativieren.

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Herrschaft und Knechtschaft

(Jürgen Fritz) Das Selbstbewusstsein des Herren gründet nicht allein im Für-sich-sein, sondern vor allem in der Herrschaft über andere; das des Knechtes im Für-den-Herren-sein, dem er sich unterwirft und ihm dient. Damit aber ist nicht nur der Knecht von seinem Herren abhängig, sondern dieser auch von jenem. Verweigert der Knecht ihm die Anerkennung als Herr, hört er auf, ein solcher zu sein.

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Jesus – ein radikaler Egalitarist?

(Jürgen Fritz, 03.04.2018) Aus seinem Wirken entstand das Christentum, die größte aller Weltreligionen mit mehr als zwei Milliarden Anhängern. In seiner Lehre konzentrierte sich Jesus von Nazareth primär auf die Armen und Schwachen und frönte einem radikalen Egalitarismus, der sich inzwischen zu einem wahren Gleichheitsfetisch entwickelte. War der Nazarener letztlich ein Feind jeglicher Aristokratie, was Europa nun in den Untergang zu führen droht?

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Jesus von Nazareth: der erste Neue Linke?

(Jürgen Fritz, 03.04.2018) Aus seinem Wirken entstand das Christentum, die größte aller Weltreligionen mit mehr als zwei Milliarden Anhängern. Er wird verehrt wie kaum ein anderer, denn sein Anspruch war weit höher als der aller anderen Religionsstifter: Mensch und zugleich Gott beanspruchte er zu sein. Zumindest behaupten und glauben das Christen, wenngleich die Forschung hier eher zu einem anderen Bild kommt. Doch ist seine Lehre in Wahrheit nicht voll innerer Widersprüche und ist seine Moral nicht nur maßlos überzogen, sondern auch eine schwere Bürde, ja der Keim des Untergangs für Europa und die gesamte westliche Welt?

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Die Aufklärung meldet sich zurück – Moralismus als Rettungsanker?

(Rudolf Brandner) Die muslimische Massenimmigration zwingt das europäische Selbstbewusstsein zur Klärung, wofür es steht und wofür nicht. Der Verlust des geschichtlichen Selbstbewußtseins, das die Grundlagen der europäischen Kultur gerade ausmacht, führt in eine nihilistische Auflösung der Moderne, aus welcher dann der Moralismus als Rettungsanker gesucht wird, was zu einer Vermoralisierung des Politischen führt, die die eigenen Grundlagen zu zerstören droht. Was es bedarf, um just dies zu verhindern? Geschichtliche Selbstbesinnung. Genau zu dieser regt Peter J. Brenner in seinem neuen Buch „Fremde Götter – Religion in der Migrationsgesellschaft“ an. Hierzu eine Rezension des Philosophen Rudolf Brandner.

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Eva Herman: Es ist gefährlich geworden, selbst zu denken

(Eva Herman) Selbst denken und seine Analysen offen auszusprechen, ist gefährlich geworden in der vorgeblich freien Welt. Bloß nicht mehr auffallen, nichts Falsches sagen, haben immer mehr Zeitgenossen längst tief internalisiert. Ja, eigenständiges Denken und die Ergebnisse dessen offen kundzutun, kann inzwischen regelrecht bedrohlich werden. Das ist ein klares Zeichen für den Absturz respektive die Regression einer Gesellschaft, konstatiert Eva Herman, und fragt: Wo sind unsere couragierten Denker geblieben, die nicht hinterher- oder mit-, sondern mutig vorausdenken oder einfach nur ihren eigenen Weg gehen und sich von diesem auch bei noch so heftigem Gegen- oder Seitenwind – natürlich immer nur von einer Seite – nicht abbringen lassen?

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Der Progressive, der konservative Muttermörder und der neulinke Verräter

(Jürgen Fritz) Progressive Menschen sind Konservative, deren Heimat die permanente Dissidenz gegenüber den geistigen Verfallserscheinungen ihrer Zeit ist, formulierte Christian Felsner. Was aber, wenn Ultrakonservative aus vormodernen Gewaltkulturen in Massen einströmen und die ehemals Progressiven derart degenerierten, dass sie sich zusammen mit diesen Reaktionären respektive Regressiven gegen das eigene Volk wenden, um einen neuen Totalitarismus zu erschaffen, wie ihn die Welt noch nicht gesehen?

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Die wahren Motive hinter dem ganzen Irrsinn

(Jürgen Fritz) Ein Zwerg werde nicht größer, auch wenn er sich auf einen Berg stelle, wusste schon Seneca. Warum aber drängt es den Zwerg überhaupt, sich auf einen Berg zu stellen? Weil er unter seiner Zwergenhaftigkeit leidet. Doch worunter genau leidet er, unter seiner eigenen geringen Größe oder dem Größer-sein der anderen? Wie versucht er, sein Leiden zu lindern, gerät dabei in einen verhängnisvollen Strudel, aus welchem es kaum noch ein Entrinnen zu geben scheint, und wie könnte die Herauslösung aus diesem Abwärtsstrudel aussehen?

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