Berlin-Demo: Wie Tagesschau und Co. lügen/framen

Von Jürgen Fritz, So. 30. Aug 2020, Titelbild: YouTube-Screenshot

Was ich von den Protesten gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen halte, habe ich gestern hier schon beschrieben. Ebenso was ich von den Leuten halte, die zu diesen Protesten aufrufen. Auf einem ganz anderen Blatt steht aber, wie unsere M-Medien über diese Demonstrationen „informieren“ und wie unsere Politiker der etablierten Parteien über sie reden. Boris Reitschuster, der den ganzen Tag vor Ort war, berichtet von seinen Eindrücken aus Berlin und zeichnet dabei ein völlig anderes Bild.

Boris Reitschuster über die Berlin-Demo

Alexander Meschnig: Eine friedliche Stimmung, die die Berliner Polizei normalerweise gar nicht kennt

Um eine zweite Stimme zu hören, hier was der Politikwissenschaftler Alexander Meschnig auf seiner Facebookseite zur Berlin-Demo schreibt:

»Heute Mittag, Berlin Siegessäule. Ein wirklich buntes Völkchen, trommelnde Friedensfrauen, Yogis, Ökos, Clubszene, Bürger aus allen europäischen Nationen. Nazis habe ich auf dem Weg den 17. Juni entlang keine gesehen. Eine friedliche Stimmung, die die Berliner Polizei normalerweise gar nicht kennt, zumindest da, wo ich war. Siegessäule und alle davon abgehenden Straßen dicht mit Menschen gefüllt, alle versuchen den Anordnungen auf Abstand Genüge zu leisten. Alle diese Leute werden heute Abend in den Medien als Covidioten, Rechtsextreme oder Spinner diskreditiert werden. Wir hatten das Gefühl, das war die größte Demo gegen die Regierung seit 1989. Es ist zwar sehr schwer zu schätzen, aber wir kamen auf etwa 200.000 Leute (aus Erfahrungen mit der Loveparade die früher genau in diesem Areal stattfand).«

Parviz Amoghli: Es bahnt sich ein interessanter Herbst an

Und noch eine dritte Stimme. Auch der Historiker Parviz Amoghli war vor Ort. Hier seine Schilderung:

»Liebe Freunde und Verfolger, ob der heutige Samstag tatsächlich „historisch“ gewesen ist, wird sich erst noch herausstellen müssen. Was ich jedoch jetzt schon sagen kann: Es war ein sehr entspannter und friedlicher Nachmittag rund um die Siegessäule. Neo-Nationalsozialisten sind mir nicht untergekommen, dafür aber sehr viele Leute, die wohl nie in ihrem Leben gedacht haben, dass sie irgendwann einmal gegen die Regierung auf die Straße gehen würden. Dass sie dafür aus allen Ecken der Republik nach Berlin gekommen sind, lässt erahnen, wie groß die Unzufriedenheit in weiten Teilen der schweigenden Masse sein muss, die einfach nur leben und nicht die Welt oder das Menschengeschlecht retten will. Das Coronavirus und alles, was bis jetzt daraus gefolgt ist, sind, so mein Eindruck heute, nur Anlass. Um sich ganz grundsätzlich gegen jene „Eliten“ zu empören, die keinen Hehl daraus machen, dass sie sich für moralische Herrenmenschen halten. Es bahnt sich ein interessanter Herbst an. Der Auftakt ist jedenfalls gelungen!«

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