Bitte unterstützen Sie Imad Karim!

Von Jürgen Fritz, Sa. 14. Mär 2020, Titelbild: © Imad Karim

Der preisgekrönte Drehbuchautor und Regisseur Imad Karim hat einen fast einstündigen Film über Hans-Georg Maaßen, den ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, gedreht. Er hat ihn mit einem Pressetext und Background-Fotos an 22 öffentliche und private TV-Sender geschickt und angefragt, ob sie die Rechte für den Film erwerben und ihn senden möchten. Reaktion: null. Keine einzige Antwort. Er plant nun, den Trailer zum Film morgen am Sonntag, den 15.03.2020, auf YouTube und Facebook zu veröffentlichen. Etwa eine Woche später will er dann den kompletten Film auf seinem YouTube-Kanal zeigen. Meine Bitte von Herzen: Unterstützen Sie Imad Karim! Lassen Sie ihn nicht mit den immensen Produktionskosten für diesen und etliche andere Filme sowie diversen Gerichtskosten alleine.

Seit Jahren von den öffentlich-rechtlichen Sender alleine gelassen

Jahrzehntelang hat Imad Karim für die öffentlich-rechtlichen Sender als Fernsehautor gearbeitet. Doch in den letzten fünf Jahren hat sich das geändert. Seit 2016 dreht er Reportagen, macht Interviews quer durch die Republik, aber die Öffentlich-Rechtlichen wollen seine Filme nicht mehr abnehmen, seit er es wagte, an bestimmten Entwicklungen in unserem Land massive Kritik zu üben.

Daher zeigt er seine Filme, Reportagen und Interviews in den letzten Jahren unentgeltlich in den sozialen Medien. Das aber heißt, er muss für die immensen Kosten, die so eine Filmproduktion verschlingt – und wir reden hier von fünfstelligen Summen pro Film – jedes Mal selbst aufbringen. So drehte er 2016 ein Interview mit Frauke Petry, das über 880.000 Zuschauer erreichte. Er machte ein Interview mit dem bekannten Islamkritiker Hamed Abdel-Samad, eines mit meinem Anwalt Christian Stahl, der sich auf den Kampf für die freie Meinungsäußerung auf Facebook spezialisiert hat, eines mit dem Bundesvorsitzenden der AfD, Jörg Meuthen. Imad Karim interviewte filmisch Ramin Peymani, die Ordensschwester Hatune Dogan und die großartige am 11. Februar 2017 verstorbene Susanne Kablitz. Hinzu kamen viele andere Arbeiten, wie eine CDU-Veranstaltung, auf der die Rechtsanwältin und Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland Jaklin Chatschadorian (CDU) zum Thema „Der Islam in Deutschland“ sprach.

All diese und viele andere Arbeiten in Berlin, Köln, Regensburg, Frankfurt, Bühl/Baden, Offenburg, Königsstein usw. hat Imad Karim mit seinem Team aus eigener Tasche realisiert, da die öffentlich-rechtlichen Sender seit seiner Islam- und Migrationskritik sich weigern, mit ihm zusammenzuarbeiten. Seither erfährt er von keiner Seite finanzielle Unterstützung. Insofern grenzt es an ein Wunder, dass er überhaupt so viele Jahre durchgehalten hat.

Getragen wurde er dabei von seinem enormen Idealismus, seiner Liebe und seiner Dankbarkeit Deutschland gegenüber. Dankbarkeit dafür, dass er nach seiner Kindheit und Jugend im Libanon den Duft der Freiheit hier bei uns zum ersten Mal mit 19 Jahren einatmen durfte. Doch nun, nach fünf Jahren, sind, wie er schreibt, die letzten Reserven seiner Familie beinah vollständig aufgebraucht. Die Produktionskosten für den Maaßen-Film, die er vollkommen alleine stemmen musste, bewegen sich aber im Bereich von ca. 50.000 Euro. Daher bittet er nun um finanzielle Unterstützung, damit er nicht auf diesen Kosten allein sitzen bleibt und damit er seine Arbeit fortsetzen kann.

Kein Sender möchte den Film über Hans-Georg Maaßen ausstrahlen

Imad Karim schreibt dazu auf seiner Facebookseite:

»In meinem Film spricht Dr. Maaßen, gerade als interner Kenner und ehemaliger wichtiger Koordinator vieler geheimdienstlicher Kanäle, u.a. bestimmte sensible Themen in meinem Film außerordentlich offen an. Hätte ich vielleicht seine brisanten Aussagen im Film manipulierend geschnitten und ihn „in die Pfanne gehauen“, hätten viele Sender wahrscheinlich die Rechte für den Film sofort erwerben wollen.

Ich aber folgte meinem berufsethischen Grundsatz und meinem Gewissen und bemühte mich, einen möglichst objektiven Film über diesen Mann zu realisieren. Obwohl wir uns nicht kannten und obwohl er wusste, dass ich seit Jahren keinen Heimsender mehr habe, vertraute er mir und meinen vielen Kameras, die während des mehrtägigen Drehs synchron im Einsatz waren. Er konnte nur darauf hoffen, dass ich mit dem sehr umfangreich entstandenen Drehmaterial sorgsam und gewissenhaft umgehen würde. Er hatte keine Garantie und musste sich auf mein Wort verlassen.«

Außerdem weist er auf seinen YouTube-Kanal hin, der hier abonniert werden kann.

»Ich plane, auf diesem YouTube-Kanal hauptsächlich Filme, Reportagen und Interviews, die ich selbst gedreht habe, zu zeigen. Allein die aus dem Arabischen übersetzten und bearbeiteten Videos hätten – wenn sie Auftragsarbeiten gewesen wären – ein Volumen zwischen 120.000 und 150.000 Euro gehabt. Das hatte ich alles über Jahre unentgeltlich gemacht. Viele Nächte und an vielen Wochenenden saß ich entweder allein oder mit einem Kollegen zusammen in unserem Filmstudio und bearbeiteten die „friedlichen Passagen“. Anschließend luden wir sie hoch. Es waren Wochenenden, an denen jeder Mensch in der Regel mit seiner Familie und Freunde verbringt oder seinem Lieblingshobby nachgeht.

Dazu kommen mehr als 40 Filme, Reportagen und Interviews, die ich professionell mit meinem Team (wir haben eine Filmproduktionsfirma, von der wir leben) drehte und allen Menschen unentgeltlich online zur Verfügung stellte. Seit Jahren werde ich von nahezu allen Sendern boykottiert und dennoch hoffte ich, dass sich mindestens ein oder zwei Sender melden würden und diesen wirklich sehr objektiven Film über den ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz ausstrahlen würden. Vergebens!«

Es begann mit seiner Kritik, dass Frauke Petry falsch zitiert worden sei

Und er beschreibt auch welche Folgen es für ihn und seine Familie hatte, dass er öffentlich Religions-. Ideologie- und Regierungskritik übte:

»Die Folgen meiner Aufklärung insbesondere über den politischen Islam und meine Kritik an die Linken und Grünen, waren für mich und meine Familie verheerend, ich werde seit Februar 2016 verunglimpft, als „Nazi“ bezeichnet, bedroht und in meinem Berufsleben von allen Medien boykottiert. Kollegen von mir, mit denen ich früher in den ARD-Fernsehanstalten zusammenarbeitete, beteiligten sich an meiner Diffamierung u.a. dadurch, dass sie ein verzerrtes Bild von mir in ihren Reportagen zeigten. Durch meine öffentliche Kritik brachte ich mein und das Leben meiner Familie in Gefahr. Bis heute bin ich immer vorsichtig, wenn ich auf der Straße angesprochen werde, da ich nicht weiß, was als nächstes kommt.«

Ferner benennt er, womit dieser ganze Horror für ihn anfing:

»Im Februar 2016 sagte ich öffentlich, dass Frau Frauke Petry von einer Redaktion in meiner Stadt im Zusammenhang mit einem angeblichen „Schießbefehl“ falsch zitiert wurde. Ich bin damals, da ich beim Interview der besagten Redaktion im Raum anwesend war, meinem Gewissen gefolgt und hatte mich öffentlich geäußert. Das war der Todesstoß für meine Arbeit und auch zeit lang für das Geschäft der von meiner Frau in derselben Stadt geleiteten Filmproduktionsfirma.«

… und was danach folgte:

»Ja, ich riskierte viel, weil ich dachte, ich lebe in einem Land, in dem die Meinungsfreiheit ein Grundrecht wäre. Mit gutem Gewissen und als Demokrat und mündiger Bürger, sprach ich … auf Demos, ohne zu wissen, wer dort alles stand, und ich, … der in den ÖR-Medien Filme gegen Rassismus machte und Filmpreise bekam, erhielt danach den Ruf „rechtsradikal“ und „fremdenfeindlich“.

Sein „zweiter großer Fehler“ sei gewesen, dass er 2016 öffentlich erklärte, die AfD bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg gewählt zu haben. Seitdem werde er von seinen einzigen Verbündeten, den Liberalen Muslimen und auch von vielen prominenten Ex-Muslimen, gemieden. Dabei betone er:

»Ich machte aus meinem Grundrecht, eine der demokratischen und zugelassenen Parteien zu wählen, Gebrauch und hoffte, die demokratischen Kräfte innerhalb der AfD mit meiner Stimme stärken zu können. Ich wollte und will die Spaltung unserer Gesellschaft verhindern und das erreiche ich nicht durch Diffamierung von … AfD-Wählern. Das ist immer mein Standpunkt gewesen. Nur so und mit offenem Dialog verhindern wir als Zivilgesellschaft, dass radikale Kräfte die Oberhand bekommen könnten, aber ich bin wohl ein einsamer Rufer in der (deutschen) Wüste.«

Sowohl die Filmproduktionen als auch die ständigen Gerichtsprozesse verschlingen Unsummen an Geld

Und dann spricht er etwas an, womit auch ich wie alle, die sich mit bestimmten Entwicklungen kritisch auseinandersetzen, ein Lied singen können:

»Seit meinem „Outing“ als AfD-Wähler werde ich mit vielen Anzeigen überhäuft und zum „Gejagten“ erklärt. Ich habe seit 2016 insgesamt nur für Gerichtsprozesse im Zusammenhang mit meiner Aufklärung über 42.000 Euro ausgegeben – und einige Verfahren laufen immer noch.

Noch vorgestern scheiterte ein Blogger, der mich zu seinem Feind erklärte, bei seiner Berufung vor dem OLG Karlsruhe. Ich habe gestern zwar von meinem Rechtsanwalt Dr. Marcel Leeser von der renommierten Kanzlei Ralf Höcker, die mich in dieser Sache betreut, mit Freude erfahren, dass ich auch den Berufungsprozess gewonnen habe, doch die Anwaltskosten für die Kanzlei Ralf Höcker können von der unterlegenen gegnerischen Seite nicht ersetzt werden, da der Prozessgegner nur nach Streitwert und nicht nach Stundensatz zahlen wird. Das habe ich im Laufe der Zeit bitter lernen müssen.« (Hochspezialisierte Staranwälte haben bisweilen Stundensätze, für die andere Menschen fast eine ganze Woche arbeiten müssen. JFB)

Auch der Film über Hans-Georg Maaßen habe viel Geld und Zeit gekostet. Die Vorbereitungen, sowie der Vor-Dreh begannen bereits im Juli 2019, schildert Imad Karim weiter. Der Film sei am 26.02.2020, also sieben Monate später, fertig geworden. Aus dem 13-stündigen Filmmaterial sei nun ein „einstündiges, wie ich meine, eindrucksvolles filmisches Zeitdokument entstanden“. Es habe sich sowohl filmisch wie menschlich sehr gelohnt, dieses Filmportrait über Hans-Georg Maaßen zu realisieren.

Wer also den Trailer am Sonntag, den 15.03.2020, und dann den kompletten Film einige Tage danach sehen möchte, kann hier Imad Karims YouTube-Kanal abonnieren.

Und hier nochmals meine persönliche Bitte: Unterstützen Sie Imad Karim! Lassen Sie diesen Mann nicht alleine. Das hätte er, bei allem, was er selbstlos wie nur wenige andere auf sich genommen hat, wahrlich nicht verdient.

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Hier können Sie Imad Karim finanziell unterstützen, entweder über Paypal Imad Karim oder durch direkte Überweisung auf:

Imad Karim – IBAN: DE22 6707 0024 0023 8840 02 – BIC: DEUTDEDBMAN