Goethe-Uni Frankfurt kuscht vor linkem Mob und lädt Rainer Wendt wieder aus

Von Jürgen Fritz

Zuerst lädt die Goethe-Universität Rainer Wendt, den Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, zu einem Vortrag ein, Thema „Polizeialltag in der Einwanderungsgesellschaft“. Doch dann gibt es Drohungen von linken Kreisen und zack wird Herr Wendt wieder ausgeladen. Leider kein Einzelfall. Was für demokratie- und wissenschaftsfeindliche Leute geben in unseren Hochschulen inzwischen den Ton an und warum wird dies von den anderen zugelassen?

Goethe-Uni: Herr Wendt, hätten Sie am 26.10. ein wenig Zeit für uns?

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamtenbund Rainer Wendt war vom „Forschungszentrum Globaler Islam“ an der Goethe-Universität Frankfurt eingeladen worden. Es sollte einen Vortrag halten, seine Gedanken und Sichtweise zum „Polizeialltag in der Einwanderungsgesellschaft“ erläutern. Anschließend hätte darüber diskutiert werden sollen. Eine mehr als sinnvolle Sache, möchte man meinen, dass ein Polizeivertreter zu so einer Veranstaltung eingeladen wird, um wichtige Informationen aus polizeilicher Perspektive in die Diskussion einzubringen.

Zur Erinnerung: Polizisten, das sind die, die jeden Tag ihren Kopf für uns hinhalten, um für innere Sicherheit zu sorgen, neben dem Schutz der Außengrenzen (äußere Sicherheit) die primäre und originäre Aufgabe des Staates. Das sind die, die uns vor Gefahren an Leib und Leben schützen, Straftaten aufklären und Verbrecher dingfest machen sollen, damit wir nicht permanent Opfer werden von solchen, die nichts kennen als das Recht des Stärkeren und Rücksichtsloseren.

Also eine tolle Sache, dass das „Forschungszentrum Globaler Islam“ an der Goethe-Uni Herrn Wendt eingeladen hat, um von seinen Erfahrungen partizipieren zu können. Fast möchte man also der Goethe-Universität schon applaudieren. Doch halt! Sie können die Hände wieder runternehmen. Warum? Nun, weil alles mal wieder ganz anders kam. Dazu gleich mehr. Doch vorab noch einige Bemerkungen zur Bedeutung unserer Hochschulen.

Warum Hochschulen so wichtig sind

Universitäten und andere Hochschulen sind ähnlich wie die Polizei ein absoluter Schlüssel für das geistig-kulturelle Niveau einer Gesellschaft. Sie können das überall auf der Welt beobachten: Gut funktionierende, solide, friedliche Gesellschaften haben (fast) immer eine funktionierende, vor allem nicht korrupte Verwaltung und Polizei und gute Hochschulen. Warum ist das so? Weil in den Hochschulen die Eliten einer Gesellschaft ausgebildet werden: junge Wissenschaftler, Mediziner, Juristen (Richter, Staatsanwälte, Anwälte), Lehrer, höhere Verwaltungsbeamte usw. usf. Hierbei kommt wiederum den Wissenschaftlern eine Schlüsselrolle zu, weil diese eine Gesellschaft geistig und auch technologisch und damit auch ökonomisch voranbringen. Die Wissenschaftler und Hochschuldozenten bilden zudem die Lehrer aus, welche dann wiederum die nachwachsende Generation (aus)bilden und erziehen, auch die Erzieher in den Kindergärten.

Je besser die Hochschulen in einem Land, desto bessere Voraussetzungen, im internationalen Wettbewerb zu bestehen, desto bessere Voraussetzungen aber auch, innergesellschaftlich gute Verhältnisse zu schaffen, von denen alle profitieren. In den Hochschulen wird die Grundlage der Bildung der gesamten Gesellschaft gelegt. Und wenn wir den Bildungsbegriff, so wie sich das eigentlich gehört, nicht eng, sondern weit fassen, dann gehört zur Bildung auch, ja sogar ganz besonders die Charakterbildung, also die ethische Dimension. Und damit schließt sich der Kreis. Denn ethische oder Charakterbildung kann dafür sorgen, dass das Maß der Korruption z.B. bei Polizei, in Politik und Verwaltung so gering wie möglich ist, dass Ehrlichkeit, Integrität und Gemeinwohlorientierung als hohe Werte angesehen und auch verinnerlicht werden, so dass sie immer mehr zu inneren Haltungen werden. Dinge, die wir lange schon viel zu sehr vernachlässigen!

Freie Wissenschaft setzt geistige Offenheit und Kritikfähigkeit voraus

Unseren Universitäten als wissenschaftliche Hochschulen kommt also eine ganz wesentliche und gewichtige Rolle zu. Daher auch das Grundrecht auf Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre (Art. 5 Absatz 3 GG). Freie Wissenschaft setzt freie Rede und geistige Offenheit voraus. Wenn Karl Popper, einer der wirkmächtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, von der offenen Gesellschaft (und ihren Feinden) sprach, dann meinte er nicht, wie der ein oder andere Banause bis hinauf in höchste Ämter unseres Staates meint, offene Staatsgrenzen, sondern eine geistig offene Gesellschaft, in welcher vor allen Dingen eines nicht nur zugelassen, sondern sogar gefördert wird: Kritik. Also das Bewerten, was ist gut, was ist schlecht.

Warum ist das so wichtig, ja essenziell? Weil es oftmals die Kritik ist, die uns nur weiterbringen kann. Wenn man nicht weiß, was falsch oder schlecht läuft, hat man auch keine Chance, es zu verbessern. Kritik üben heißt, dem anderen die Möglichkeit einzuräumen zu erkennen, was nicht gut läuft und damit Veränderungen vorzunehmen. Kritik üben heißt, den anderen ernst nehmen. Und sich die Kritik des anderen anhören, heißt ebenfalls, ihn ernst nehmen. Wer Kritik mit Gewalt oder per Heimtücke unterbindet, der nimmt den anderen nicht ernst, der unterdrückt nicht nur die Kritik, sondern auch die Person und beraubt sich selbst der Möglichkeit, seinen Kurs zu ändern und geistig-seelisch zu wachsen.

Goethe-Uni: Nee, lassen se mal, Herr Wendt, wir wollen Sie doch nicht

So und was hat nun die Goethe-Universität gemacht? Warum sollten wir ihr nicht applaudieren, vielmehr genau das Gegenteil angedeihen lassen? Weil Susanne Schröter, eine Ethnologie-Professorin, die das Forschungszentrum Globaler Islam an der Goethe-Universität Frankfurt leitet, Herrn Wendt kurzfristig wieder ausgeladen hat. Warum hat sie das getan? Weil Susanne Schröter nach den Ereignissen bei der Frankfurter Buchmesse, als Buchstände von „rechten Verlagen“ mehrfach attackiert worden waren und es zu Ausschreitungen gekommen war, Proteste von neuen Linken fürchtete.

Was für eine feige Socke ist das denn, denken Sie jetzt? Wie kann denn so eine ein Forschungszentrum an einer deutschen Hochschule leiten? Was soll ich dazu sagen? Frau Schröter sprach von „außeruniversitären linken Kreisen“, die allergisch auf die Vortragsankündigung reagiert hätten. Dies sei ihr aus verlässlicher Quelle zugetragen worden. Sagt sie. Aus Polizeikreisen heißt es: „Uns war keine Bedrohungslage bekannt. Wir haben von der Veranstaltung erst erfahren, als wir von der Absage gelesen haben.“ Normalerweise nehme die Universität in solchen Situationen im Vorfeld Kontakt mit der Polizei auf.

Aber vielleicht spielte ja auch noch etwas anderes mit hinein. Rund 60 Wissenschaftler aus Frankfurt hatten am 23.10. einen offenen Brief an Schröter geschrieben. Darin warfen sie Rainer Wendt Rassismus vor und forderten eine Absage der Veranstaltung. Anschließend erhielt er die Ausladung.

Die demokratie- und wissenschaftsfeindliche linke Herrschaft in unseren Hochschulen

Das kann doch nicht sein!, werden Sie jetzt vielleicht denken. Wenn Wissenschaftler, die doch gerade wie niemand sonst für geistige Offenheit sowie Freiheit von Forschung, Lehre und Redefreiheit streiten müssten, genau das Gegenteil tun, dann liegt ja alles im Argen. Ja das tut es in der Tat. Ein neulinker moralisch vollkommen verkommener Mob hat seit den 1960er, 1970er Jahren sukzessive unsere Hochschulen eingenommen und beherrscht diese weitgehend. Und diese Herrschaft wird absolutistisch, autoritär und totalitär ausgeübt. Widerspruch, Kritik, andere Perspektiven werden in vielen Bereichen nicht mehr geduldet.

Und jetzt erinnern Sie sich bitte daran, was ich oben versuchte herauszuarbeiten: Die Hochschulen sind ein absoluter Schlüssel für eine moderne Gesellschaft. Denn hier werden andere Wissenschaftler, Juristen, insbesondere unsere Richter und Staatsanwälte, Politiker, höhere Verwaltungsbeamte und vor allem die Lehrer ausgebildet. Und die Lehrer erziehen wiederum unsere Kinder und Jugendlichen. Dass der linke moralische Mob sich auf die Hochschulen konzentrierte, war also kein Zufall. Und die Ausladung von Rainer Wendt ist kein Einzelfall. Denken Sie nur an Jörg Baberowski, dem der linke Stundentenmob immer wieder übel mitspielt. Und auch hier kuschen die Hochschulen und laden dann aus aus Angst vor Ärger.

Lassen Sie uns zusammen mutig sein!

Wir müssen davon ausgehen, dass wir es an unseren Hochschulen längst mit zwei Gruppen zu tun haben, die dort unter den Wissenschaftlern und Dozenten vorwiegend anzutreffen sind: a) solche, die link(sextrem)es, demokratie- und wissenschaftsfeindliches, totalitäres Gedankengut in sich tragen und b) Konformisten, Kuscher und Ignoranten, die keinen Ärger haben wollen, die Angst haben und sich nicht trauen, jenen die Stirn zu bieten.

Rainer Wendt ist weder ein linker Totalitarist noch ein Kuscher, Ignorant oder Feigling. Deswegen wurde er ausgeladen. Der Mann hat Rückgrat, Courage und mehr als das: er hat Mut. Heute eine sehr seltene Tugend! Und wir erinnern uns: Bildung bedeutet auch und ganz besonders Charakterbildung. Charakter haben und zeigen, heißt immer auch mutig sein. Daran gilt es anzuknüpfen, wenn wir das Blatt wenden wollen. Wir brauchen mehr mutige, (ethisch) gebildete Bürger. Bitte helfen Sie mit, genau daran zu arbeiten. Das wird ein langer zäher Kampf mit ungewissem Ausgang. Wer aber nicht kämpft, hat schon verloren. Und der Anfang ist die Hälfte des Ganzen, wusste schon Aristoteles. Let’s do it! Let‘ try it together!

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Hier kann Rainer Wendts Antwort auf den offenen Brief der Forschungszentrums Globaler Islam und seine kurzfristige Ausladung nachgelesen werden.

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Bild: By Superbass (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, via Wikimedia Commons

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