82 Prozent lehnen die Proteste gegen Corona-Maßnahmen ab

(Jürgen Fritz, 01.06.2020) Angesichts der Coronakrise sorgen sich die Deutschen inzwischen mehr um die Auswirkungen auf die Wirtschaft als um ihre Gesundheit. 78 Prozent erwarten einen Wirtschaftsabschwung. 65 Prozent wünschen sich beim Infektionsschutz mehr Kompetenzen beim Bund. Ramelows Vorschlag eines baldigen Verzichts auf alle Verbote befürwortet nur jeder Vierte und 82 Prozent lehnen die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen ab. Mit der Arbeit der Bundesregierung und speziell einer Person sind die Bürger dagegen ausgesprochen zufrieden, wie seit Jahren nicht mehr. Und so würden die Deutschen derzeit wählen.

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Corona in Italia: Die Rückkehr der Vergangenheit

(Thomas Schmid, 30.05.2020) Seit Wochen wird darüber gestritten, ob, wann und wo die restriktiven Corona-Maßnahmen gelockert werden. Und längst hat die Rückkehr zum Status quo ante begonnen, zögerlich anfangs, dann immer schneller. Seit Tagen wird zudem deutlich, dass im föderalen Deutschland die Macht des Bundes in der Corona-Frage ziemlich geschrumpft ist. Dennoch hält sich in interessierten Kreisen hartnäckig der Verdacht, die Berliner Politik habe das Virus nur benutzt, um die Grundrechte außer Kraft zu setzen. Mancher ist sich sicher, dass nun die alte obrigkeitsstaatliche Misere Deutschlands wieder zum Vorschein komme. Ähnliches ist nun auch in Italien zu beobachten, wie Thomas Schmid berichtet.

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Ramelow macht die Thüringer froh oder: Thüringen first

(Thomas Schmid, 27.05.2020) Am Wochenende sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (DIE LINKE),  er wolle „den allgemeinen Lockdown“ aufheben und „auf besondere Schutzvorschriften, die für alle Menschen in Thüringen gelten, verzichten“. Am Dienstag nahm der linke Landesfürst sich dann, nachdem es von verschiedener Seite, auch aus seiner eigenen rot-rot-grünen Landesregierung heftige Kritik an seinem Vorstoß gegeben hatte, eine ganze Stunde Zeit, um der Öffentlichkeit zu erklären, was er denn eigentlich gemeint habe mit seiner Ankündigung, dass jetzt mal Schluss sein müsse mit dem Krisenmodus. Dazu ein Kommentar von Thomas Schmid.

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Die ausgebrochenen Tiger und das Coronavirus

(Jürgen Fritz, 25.05.2020) Bis heute weiß kein Mensch genau, wie es geschehen konnte. Vielleicht war der Pfleger einen Moment unachtsam, vielleicht gab es ein technisches Problem mit der Verriegelung der Tür zum Gatter. Auf jeden Fall gelang es den beiden Tigern Cora und Sari aus ihrem Käfig auszubrechen. Nun waren die beiden aber keine gewöhnlichen Großkatzen, nein, sie gehörten, wie sich schnell herausstellen sollte, zu den selten anzutreffenden Menschenfressern. Was dann passierte, gibt bis heute Rätsel auf und soll hier schonungslos erzählt werden.

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Angst hält uns vor dem Gefährlichen fern, ist daher essentiell für unser Überleben

(Jürgen Fritz, 22.05.2020) Die Coronakrise hat sehr viel mit Gefühlen, genauer: mit der Emotion der Angst oder Furcht zu tun. Und Gefühle, ganz besonders Emotionen als spezielle Gefühle, die auf etwas in der Welt gerichtet sind, die mithin eine intentionale Struktur aufweisen und uns mit der Außenwelt in Verbindung setzen, uns die Welt überhaupt erste erschließen lassen, sind ein wichtiges Thema auch der Philosophie, da ohne ihr Verständnis kein Verständnis des Menschen möglich ist, der eben kein reines Vernunftwesen ist.

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Wenn wir Menschen sterben lassen, Armin Laschet, um die Wirtschaft zu retten, ist das vor allem eins: würdelos

(Jürgen Fritz, 21.05.2020) Norbert Röttgen fand gestern Abend bei Markus Lanz deutliche Worte über Armin Laschet, wenngleich er dessen Namen nicht explizit nannte. Aber das war erstens auch gar nicht nötig und zweitens übernahm das der aufmerksame Lanz. Und Röttgen widersprach ihm nicht. Hier mein persönliches Bekenntnis zu dem Herrn aus NRW und Post von Sarah Bosetti für Armin Laschet.

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WHO meldet neuen Rekordwert an Neuinfektionen

(Jürgen Fritz, 21.05.2020) Die WHO meldete gestern eine neue weltweite Rekordzahl täglicher Neuinfektionen. „In den vergangenen 24 Stunden wurden der WHO 106.000 Fälle gemeldet – die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit Beginn der Epidemie“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch. Besonders frappierend: Schweden meldete gestern mehr Neuinfektionen und mehr Todesfälle als das gut achtmal so bevölkerungsreiche Deutschland. Und dies ist durchaus kein einmaliger Ausrutscher. Es gibt sogar eine andere Zahl, die ist für Schweden im Vergleich zu Deutschland noch viel drastischer.

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Abstandsregeln anschaulich erklärt auch für Blöde

(Jürgen Fritz, 20.05.2020) Überall in Deutschland werden, da die Zahlen der Neuinfektionen pro Tag seit Ende März, Anfang April rückläufig sind, die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gelockert. Gleichwohl gilt es natürlich weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Helge Thun von der Reim Patrouille und Katalyn Hühnerfeld erklären diese nochmals höchst anschaulich auch für Blöde.

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Karsten Hilse (AfD): „Wo sind die ganzen Corona-Toten? Die sind nicht da. Erstunken und erlogen!“

(Jürgen Fritz, 19.05.2020) Die NPD und die rechtsextremistische Kleinstpartei Der III. Weg haben die Corona-Proteste früh für sich entdeckt, sagt Jörg Müller, der Leiter des brandenburgischen Verfassungsschutzes. Einige faseln schon von einem neuen „Ermächtigungsgesetz“. In Cottbus habe sich ein toxisches Gebilde entwickelt aus Extremisten, Pegida, Identitären, Kubitscheks rechtsextremistisch-verdächtiges „Institut für Staatspolitik“, die nationalistisch-flüchtlingsfeindliche „Zukunft Heimat“, Ein Prozent und der AfD. Und in Bautzen (Sachsen) sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse, den seine Partei gerade erst zum Bundestagsvizepräsidenten machen wollte, auf einer Kundgebung: „Wo sind die ganzen Corona-Toten? Die sind nicht da. Erstunken und erlogen“.

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Mathe-Nachhilfe für Boris Palmer: Corona-Tote verlieren im Schnitt über 9 Lebensjahre

(Jürgen Fritz, 16.05.2020) Das könne gar nicht sein, dass die restliche Lebenserwartung der Menschen, die an COVID-19 sterben, bei neun Jahren liege, weil ja ein Drittel der Fälle in Pflegeeinrichtungen stürbe und die Menschen dort im Schnitt nur noch elf Monate leben würden, meinte der Grünen-Politiker und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer in der Donnerstagsendung maybrit illner. Doch das kann sein, lieber Herr Palmer, und ist mathematisch sogar recht leicht berechenbar über eine einfache lineare Gleichung mit einer Unbekannten.

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Corona: Merkel könnte die Ministerpräsidenten wie Schuljungen aussehen lassen

(Thomas Schmid, 15.05.2020) Großbritannien offenbart in der Corona-Krise anders als die Schweiz und Deutschland schwere Defizite, konstatiert der renommierte britische Wirtschaftswissenschaftler Paul Collier und sieht die Stärke dieser beiden Länder in ihrem föderalen Aufbau. Doch stimmt das wirklich? Hat nicht gerade dieser Föderalismus einen neuen, in der Sache kontraproduktiven Wettbewerb um ein weitgehendes Öffnen der Lockdown-Schrauben eröffnet, fragt Thomas Schmid. Die Kanzlerin versucht, die Fäden zusammenzuhalten, hat aber, da Gesundheit weitgehend Ländersache ist, kaum Mittel in der Hand, um die Ministerpräsidenten bei der Stange zu halten. Aber sie hat etwas anderes.

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Die Flucht vor der Angst vor der Angst

(Jürgen Fritz, 13.05.2020) Wenn die Corona-Verharmloser ihren Gegenpart gerne als „Angsthasen“ bezeichnen oder gar von „Panikmache“ sprechen, so entbehrt dies nicht einer gewissen Ironie, denn was bei den meisten Verharmlosern noch viel mehr dahinter stecken dürfte als mangelnde Phantasie und gewisse intellektuelle wie Bildungsdefizite ist etwas anders, Dominanteres, nämlich …

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Der Weg aus der Coronakrise: Stellungnahme der vier großen Forschungsorganisationen

(Jürgen Fritz, 13.05.2020) In der Corona-Debatte ist immer wieder zu hören, die Fachwissenschaftler wären sich untereinander nicht einig, wie groß die Gefahr sei, die von dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 ausginge, welches die richtige, die beste Strategie wäre, dieses einzudämmen. Doch das stimmt nur sehr bedingt. Die allermeisten Fachleute sind sich hier durchaus einig. So etwa die vier großen Forschungsorganisationen, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft. Ende April veröffentlichten diese eine gemeinsame Stellungnahme, wie die Corona-Epidemie konsequent eingedämmt werden kann.

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Corona-Reproduktionszahl steigt weiter

(Jürgen Fritz, 11.05.2020) Genau das war zu befürchten. Hier sehen wir nun ein erstes Ergebnis der Lockerungen, die bereits am dem 20. April einsetzten, und der Tatsache, dass sich immer mehr Menschen nicht mehr an die Beschränkungen halten: Die Reproduktionszahl R zeigt, wie sich das Infektionsgeschehen vor zehn bis elf Tagen gegenüber dem vier Tage zuvor veränderte. R steigt nun innerhalb von vier Tagen von 0,65 auf 1,13. Das heißt, 1.000 Infizierte steckten Ende April nicht mehr 650 weitere an, so dass die Zahl der Gesamt-Infizierten allmählich fällt, sondern sie stecken 1.130 andere an. Damit treten wir, so die Berechnungen des RKI stimmen und R über 1 bleibt, wieder in ein exponentielle Verbreitung von SARS-CoV-2 ein. Doch was genau bedeutet das?

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