Oldenburg: 80-Jährige von Einbrecher auf Küchentisch brutal vergewaltigt

Von Jürgen Fritz, Sa. 04. Mai 2019

Letzte Woche Donnerstagabend, den 25. April. Ein etwa 20 Jahre alter Mann verschafft sich gegen 21.45 Uhr über ein gewaltsam geöffnetes Fenster Zugang zur Hochparterre-Wohnung einer 80-jährigen Oldenburgerin. Sie ist in ihrer Küche, hört ein lautes Geräusch aus dem Nebenzimmer und will nachschauen, was los ist. Dort entdeckt sie den Einbrecher, welcher sie direkt attackiert. „Er hat mir so furchtbar weh getan, ich hatte Todesangst“, wird sie später erzählen. Dann geschieht der alten Frau ein so schreckliches Verbrechen, welches die meisten von uns vor wenigen Jahren noch für unmöglich gehalten hätten.

Ausgeraubt und auf dem Küchentisch vergewaltigt

Es ist Donnerstagabend gegen 21:45 Uhr. Ute S. hat bereits zu Abend gegessen. Es war nichts Großes, was sie gegessen hat, wie die Bild hinter ihrer Bezahlschranke berichtetAls Ute S. gerade dabei ist, die Küche aufzuräumen, vernimmt sie plötzlich ein lautes Geräusch. Sie fragt sich, ob vielleicht etwas nicht mit dem Hörgerät stimmt. Zur Sicherheit geht sie ins Nebenzimmer, um nachzusehen. Da steht plötzlich in ihrer eigenen Wohnung ein junger Fremder vor ihr mit „südländischem Erscheinungsbild“. Er muss wohl über das Garagendach in die Hochparterre-Wohnung geklettert sein. Das Fenster hat er mit Gewalt aufgehebelt.

Vermutlich dreht sich die 80-Jährigen um und will weg von dem Einbrecher. Doch „der Mann hat mich im Flur von hinten umfasst, bis mir die Luft wegblieb. Er hat mir so furchtbar weh getan. Ich hatte Todesangst“, erzählt sie der Bild. Er habe ihr links und rechts ins Gesicht geschlagen, sie sodann ausgezogen. Dann habe er sie vergewaltigt. Die Sexualstraftat soll sich auf dem Küchentisch ereignet haben. Anschließend habe der Täter sie dort liegen gelassen und habe die Wohnung weiter nach Diebesgut durchsucht. Anschließend flüchtete er mit einer aus der Wohnung entwendeten Sektflasche.

Südländisches Erscheinungsbild?

Die Polizei nahm noch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Ermittlungen auf. In einer polizeilichen Pressemitteilung vom Freitag, den 26. April hieß es:

„Bei dem gesuchten Tatverdächtigen könnte es sich um einen etwa 20 Jahre alten und etwa 1,75 Meter großen Mann mit südländischem Erscheinungsbild gehandelt haben. Er soll schlank gewesen sein und habe kurze schwarze Haare sowie dunkelbraune Augen gehabt. (…) Nach Aussage einer Zeugin soll sich eine Person mit ähnlicher Beschreibung bereits am Nachmittag auf einer Parkbank in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben.

Just die entwendete Sektflasche konnten die Ermittler dann, wie sie eine Woche nach der Tat, am Donnerstag, den 2. Mai, in einer Pressemitteilung bekannt gaben, bereits kurz nach der Tat in der Nähe der Wohnung sicherstellen. Das LKA Niedersachsen fand auf der Flasche Fingerabdrücke, die es mit den gespeicherten Fingerabdrücken in den bundesweiten polizeilichen Datensätzen verglich, und kam so einem 24-jährigen Arbeitslosen auf die Spur. Außerdem wurden wohl auf der Parkbank, wo er zuvor gesehen wurde, DNA-Spuren des Verdächtigen gesichert. Dieser war wegen eines anderen Eigentumsdeliktes erst vor wenigen Wochen erkennungsdienstlich behandelt worden und hat einen Wohnsitz in Oldenburg.

Verdächtiger gibt an, sich nicht an die Tat zu erinnern, Polizei weigert sich, etwas zu einem eventuellen Migrationshintergrund preiszugeben

Anfang dieser Woche nahm die Polizei dann den mutmaßlichen Vergewaltiger der 80-jährigen Frau in Oldenburg fest. Der Verdächtige sei in der Tat 24 Jahre alt und wurde von den Ermittlern in seiner Wohnung überwältigt. Dort hätten die Beamten auch weiteres Beweismaterial (Schmuck etc.) gefunden, welches die 80-jährige ausgeraubte und vergewaltigte Frau als ihr Eigentum identifizieren konnte. Staatsanwalt Thorsten Stein soll auf Anfrage der Bild bezüglich des mutmaßlichen Täters gesagt haben: „Er gibt an, sich nicht an die Tat zu erinnern, sei betrunken gewesen.“

Der Sohn der alten Frau lobte die Polizeiarbeit ausdrücklich: Es sei beruhigend, dass der Mann nicht mehr frei herumlaufe. „Die Oldenburger Polizei kann man nur loben. Sie war freundlich und einfühlsam und hat gute Arbeit geleistet“.

Die so Gelobte scheint sich aber zu weigern, etwas bezüglich der Nationalität, eines eventuellen Migrationshintergrundes oder gar – wie immer – bezüglich des religiös-kulturellen Hintergrundes des 24-Jährigen preiszugeben.

Nicht der erste Fall dieser Art

1. Im Juli 2016 wurde eine 79-jährige Frau sonntagmorgens auf dem Friedhof von Ibbenbühren von einem 40-jährigen anerkannten Flüchtling aus Eritrea vergewaltigt, der auf frischer Tat ertappt wurde.

2. Ende 2016 wurde in Buxtehude eine alte Frau von einem Mann mit dunklen Haaren, schwarzem Vollbart, südländischer Erscheinung und starke Körperbehaarung, der nur gebrochenes Deutsch sprach, vergewaltigt.

3. Im Juli 2017 hatte ein 29-jähriger, erheblich intelligenzgeminderter Mazedonier, der an einer „dissoziale Persönlichkeitsstörung“ leidet, marihuana- und kokainabhängig sowie eine Gelegenheitstrinker und HIV-erkrankt war, eine 82-jährige Frau in Hamburg zuhause überfallen und eine Stunde lang fünfmal vergewaltigt.  Um eine falsche Spur zu legen, erklärte er ihr nach der Tat: „Ich bin ein Flüchtling aus Syrien!“

4. Vor nicht einmal einem Jahr, im Juni 2018, wurde in Herborn sogar eine 91-Jährige von einem ebenfalls „südländisch aussehenden“ Mann vergewaltigt, der sich später als polizeibekannter, 27 Jahre alter, türkischstämmiger Mann herausstellte, der zuvor schon andere sexuelle Übergriffe begangen bzw. versucht haben sollte und der dann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde.

5. Im April 2019 hat in Hamburg laut Polizei ein Unbekannter mit „südländischem Erscheinungsbild“ versucht, eine 78-Jährige zu vergewaltigen.

6. Der Fall von Oldenburg ist also nicht der erste dieser Art und, diese Prognose ist nicht schwierig, er wird nicht der letzte solche sein. Offensichtlich sind seit 2016 auch Frauen mit über 70, 80, 90 Jahren in unserem eigenen Land nicht mehr sicher vor sexuellen Übergriffen. Ob sie das als besonderen Reiz des Südländischen empfinden, dürfte allerdings mehr als fraglich sein.

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Titelbild: Symbolbild, Screenshot aus Aktenzeichen XY

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