Junge Union klar für Friedrich Merz als neuer CDU-Vorsitzender

Von Jürgen Fritz, Di. 03. Nov 2020, Titelbild: YouTube-Screenshot

Wer soll neuer CDU-Vorsitzender und damit vielleicht auch der nächste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden? Die Junge Union, Europas größte politische Jungendorganisation, hat zwei Wochen lang über 70.000 Mitglieder des Parteinachwuchses befragt, der ein mehr als deutliches Votum ablegte.

Mehr Stimmen für Friedrich Merz als für die anderen beiden Kandidaten zusammen

Friedrich Merz, Norbert Röttgen oder Armin Laschet, wer soll der neue CDU-Vorsitzende werden und damit mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit auch der neunte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland nach Konrad Adenauer (CDU), Ludwig Erhard (CDU), Kurt Georg Kiesinger (CDU), Willy Brandt (SPD), Helmut Schmidt (SPD), Helmut Kohl (CDU), Gerhard Schröder (SPD) und Angela Merkel (CDU)? Die Junge Union, die Nachwuchsorganisation der Christlich Demokratischen Union hat mit großer Mehrheit ein klares Votum abgelegt, wen sie eindeutig für den Richtigen hält:

  1. Friedrich Merz: 51,6 %
  2. Norbert Röttgen: 27,9%
  3. Armin Laschet: 19,8%

Dies teilte der Vorsitzende der Jungen Union Tilman Kuban heute in Berlin mit. Damit kommt Friedrich Merz auf mehr Stimmen als Norbert Röttgen und Armin Laschet, der mit unter 20 Prozent weit abgeschlagen ist, zusammen.

Mehr als 70.000 JU-Mitglieder konnten Ihr Votum abgeben

Die Junge Union ist die mitgliederstärkste Jugendorganisation einer politischen Partei in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa. Aufgerufen waren mehr als 70.000 JU-Mitglieder der insgesamt 110.000. Die bayerischen waren ausgeschlossen, da CSU-Mitglieder ja nicht den CDU-Vorsitzenden wählen können und umgekehrt. Die CDU hat insgesamt knapp über 400.000 Mitglieder.

An der JU-internen Abstimmung beteiligten sich laut dem Bundesvorsitzenden Tilman Kuban etwas über 20 Prozent der Stimmberechtigten. Das Ergebnis sei nicht bindend, er selbst aber werte es als „Empfehlung“ an die rund 100 Delegierten der JU beim Wahlparteitag im Januar. Er werde sich an dem Resultat orientieren und für Merz stimmen.

„Friedrich Merz ist der Kandidat der Jungen Union und deshalb auch mein Kandidat“, sagte Kuban. Das Ergebnis der Abstimmung zeige, „dass sich die junge Generation wieder mehr Unterscheidbarkeit wünscht“, sagte der JU-Chef. In den langen Jahren der sogenannten GroKo seien „vielleicht so manche Unterschiede etwas unscharf geworden“. Viele JU-Mitglieder wünschten sich eine lebhaftere politische Debatte, welche „nicht den Rändern überlassen“ werden dürfe, so der JU-Vorsitzende. „Das traut die Junge Union offenbar Friedrich Merz zu.“

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